Aktuelle Meldungen

Aktuelle Meldungen


Die Sea-Watch 4 steht vor ihrem ersten Rettungseinsatz

"Die Sea-Watch 4 und das dahinterstehende breite Bündnis sind die deutliche Antwort der Zivilgesellschaft auf die rassistische Politik der EU, die Menschen ertrinken lässt, damit sie europäisches Festland nicht erreichen." Das sagte der Einsatzleiter des Seenotrettungsschiffes, Philipp Hahn, am 6. August 2020 bei einer Pressekonferenz zum bevorstehenden ersten Einsatz, der im August beginnen soll.

Holocaust an Sinti und Roma: Gemeinsames Gedenken

"Wir alle dürfen nicht länger verschweigen, verharmlosen oder wegschauen, wenn Antiziganismus und Antisemitismus sich kundtun und wenn Nationalisten und rechte Organisationen unsere demokratischen Werte und den Rechtsstaat beseitigen wollen." Das sagte Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, am 2. August bei einem Gedenkakt im ehemaligen Vernichtingslager Birkenau.

Abschiebung: Fürs Helfen gut genug – fürs Bleiben nicht

Am Dienstag, 28. Juli, wird Aziz M. (Name geändert) bei einem Termin in der Ausländerbehörde Dachau von der Polizei empfangen und anschießend dem Haftrichter vorgeführt. Er soll in Abschiebehaft genommen und in den Iran abgeschoben werden. Eigentlich hatte Aziz M. gehofft seine Duldung mit der Arbeitserlaubnis, die er während der Corona-Krise erhalten hatte um als Erntehelfer zu arbeiten, bei diesem Termin verlängern zu können.

PRO ASYL trauert um langjährigen Sprecher Herbert Leuninger

Herbert Leuninger war Sprecher von PRO ASYL und Kopf der PRO ASYL-Bewegung, als es 1993 um den Kahlschlag des Asylrechts in Deutschland ging. Er kämpfte gegen Rassismus und rechtsextreme Gewalt und prangerte eine Politik an, die immer wieder davor eingeknickt war. Leuninger hat sein Leben der Verteidigung von Flüchtlings- und Menschenrechten gewidmet. Am 28. Juli ist er im Alter von 87 Jahren in Limburg gestorben.

„Racial Profiling ist grund- und menschenrechtswidrig"

Das Deutsche Institut für Menschenrechte empfiehlt Bund und Ländern, ihre polizeiliche Praxis mit Blick auf Racial Profiling zu überprüfen. "Die Methode des Racial Profiling ist grund- und menschenrechtswidrig", erklärte Beate Rudolf, die Direktorin des Instituts. "Eine (selbst-)kritische Auseinandersetzung mit polizeilicher Praxis sollte im Rechtsstaat selbstverständlich sein", so Rudolf weiter.

Diakonie fordert Aufnahme von mehr Geflüchteten

Am 24. Juli sollen 928 Geflüchtete von den griechischen Inseln in Deutschland ankommen - 243 Kinder und ihre Angehörigen. Zu wenig, sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: "Angesichts der katastrophalen Situation der Menschen in den Flüchtlingslagern in Griechenland muss Deutschland sich bereit erklären, mehr Menschen, insbesondere Kinder aus Griechenland aufzunehmen."

Menschenrechtspreis geht an "Watch the Med – Alarm Phone"

In diesem Jahr verleiht die Stiftung PRO ASYL ihren Menschenrechtspreis an Marion Bayer (Hanau), Hela Kanakane (Tunis) und Hagen Kopp (Hanau) von Watch the Med – Alarm Phone. Seit mehr als fünf Jahren beantworten Mitglieder von Alarm Phone Notrufe von Schutzsuchenden, die auf dem lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Europa in Seenot geraten. Mit fast 3.200 Booten war das Alarm Phone bislang in Kontakt.

"Rechtsextremes Grundrauschen" in Deutschland

Laut Verfassungsschutz gibt es 32.080 Rechtsextreme in Deutschland, 13.000 davon sind gewaltbereit. Anlässlich der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2019 am 9. Juli 2020 fordert die Amadeu Antonio Stiftung eine bundesweite Strategie gegen Rechtsextremismus. Der Anstieg des "rechtsextremen Personenpotenzials" ist darauf zurückzuführen, dass die circa 7.000 Mitglieder des AfD-"Flügels" nun als Rechtsextreme zählen.

United4Rescue: "Seenotrettung geht uns alle an!"

Immer mehr Organisationen in Deutschland setzen sich für die Rettung von Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer ein: Über 500 Bündnispartner bilden mittlerweile das Bündnis United4Rescue, das im Dezember 2019 gegründet wurde. Im Januar 2020 kaufte United4Rescue das Rettungsschiff "Sea-Watch 4" und stellte es der Rettungsorganisation Sea-Watch zur Verfügung. Anfang August soll das Schiff zu seiner ersten Mission auslaufen.

"Es reicht nicht, wenn Betroffenheit geäußert wird"

Sabine Dreßler ist als Oberkirchenrätin bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Menschenrechte, Migration und Integration zuständig. Außerdem ist sie Mitglied im Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche. Im Interview mit EKD.de spricht sie über ihre Erfahrungen im Apartheitsstaat Südafrika, strukturellen Rassismus im Deutschland der Gegenwart und was die Kirche dagegen tun kann.

Fünf Jahre nach dem Sommer der Flucht – #offengeht

Zivilgesellschaftliche Organisationen ziehen in einer von PRO ASYL, der Diakonie Hessen und dem Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz initiierten Erklärung eine Bilanz der Aufnahme von Flüchtlingen seit 2015. Der damalige lange Sommer der Flucht traf auf eine lebendige Humanität, Empathie und eine die Idee der Menschenrechte verwirklichende Zivilgesellschaft - und das zeigt bis heute: #offengeht!

Carola Rackete: "Menschen ertrinken, weil die EU es so will."

Vor einem Jahr steuerte Kapitänin Carola Rackete das Rettungsschiff Sea-Watch 3 mit 53 aus Seenot geretteten Menschen unautorisiert in den Hafen von Lampedusa. Die Kapitänin wurde vorübergehend festgenommen, im Januar 2020 entschied der Oberste Gerichtshof Italiens, dass dies nicht gerechtfertigt war. Trotz vieler Anfragen wird Rackete im Zusammenhang mit dem Jahrestag keine Interviews geben - in einem Statement erklärt sie, warum.

Gemeinsame Aktion: "Die größte Katastrophe ist das Vergessen"

Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe warnen eindringlich davor, das Völkerrecht und die Menschenrechte unter dem Vorwand der Corona-Krise zu beschränken. "Flüchtlinge sowie Binnenvertriebene dürfen während der Pandemie nicht vergessen werden. Ihre Rechte müssen gewahrt werden", fordern die beiden Hilfswerke. Am Weltflüchtlingstag (20. Juni) starteten sie ihre gemeinsame Aktion "Die größte Katastrophe ist das Vergessen".

"Deutschland kann und muss mehr Flüchtlinge aufnehmen"

Die Diakonie begrüßt den Beschluss der Innenministerkonferenz, 243 behandlungsbedürftige Kinder und Jugendliche und ihre Familien und damit insgesamt über 900 Personen aus griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen. Mit Blick auf den Weltflüchtlingstag am 20. Juni und zum Start der deutschen EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli spricht sie sich für eine engagiertere und menschenwürdigere Flüchtlingspolitik aus.

UN-Bericht: Rekordwert bei Menschen auf der Flucht

Die Zahl der Menschen auf der Flucht ist im vergangenen Jahr weltweit auf ein Rekordhoch gestiegen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind 79,5 Millionen Menschen auf der Flucht - mehr als ein Prozent der Weltbevölkerung. Das ist nicht nur ein Anstieg von fast neun Millionen Menschen zum Vorjahr. Es ist zugleich die größte Zahl an Vertriebenen, die das UNHCR in seiner 70-jährigen Geschichte je registriert hat.

„Das Problem heißt Rassismus und nicht Migration“

In einer Presseerklärung zur Frühjahrskonferenz der Innenminister vom 17. bis 19. Juni 2020 in Erfurt fordert ein Bündnis von Initiativen und Verbänden die Innenminister*innen und -senatoren auf, den längst überfälligen Paradigmenwechsel in der Bekämpfung von Rassismus zu vollziehen. Das Bündnis fordert unter anderem effektive Maßnahmen gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt und eine Kehrtwende in der Flüchtlings- und Migrationspolitik.

Corona-Krise: Mehr Schutz statt mehr Abschiebungsdruck

Anlässlich der Innenministerkonferenz, die noch bis zum 19. Juni in Erfurt stattfindet, appelliert die Diakonie Deutschland an Bund und Länder, die Aufnahme, Unterbringung und Beratung von Flüchtlingen in Deutschland und der EU zu verbessern. Die Situation in den griechischen Flüchtlingslagern sei nach wie vor katastrophal, und es müssten deutlich mehr Menschen als die aktuell 250 Kinder und ihre Angehörigen aufgenommen werden.

Studie: Kontakt mit Fremden vermindert Hassverbrechen

Fremdenfeindliche Straftaten sind umso seltener, je mehr Ausländerinnen und Ausländer in einer Region leben. Das zeigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Marburg und Osnabrück sowie des Bundeskriminalamts in einer empirischen Studie. Das Team um den Sozialpsychologen Professor Dr. Ulrich Wagner berichtet in der Fachzeitschrift Social Psychology Quarterly über seine Ergebnisse.

Bedford-Strohm: „Rassismus ist Gotteslästerung“

Mit einer Geste für den Frieden und gegen Rassismus hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, heute in seinem täglichen Facebook-Video an den bei einem Polizeieinsatz in Minnesota getöteten George Floyd erinnert: "Vor wenigen Stunden ist eine emotionale Trauerfeier in Houston zu Ende gegangen. Ich trauere mit den Angehörigen und Freunden von George Floyd und ich hoffe, dass sein Tod uns alle aufrüttelt, Rassismus zu überwinden und damit zu Friedensstiftern zu werden", so Bedford-Strohm. "Rassismus ist Gotteslästerung."

Konjunkturpaket: "Demokratische Anwort auf die Populisten"

Die Regierungskoalition hat sich auf ein Konjunkturpaket mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro geeinigt. Es sieht unter anderem eine befristete Senkung der Mehrwertsteuer, einen Kinderbonus, höhere Prämien für Elektroautos und ein Kredit-Sonderprogramm für gemeinnützige Organisationen vor. Die Reaktionen sind bisher überwiegend positiv, auch vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften und der Diakonie.

Zu wenig Schutz vor Corona in Flüchtlingsunterkünften

Mit Blick auf die jüngsten Corona-Ausbrüche in großen Flüchtlingsunterkünften mahnen die Diakonie Deutschland und der Deutsche Caritasverband einen verbesserten Schutz der dort lebenden Menschen vor dem Corona-Virus an. Eine Unterbringung in Großunterkünften sei gar nicht notwendig, weil viele Kommunen bereits ihre Unterstützung angeboten hätten, auch Diakonie und Caritas sowie kirchliche Tagungshäuser.

Corona-Infos für Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus

Es ist in den vergangenen Wochen viel getan worden, um Migranten in Deutschland mit den notwendigen Informationen zum Corona-Virus/Covid-19 zu versorgen, einschließlich mehrsprachiger Informationen für jene, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus und ohne ausreichende Deutschkenntnisse und/oder ohne Wohnsitz waren bislang jedoch kaum im Blick.

Geflüchtete: Appell an die hessische Landesregierung

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen appelliert mit 143 weiteren hessischen und bundesweiten Organisationen an die Landesregierung, ihren Worten endlich Taten folgen zu lassen. Die Unterzeichnenden fordern ein dauerhaftes Aufnahmeprogramm des Landes, das sichere und legale Zugangswege und eine Lebensperspektive für besonders verletzliche Menschen aus Flüchtlingslagern sichern soll.

Papstwort zum Welttag des Migranten und des Flüchtlings

Der von Papst Franziskus ausgerufene 106. "Welttag des Migranten und des Flüchtlings" findet in diesem Jahr am 27. September statt und ist Bestandteil der Interkulturellen Woche, die vom 27. September bis zum 4. Oktober läuft. In seiner Botschaft zum Welttag widmet sich Franziskus vor allem "dem Drama der Binnenvertriebenen, (...)  das die durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste weltweite Krise nochmals verschärft hat".

Am 14. Mai: Weltweite Aktion "Beten für die Menschheit"

Am 14. Mai rufen weltweit führende Religionsvertreter zu einem gemeinsamen Gebetstag auf. "Beten für die Menschheit" soll auch die Verbundenheit untereinander zeigen. Die Initiative ging vom "Hohen Komitee der menschlichen Brüderlichkeit" aus, das von den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Leben gerufen wurde. Das Gremium hatte den 14. Mai als weltweiten Gebetstag gegen die Corona-Pandemie vorgeschlagen.

Arbeitshilfe: Neue Wege in der Arbeit mit Geflüchteten

Der paritätische Gesamtverband hat eine Arbeitshilfe zum Thema "Unterstützungsarbeit mit Geflüchteten in Zeiten der Corona-Pandemie 2020 - Praxistipps zu Rahmenbedingungen und Nutzung onlinebasierter Kommunikation" veröffentlicht. Die Arbeitshilfe ist "work in progress" und wird bei Bedarf aktualisiert. Sie soll Anregungen für Berater*innen, Unterstützer*innen und weitere mit Geflüchteten Engagierten geben.

Urteil: Griechenland muss Geflüchtete aus Moria evakuieren

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Überstellung von vulnerablen Schutzsuchenden aus Moria, vertreten durch PRO ASYL/Refugee Support Aegan, in eine menschenwürdige Unterbringung angeordnet. Der Gerichtshof gewährt vorläufige Maßnahmen im Fall E.I. u.a. gegen Griechenland, um die sofortige Überstellung von insgesamt acht Personen aus Moria in eine angemessene Unterkunft sicherzustellen.

Mühsam aufgebaute Strukturen durch Corona-Krise in Gefahr

Die Corona-Pandemie gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern birgt auch viele weitere Risiken. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind längst in aller Munde, doch auch die sozialen und kulturellen Folgen dieser bisher einzigartigen Krise sind nicht zu unterschätzen. Mit Blick auf die Zukunft von Migrantenorganisationen äußert sich nun der Geschäftsführer des Multikulturellen Forums e. V., Kenan Küçük, besorgt.

Corona-Infos in 18 verschiedenen Sprachen

Auf der Internetseite der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz, gibt es Informationen zum Corona-Virus in verschiedenen Sprachen. Wichtigste Neuerung ist eine Kurzinformation zum Ausdrucken. Diese richtet sich vor allem an Menschen, die weniger online sind. Sie dient als niedrigschwellige Ansprache und verweist auf die genaueren Informationen auf der Internetseite.

Digitales Gespräch zur Seenotrettung auf dem Mittelmeer

Die Organisation United4Rescue lädt am Dienstag, 28. April, zu einem digitalen Gespräch zum Thema "Wie geht es weiter auf dem Mittelmeer" ein. Der Livestream mit Vertreterinnen von Ärzte ohne Grenzen und Sea-Watch startet um 18 Uhr. Diskutiert werden diese Fragen: Wie wird die Arbeit der Seenotretter in diesem Sommer aussehen? Welche politischen Spielräume gibt es noch für einen politischen Kurswechsel auf dem Mittelmeer?

Oster-Spendenaktion für Geflüchtete auf der Insel Lesbos

Mit der Spendenaktion "Ein Osterlicht für Moria" will der ehemalige Kultusminister in Bayern, Prof. Dr. Hans Maier, Geflüchteten auf Lesbos medizinische Hilfe zukommen lassen. Der Erlös geht an die Stiftung PRO ASYL, die sich zusammen mit den langjährigen Projektpartner*innen von Refugee Support Aegean (RSA) seit Jahren für ankommende Geflüchtete auf den griechischen Inseln einsetzt. Efi Latsoudi und PRO ASYL/RSA setzen die Hilfsaktion vor Ort um.

"Die überfüllten Lager müssen unverzüglich geräumt werden"

1500 Kinder will die Bundesregierung aus griechischen Flüchtlingslagern evakuieren, das hat der Koalitionsausschuss im März beschlossen. Nun sollen zunächst 50 unbegleitete Minderjährige nach Deutschland kommen – „sehr zeitnah“, wie die Bundesregierung diese Woche mitgeteilt hat. Für den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, ist das nicht genug.

Vorschläge für neue Asyl- und Migrationspolitik der EU

Die EU-Kommission will dafür in Kürze einen "Pakt für Migration und Asyl" vorstellen. Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) legt jetzt ein Positionspapier vor, das die Herausforderungen und Handlungsfelder benennt und Vorschläge für eine neue europäische Asyl- und Migrationspolitik macht, unter anderem den Ausbau der EU-Resettlement-Programme.

"Den Rassismus werden wir wohl nie ganz besiegen"

Am 8. April ist Romaday​! Und am 4. April vor 40 Jahren traten Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma in den Hungerstreik, um ein Zeichen zu setzen gegen ihre anhaltende Diskriminierung und Kriminalisierung. Viel wurde erreicht, aber noch immer erleben Sinti und Roma überall Vorurteile, Ausgrenzung und Benachteiligung. Hier lesen Sie ein Interview mit Romani Rose, dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. 

Neuerscheinung: Sammelband zum Thema Antiziganismus

Antiziganismus hat Tradition. Er ist trauriges Zeugnis einer Kontinuität von ausgrenzenden und menschenverachtenden Verhältnissen - und er wirkt seit Jahrhunderten in Deutschland und Europa. Ein neuer Sammelband mit Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis widmet sich nun dieser in Deutschland leider immer noch am meisten verbreiteten Form des Rassismus - und kann Anregungen für Veranstaltungen zum Thema im Rahmen der IKW geben.

Was wissen wir eigentlich über migrantische Väter?

Im Podcast "DiversityFM" spricht Fuzum Ghirmazion mit klugen und empowernden Menschen, mit stillen Held*innen des Alltags über sein Herzensthema Diversity. In dieser Folge vom Januar 2020 geht es mit Alexandros Stathopoulos, dem Geschäftsführer der Region Frankfurt des Verbandes binationaler Partnerschaften, um ein Thema, das im öffentlichen Bewusstsein bisher kaum Betrachtung findet: der migrantische Vater.

Corona-Infos für Geflüchtete und Unterstützer*innen

Angesichts der dynamischen Entwicklungen um das Coronavirus sammelt PRO ASYL auf einer Internetseite fortlaufend Informationen, die für Schutzsuchende und Ihre Unterstützer*innen von Relevanz sind. Die Organisation stellt dort Grundinformationen zum Corona-Virus und Hygienehinweise in mehreren Sprachen zur Verfügung sowie einen Newsticker mit aktuellen Meldungen zum Thema.

Corona-Infos in verschiedenen Sprachen

Das hessische Ministerium für Soziales und Integration hat eine Broschüre mit Informationen über das Corona-Virus und die Krankheit COVID-19 in verschiedene Sprachen übersetzt. Der Text ist erhältlich in Englisch, Polnisch, Dari, Arabisch, Russisch, Kurdisch und Türkisch. Spezifische Aussagen beziehen sich nur auf das Land Hessen, die meisten Informationen sind jedoch allgemein gültig und können bundesweit verwendet werden.

Appell: Neustart beim europäischen Asylsystem

Mit einer gemeinsamen Erklärung haben 22 Organisationen am 12. März 2020 zu den Vorschlägen der Bundesregierung vom Februar zu einer Reform des Europäischen Asylsystems Stellung bezogen. Die jüngste Eskalation auf den griechischen Inseln zeige, dass Grenzlösungen gescheitert seien. Es brauche nun einen auf Menschenrechten und Flüchtlingsschutz basierenden Neustart.

Integrationsbeiräte: "Wir fordern mehr Mut zur Demokratie!"

Die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel, verfügbare Kita-Plätze oder bezahlbarer Wohnraum – bei den anstehenden Kommunalwahlen 2020 spielen diese Themen in fast jeder Kommune für die Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Rolle -und zwar unabhängig davon, welche Staatsangehörigkeit sie haben. Dennoch werden die Menschen, die hier leben, aber keinen EU-Pass besitzen, von der Wahl ausgeschlossen.

Marx und Bedford-Strohm kritisieren Flüchtlingspolitik

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, und der Münchner Kardinal Reinhard Marx haben die europäische Flüchtlingspolitik als erbärmlich kritisiert. "Anstatt humanitäre Lösungen zu finden, bei denen alle Länder Europas Verantwortung übernehmen, hält man sich Männer, Frauen und Kinder, die Schutz suchen, mit Tränengas vom Leib", sagte Bedford-Strohm.

"Wir verkaufen billig, was uns menschlich macht"

"An der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei verkaufen wir in diesen Tagen unsere grundlegenden Werte: Menschenrechte und Menschlichkeit." Das sagte Pastorin Annette Behnke am Samstag im "Wort zum Sonntag" zum Umgang mit Geflüchteten an der griechisch-türkischen Grenze. Wir dokumentieren den gesamten Beitrag zusammen mit Statements von PRO ASYL und anderen. 

Pro Asyl und andere fordern Evakuierung von Flüchtlingen
PRO ASYL sowie Vertreter der Evangelischen Kirche fordern die Evakuierung aller Flüchtlinge von den griechischen Inseln und die sofortige Aufnahme Schutzsuchender in Deutschland und anderen EU-Staaten. PRO ASYL-Geschäftsführer Günter Burkhardt warnt eindringlich vor einer "Komplettauflösung rechtstaatlicher Verhältnisse an der griechischen Land- und Seegrenze", wo Geflüchtete mit Tränengas und Blendgranaten abgewehrt werden.
Bischof Dr. Georg Bätzing ist neuer Vorsitzender der DBK

Der Bischof von Limburg, Dr. Georg Bätzing, ist am 3. März 2020 zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gewählt worden. Die Vollversammlung hat somit einen Nachfolger für Kardinal Reinhard Marx gefunden. Bätzing ist für sechs Jahre gewählt. In der DBK ist er Vorsitzender der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog und Mitglied in der Kommission Weltkirche.

"Diese humanitäre Katastrophe ist politisch gemacht"

Die Situation im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos wird für die dort ausharrenden Menschen immer unerträglicher. In Lagern, die für 3.000 Menschen angelegt sind, sind derzeit mehr als 20.000 Flüchtlinge untergebracht. Vom 27. bis 29. Februar reiste eine Delegation aus Land, Kommune und Kirche nach Griechenland, um sich selbst einen Eindruck von der Situation vor Ort zu verschaffen.

"Ohne Repräsentanz keine wirksame Arbeit gegen Rassismus!"

Migrantenorganisationen haben nach dem Terroranschlag von Hanau konkrete Maßnahmen gegen Rassismus und Rechtsextremismus gefordert. In einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert die Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen (BKMO) mehr Menschen mit Migrationshintergrund in politischen Gremien.

"Demokratie und Menschenrechte verteidigen!"

Unter dem Eindruck der Mordtaten von Hanau ist am Samstag, 22. Februar, die bundesweite Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche in Erfurt zu Ende gegangen, an der rund 150 Haupt- und Ehrenamtliche aus dem ganzen Bundesgebiet teilnahmen. Am Freitag begann die Tagung mit einer Gedenkminute für die zehn Opfer. Außerdem verabschiedeten die Teilnehmenden diese schriftliche Äußerung: 

"Angriffe auf Moscheen sind Angriffe auf die Demokratie"

Laut Medienberichten plante eine vor Kurzem verhaftete Gruppe von Rechtsextremisten ein "Moscheen-Massaker" in zehn Bundesländern. Die Neonazis wollten offenbar nach dem Vorbild des Christchurch-Attentats möglichst viele betende Muslim*innen erschießen. Die "Neuen Deutschen Organisationen" (NDO) fordern ein entschiedenes Vorgehen gegen antimuslimischen Rassismus und Maßnahmen durch die Politik.

Bischofskonferenz: Marx tritt nicht mehr für Vorsitz an

Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz findet vom 2. bis 5. März 2020 in Mainz statt. Dabei ist auch die Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz vorgesehen. Der amtierende Vorsitzende, Kardinal Reinhard Marx, hat nun bekannt gegeben, dass er für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Unter anderem nennt er sein Alter als Grund für den Rückzug.

Großer Aktionstag "#WirHabenPlatz" am 8. Februar

Die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL rufen dazu auf, am morgigen bundesweiten Aktionstag der Seebrücke „#WirHabenPlatz“ teilzunehmen und fordern, unbegleitete Minderjährige und Familien mit Kindern aus den Lagern der griechischen Inseln in Deutschland aufzunehmen. Mit Aktionen in über 20 Städten gehen Seebrücke, Flüchtlingsräte, PRO ASYL und viele Unterstützenden auf die Straße.

Mehr als 10.000 Veranstaltungen für die Menschenwürde

Im Jahr 2020 werden in Deutschland mehr als 10.000 Veranstaltungen für die Menschenwürde stattfinden. Viel wird über Hass und Menschenfeindlichkeit berichtet. Doch viel stärker ist das Engagement der Zivilgesellschaft für ein menschenfreundliches Miteinander. Darauf haben die Mitglieder des Arbeitskreises Aktionstage für die Menschenwürde in einer Pressemitteilung hingewiesen.

Diskriminierung bei der Wohnungssuche ist Alltag in Deutschland

Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt sind ein verbreitetes Problem. Einer Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zufolge machten rund 15 Prozent aller Befragten, die in den vergangenen zehn Jahren auf Wohnungssuche waren, solche Erfahrungen – aus rassistischen Gründen, wegen der Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe oder der Herkunft aus einem anderen Land.

Jetzt bewerben: Förderpreise für interkulturellen Dialog

Dieses Jahr schreibt die Pill Mayer Stiftung gleich zwei Förderpreise für interkulturellen Dialog aus. Damit prämiert sie beispielhafte interkulturelle Kulturprojekte für junge Menschen. Die mit je 1000 € dotierten Auszeichnungen richten sich an regionale, überregionale und internationale Kulturengagierte. Angesprochen sind alle künstlerischen Ausdrucksformen, auch Museen und Ausstellungsmacher.

Auschwitz-Gedenktag: "Vor allen Opfern verneigen wir uns"

Mit einer gemeinsamen Erklärung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar erinnern der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, an die Opfer des Nationalsozialismus. Auch Diakonie-Präsident Ulrich Lilie äußert sich.

Caritas startet seine Kampagne 2020 "Sei gut, Mensch!"

"Wer Anderen Gutes tut und sein Handeln auf das Gemeinwohl ausrichtet, darf nicht verunglimpft werden", betont Caritas-Präsident Peter Neher zum Start der Caritas-Kampagne 2020 "Sei gut, Mensch!". "Wir wollen und dürfen die Deutungshoheit darüber, was 'gut' ist und was 'gute Menschen' sind, nicht denen überlassen, die den Begriff lächerlich und verächtlich machen", so Neher.

PRO ASYL und andere kritisieren Bundesregierung

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius wirbt dafür, unbegleitete Kinder und Jugendliche von den griechischen Inseln in Deutschland aufzunehmen. Die Reaktionen auf diese Idee fallen bisher bestenfalls verhalten aus. Landesflüchtlingsräte, PRO ASYL und der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF) kritisieren nun die Bundesregierung für ihre Blockadehaltung.

Bündnis "United4Rescue" besichtigte Schiff in Kiel

Das mittlerweile von über 250 Organisationen getragene gesellschaftliche Bündnis "United4Rescue – Gemeinsam Retten!" hat am Mittwoch, 16. Januar, auf der Suche nach einem geeigneten Rettungsschiff das Schiff "Poseidon" in Kiel besichtigt und wird sich am Bieterverfahren beteiligen. Dem Spendenaufruf des Bündnisses waren zuvor über 2500 Menschen und Organisationen gefolgt.

Eine Spende schlägt Wellen: Kardinal Marx hilft Seenotrettern

Wie zu erwarten: Kaum war bekannt, dass Kardinal Reinhard Marx erneut eine Spende für die Seenotrettung auf dem Mittelmeer veranlasst hat, brach der nächste Shitstorm los. Neben Kritik und Lob kam immer wieder die Frage: Darf der das? Unterdessen hat die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland ihre Kirchenkreise, Gemeinden, kirchlichen Institutionen und Werke aufgefordert, „United4Rescue“ beizutreten.

Eine Chance für Vielfalt in der öffentlichen Verwaltung

Menschen mit Migrationshintergrund sind in Behörden deutlich unterrepräsentiert. Um das zu ändern, bedarf es erheblicher Anstrengungen. Das ist eine Erkenntnis einer Studie zu den Chancen für die interkulturelle Öffnung der Verwaltung. Eine Chance könnte in den geburtenstarken Jahrgängen der Babyboomer-Generation liegen, die bald in Rente gehen und so für Neueinstellungen sorgen.

Wohlfahrtsverbände fordern: Geflüchtete großzügig aufnehmen

Mit Blick auf das in Genf tagende Globale Flüchtlingsforum haben Außenminister Heiko Maas (SPD), der Deutsche Caritasverband und die Diakonie zu einer großzügigen Aufnahme von Geflüchteten aufgerufen. Die Staatengemeinschaft sollte sich klar dazu bekennen, aus extremen Notlagen Geflüchtete im Rahmen des sogenannten Resettlements aufzunehmen, sagte etwa Caritaspräsident Peter Neher.

Kirchenführer beten mit Geflüchteten und Rettern

Mit eindringlichen Worten haben der Vorsitzende der Freisinger und der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der bayerische evangelisch-lutherische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, am Samstag (14. Dezember 2019) bei einem ökumenischen Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom dazu aufgerufen, dem Sterben im Mittelmeer ein Ende zu setzen.

Verband fordert weniger Bürokratie beim Familiennachzug

Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. In Artikel 16 (3) steht: Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat. So der Anspruch. Die Wirklichkeit sehe für viele Familien jedoch anders aus, konstatiert Hiltrud Stöcker-Zafari vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften.

Aktionsbündnis "United4Rescue" wurde gegründet

In Hamburg hat sich am 3. Dezember das Aktionsbündnis "United4Rescue - Gemeinsam Retten!" konstituiert. Es unterstützt die zivilen Organisationen, die im Mittelmeer Menschen auf der Flucht vor dem Ertrinken retten. Ein erstes Projekt des Bündnisses sieht vor, im kommenden Jahr ein zusätzliches Seenotrettungsschiff ins Mittelmeer zu entsenden. Das hatte der Evangelische Kirchentag im Juni gefordert.

Auszeichnung für Zwickauer Oberbürgermeisterin

Kommunalpolitiker stehen in den vergangenen Jahren immer häufiger im Kreuzfeuer, wenn sie sich gegen rechte Gewalt und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit stellen oder sich für Flüchtlinge einsetzen. Die Zwickauer Oberbürgermeisterin Dr. Pia Fleiß setzt sich seit Jahren für ein angemessenes Gedenken an die Opfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) ein - und wurde dafür jetzt ausgezeichnet.  

Häufiger mehrsprachig vorlesen: Arbeitshilfe gibt Tipps

Am 15. November rufen DIE ZEIT, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung dazu auf, ein Zeichen für das Vorlesen zu setzen. Am Vorlesetag beteiligen sich zahlreiche Initiativen, Einzelpersonen, Firmen, Verbände, Vereine oder Bibliotheken. Immer häufiger wird dabei auch mehrsprachig vorgelesen. Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften hat genau dafür eine Arbeitshilfe erstellt.

Erste Einreisen im Pilotprogramm „Neustart im Team“

Am 7. November sind die ersten besonders schutzbedürftigen Flüchtlinge im Pilotprogramm "Neustart im Team" (NesT) nach Deutschland eingereist. Zwei junge syrische Frauen erhalten nun durch das Pilotprogramm in Deutschland Schutz. Eine Mentorengruppe von fünf Personen stellt den beiden Frauen mit Unterstützung des Erzbistums Köln eine Wohnung zur Verfügung und wird sie weiter unterstützen.

Neues „Handbuch Islam und Muslime“ veröffentlicht

Was wissen wir über den Islam als Weltreligion und die Muslime, die in Deutschland leben? Wie sind sie organisiert? Und welche Rolle spielen islamisch begründeter Extremismus auf der einen und Islamfeindlichkeit auf der anderen Seite? Auf diese und viele weitere Fragen will der "Mediendienst Integration" mit seinem neuen Nachschlagewerk „Handbuch Islam und Muslime“ Antworten geben.

Kirche gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus

"Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) steht mit vielen anderen in Deutschland für eine auf der unverlierbaren Würde jedes Menschen gründende, offene, tolerante und gerechte Gesellschaft. Deshalb kann die EKD sich nicht neutral verhalten, wenn Menschen ausgegrenzt, verachtet, verfolgt oder bedroht werden." So steht es in der Einleitung einer neuen Themenseite auf www.ekd.de.

Leben retten und Zusammenleben gestalten

Anfang Mai gab die Bundesregierung den Startschuss für das Pilotprojekt "Neustart im Team" (NesT), ein Aufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge. Dahinter verbirgt sich ein "Community Sponsorship Program": Individuen, Gruppen oder Vereine bzw. NGOs übernehmen dabei für einen begrenzten Zeitraum die finanzielle und soziale Verantwortung für eine Familie oder einen Flüchtling.

Bestürzung und Mahnung nach Anschlag in Halle

Die Kirchen in Deutschland, Religionsgemeinschaften und und weitere Institutionen haben sich nach dem Terroranschlag in Halle bestürzt gezeigt und vor einem Anstieg von Antisemitismus und Rassismus in Deutschland gewarnt. Wir dokumentieren hier einige Stellungnahmen von Institutionen, die auch im Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche vertreten sind.

Forderung: Minderjährige Flüchtlinge aufnehmen

Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften hat gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen - darunter die Diakonie Deutschland und PRO ASYL - die Bundeskanzlerin und den Bundesinnenminister gebeten, sich für die Aufnahme  geflüchteter Kinder und Jugendlicher aus Griechenland und für die Familienzusammenführung mit Angehörigen in Deutschland einzusetzen.

Rund 1000 Moscheen öffnen am 3. Oktober ihre Türen

Rund 1000 muslimische Gotteshäuser in Deutschland öffnen am diesjährigen "Tag der offenen Moschee" (TOM) am 3. Oktober  wieder ihre Türen. Motto ist in diesem Jahr "Menschen machen Heimat/en". Dabei möchten Muslime mit Bürgerinnen und Bürgerinnen aus ihrer Nachbarschaft ins Gespräch kommen, vor allem zur Frage "Was ist Heimat?" Denn genau das wird aktuell sehr leidenschaftlich, vielseitig und ambivalent diskutiert. 

IKW 2019 mit ökumenischem Gottesdienst eröffnet

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Moritzkirche in Halle an der Saale ist am 22. September 2019 die 44. Interkulturelle Woche eröffnet worden. Am Montag, 23. September, steht ein großes Fest auf dem Hallenser Marktplatz auf dem Programm, bei dem das friedliche Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft in Deutschland im Mittelpunkt steht.

Warum Deutschland auch nach 44 Jahren immer noch eine Interkulturelle Woche braucht

Die Interkulturelle Woche ist auch nach 44 Jahren hochaktuell und vermutlich erforderlicher denn je: In Deutschland und Europa sinkt die Hemmschwelle für Rassismus in Worten und Taten. Ein Gastbeitrag von Friederike Ekol im MIGAZIN

Postkarten als Protest gegen das Sterben im Mittelmeer

"Wir brauchen einen Plan" - das ist der Titel einer neuen Kampagne der Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL. Dabei sollen möglichst viele Protestpostkarten an die designierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geschickt werden mit der Aufforderung, das Sterben im Mittelmeer zu stoppen. Die Aktion kann gut im Rahmen der Interkulturellen Woche aufgegriffen werden, zum Beispiel am "Tag des Flüchtlings" am 27. September. 

Bedford-Strohm: "Wir wollen ein Schiff schicken!"

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will ein eigenes Schiff zur Seenotrettung ins Mittelmeer schicken. Das gab der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, am 12. September in der Bundespressekonferenz zusammen mit Vertrern und Vertreterinnen von Rettungs- und Hilfsorganisationen, Kommunen sowie der SEEBRÜCKE-Bewegung bekannt.

Die Stadt Halle (Saale) lädt zur IKW 2019 ein!

Wenn am Sonntag, 22. September 2019, die Interkulturelle Woche (IKW) beginnt, dann wird in Halle (Saale) besonders gefeiert: Die Stadt gestaltet als Gastgeber die bundesweite Auftaktveranstaltung der IKW, die vom 22. bis 29. September im gesamten Bundesgebiet stattfindet. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“. Es wird über 5.000 Veranstaltungen an mehr als 500 Orten im gesamten Bundesgebiet geben.

Offener Brief an Seehofer zum "Tag des Kirchenasyls"

Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Asyl in der Kirche ruft den 30. August zum Tag des Kirchenasyls aus und veröffentlicht aus diesem Anlass einen Offenen Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer. Darin fordern sie den Bundesinnenminister auf, die humanitäre Praxis des Kirchenasyls zu respektieren und zu einer lösungsorientierten Haltung zurückzukehren.

EKD will Bündnis für Rettungsschiff im Mittelmeer

Die Evangelische Kirche soll selbst ein Rettungsschiff ins Mittelmeer schicken. Das wurde in einer Resolution beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund im Juni gefordert. Jetzt will die Evangelische Kirche Deutschland ein Bündnis schmieden, um genau das zu verwirklichen. Einen ersten Unterstützer gibt es schon: Die Evangelisch-Reformierte Kirche stellt 15.000 Euro bereit.

BAG K+R-Tagung am 5. und 6. Oktober - Jetzt anmelden

“Mehr Theologie wagen. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Herausforderung für christliches Handeln.“ So lautet der Titel des diesjährigen Forums der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R), das am 4./5. Oktober in Bad Boll stattfindet. Diskutiert wird unter anderem über Antisemitismus, Antiziganismus und Rechtspopulismus. 

"Geordnete-Rückkehr-Gesetz" verletzt Menschenrecht

Am 20. August wurde das Zweite Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht, das sogenannte "Geordnete-Rückkehr-Gesetz", verkündet. Es tritt am 21. August 2019 in Kraft. Mit ihm sind zahlreiche Verschärfungen für Schutzsuchende verbunden. Das verletzt das Recht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum, sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.

#Unteilbar-Demo: Eigener Block „Kirche, Diakonie & Caritas"

Die Initiativen Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, DeutschPlus, Pro Asyl, der Zentralrat der Muslime und viele andere Organisationen und Einzelpersonen haben sich dem  #Unteilbar-Bündnis angeschlossen und rufen zur bundesweiten  #Unteilbar-Demo am 24. August in Dresden im Vorfeld der Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen auf.

Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau

Der Bürgerrechtler Jesse Jackson, Präsident der Rainbow/PUSH Coalition (RPC), und Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, unterzeichnen am 2. August in Auschwitz-Birkenau einen Appell zu Engagement für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie und gegen jede Form von Rassismus.

 

Neue Broschüre: Kirche entdecken - auf Arabisch und Englisch

„Willkommen in der Evangelischen Kirche“ heißt eine neue, 40 Seiten starke Broschüre im Hosentaschen-Format. Sie vermittelt kompaktes Wissen darüber, was es in einem Kirchengebäude zu entdecken gibt. Und das gleich mehrsprachig: in der ersten Auflage wahlweise auf Deutsch und Arabisch sowie Deutsch und Englisch.

Wir suchen Verstärkung für den ÖVA: 2 Stellenangebote

Ab 1. September sind in der Geschäftsstelle des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Interkulturellen Woche in Frankfurt/Main zwei Stellen frei: in den Bereichen Sachbearbeitung und Veranstaltungsorganisation (25 Stunden/Woche) sowie im Bereich Finanzverwaltung und Adresspflege (15 Stunden/Woche). Bewerbungsschluss ist der 9. August.

Widmann-Mauz: „Seenotrettung ist menschliche Pflicht“

"Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer zu retten, ist nicht nur eine rechtliche, sondern auch unsere menschliche Pflicht. Wer dieser Verpflichtung nachkommt, darf nicht kriminalisiert werden." Das sagte die Staatsministerin für Integration, Annette Widmann-Mauz, bei einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister von Rottendorf, Stephan Neher. Gleichzeitig müssten Fluchtursachen entschlossen bekämpft werden.

Heinrich Bedford-Strohm: "Jetzt müssen Taten folgen!"

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat den Vorschlag von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) begrüßt, demzufolge Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Flüchtlingsrettung einnehmen soll. "Jetzt müssen Taten folgen und zwar so schnell wie möglich", sagte der bayerische Landesbischof dem Radiosender Bayern2.

Neue Studie: "Europa als Ziel? Die Zukunft der globalen Migration"

In einer neuen Studie hat das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung untersucht, welche Faktoren künftig weltweite Wanderungen beeinflussen, wie sie sich bis 2030 entwickeln könnten und was das für die Zuwanderung in die EU bedeutet. Denn angesichts der demografischen Entwicklung der EU wäre mehr Zuwanderung durchaus wünschenswert.

Twitter: Härteres Durchgreifen gegen Beleidigungen von Religionen

"Plage", "Krankheit", "Ungeziefer": Auf Twitter konnte bisher fast ungehindert Hass gegen Religionsgemeinschaften geschürt werden. Dagegen will der Kurznachrichtendienst mit strengeren Regeln vorgehen. Das hatten tausende Nutzer gefordert. Nun weitet Twitter die eigene Definition von "Hate speech" aus.

Shitstorm-"Feuerwehr" will Betroffene unterstützen

Eine neu gegründete gemeinnützige Organisation will künftig Betroffenen von Hasskommentaren im Netz helfen. Bei "Hate Aid" stehen neben einer Beratung und psychologischer Hilfe auch IT-Spezialisten und Rechtsanwälte bereit. Erstrittene Schmerzensgelder fließen wieder zurück in die Prozesskostenfinanzierung.

Bedford-Strohm unterstützt Seebrücken-Demos

Am morgigen Samstag (6.7.2019) finden in zahlreichen Städten Deutschlands Demonstrationen statt, um auf die nach wie vor katastrophale Situation von Seenotrettung im Mittelmeer aufmerksam zu machen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, unterstützt das Engagement der Seebrücke.

SEEBRÜCKE-Demos am 06.07.19 in über 60 Städten

Tausende werden am Samstag, dem 6. Juli, ein klares Zeichen für die Rechte von Geflüchteten und gegen Kriminalisierung von Seenotrettung bei Demonstrationen setzen. In über 60 Städten sind Demonstrationen der SEEBRÜCKE-Bewegung angemeldet. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, unterstützt das Engagement der Seebrücke.

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit widersprechen der Botschaft Jesu

Auf Einladung der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz waren etwa 150 Praktiker*innen, Expert*innen und Ehrenamtliche zum Vierten Katholischen Flüchtlingsgipfe in Essen zusammengekommen, um über Fremdenfeindlichkeit als Herausforderung der kirchlichen Flüchtlingshilfe zu diskutieren.

EKD und KRM erteilen Hass und Hetze eine Absage

»Glaube beheimatet und öffnet« sowie »Hass und Hetze dürfen hier keinen Platz haben» - betonen die Vertreter*innen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) bei ihrem jährlichen Spitzentreffen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand dabei das Thema „Religiöse Heimat und Identität“.

Bedford-Strohm: "Punktsieg für Rechtsstaatlichkeit und Menschlichkeit"

EKD-Ratsvorsitzender begrüßt die Freilassung der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete in Italien: "... Viele Menschen in Politik und Zivilgesellschaft haben diese Grundorientierungen in den letzten Tagen stark gemacht und damit Flagge gezeigt..:"

Diakonie: Flüchtlinge in Seenot - geregelte Verfahren nötig

Flüchtlinge in Seenot retten, aufnehmen und begleiten - geregelte Verfahren sind notwendig! Anlässlich der Aufnahme von im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge und der Studie "Europa als Ziel? Die Zukunft der globalen Migration" des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung äußert sich Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik.

Caritas startet Projekt zu gelungenen Integrationsgeschichten

Die Caritas hat anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2019 das Projekt "Gute Beispiele der Teilhabe. Integrationsgeschichten" gestartet. Unter www.caritas.de/integrationsgeschichten sind Filme, Videostatements, Hörreportagen und rund 20 Texte veröffentlicht. Bis Jahresende können Interessierte weitere Geschichten über die Webseite einreichen.

Empörung über die Festnahme der „Sea-Watch 3“- Kapitänin

EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm: „Eine Schande für Europa!“. Die Festnahme der deutschen „Sea-Watch“-Kapitänin Carola Rackete am Morgen des 29. Juni in Lampedusa durch italienische Behörden hat in Deutschland vielfach Empörung ausgelöst. Sie hatte das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ mit 40 Flüchtlingen in den Hafen der italienischen Insel gesteuert.

Bedford-Strohm und Sea-Watch werden Ehrenbürger

Während Italiens Innenminister Salvini den Konflikt um das private Seenotrettungsschiff Sea-Watch 3 immer weiter anheizt, setzt Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando derweil ein ganz anderes Zeichen. Er hat den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und die Seenotrettungs-Organisation Sea-Watch mit der Ehrenbürgerwürde der sizilianischen Stadt ausgezeichnet.

Deutschlands Bischöfe gegen Rechtspopulismus

Die deutschen Bischöfe sind besorgt: Rechtspopulistische Tendenzen reichen inzwischen immer weiter auch in die Kirche hinein. Deshalb hat die DBK ein Arbeitspapier zum kirchlichen Umgang mit dieser Entwicklung vorgestellt. Das Dokument versteht sich als Leitfaden für Gemeinden, um dem Populismus zu widerstehen.

UN fordern Aufnahme der Flüchtlinge von Rettungsschiff

Wieder hat das Schiff „Sea-Watch 3“ Flüchtlinge im Mittelmeer vor Lampedusa vor dem Ertrinken gerettet. Und wieder bleiben die Häfen gesperrt. Unter den 43 Geretteten befinden sich auch drei unbegleitete Kinder. Die UN und zahlreiche deutsche Städte fordern schnelles Handeln und Verantwortungsübernahme von der Politik.

Staatsangehörige „Zweiter Klasse“ auf Widerruf – Regierung setzt falsche Signale

Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften fordert die Parlamentarier*innen auf, der Verschärfung des Staatsangehörigkeitsrechts nicht zuzustimmen. Am 24. Juni 2019 werden die Sachverständigen zu den geplanten Änderungen gehört, am 26. Juni soll die Abstimmung im Deutschen Bundestag erfolgen.

Kirchentag: Rettungsschiff der Kirche für Flüchtlinge gefordert

Teilnehmende des Kirchentages in Dortmund haben ein eigenes Rettungsschiff der Kirche für Flüchtlinge gefordert. In einer Petition, die auf der Seite "change.org" unterzeichnet werden kann, wird an die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) appelliert, selbst ein Schiff ins Mittelmeer zu schicken.

„Europa verliert seine Seele“: Bedford-Strohm und Orlando auf dem Kirchentag.

Europa verliert seine Seele, wenn es jetzt nicht handelt.“ Mit deutlichen Worten haben der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando am Weltflüchtlingstag auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund eine europäische Lösung für die Seenotrettung im Mittelmeer gefordert.

Bootsflüchtlinge in Kommunen aufnehmen!

und solidarisch in Europa verteilen! Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni fordert die Diakonie Deutschland, dass nun auch die verbliebenen Bootsflüchtlinge auf der Seawatch 3 in Lampedusa aufgenommen werden. "Viele Städte in Europa bieten sich an, ... gerettete Menschen aufzunehmen, werden daran aber von den europäischen Regierungen gehindert..."

Kirchentag: EKD-Ratsvorsitzender aktiv bei der Menschenkette

An einer Menschenkette für den Frieden am Samstag, 22. Juni, ab 13.30 Uhr auf dem evangelischen Kirchentag in Dortmund wird sich auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, beteiligen.

Kirchentag: Gemeinsam für offene Häfen in Europa

Neue Veranstaltung aus aktuellem Anlass: Der Kirchentag setzt mit einer kurzfristig angesetzten Sonderveranstaltung ein Zeichen für die zivile Seenotrettung und für Schaffung von „Sicheren Häfen“ in Deutschland und Europa! Leoluca Orlando, Bürgermeister von Palermo, wird u.a. gemeinsam mit Heinrich Bedford-Strom und Carola Rackete, Kapitänin der Sea-Watch 3, ein Zeichen setzen.

Neue App hilft, Stammtischparolen zu kontern
Was denken Europäer über die Religionsfreiheit?

Im Religionsmonitor untersucht die Bertelsmann Stiftung, welche Rolle Religion und die zunehmende religiöse Vielfalt in europäischen Gesellschaften spielen. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums des Grundgesetzes nimmt der Religionsmonitor die Religionsfreiheit in den Blick: Wie steht die Bevölkerung in Deutschland und in anderen Ländern Europas zu diesem elementaren Recht?

Sea-Eye und Sea-Watch gründen Initiative „Kirche rettet“

Die Hilfsorganisationen Sea-Eye und Sea-Watch haben die Initiative „Kirche rettet“ ins Leben gerufen. Sie wollten damit den Kirchen in Deutschland für ihre Unterstützung danken und das Engagement sichtbar machen, teilte Sea-Eye in Regensburg mit. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) etwa unterstützt ein Suchflugzeug mit 100.000 Euro.

Neue Website gegen Antisemitismus im Alltag

Die Website www.stopantisemitismus.de informiert über Antisemitismus im Alltag und unterstützt Betroffene und Zeugen antisemitischer Vorfälle. Sie gibt Menschen Werkzeuge an die Hand, die sich einbringen wollen, aber nicht wissen wie und wo sie Unterstützung finden. Auf der Website finden sie Informationen, Handlungsempfehlungen und Argumentationshilfen.

Diakonie unterstützt Tag der Offenen Gesellschaft

Am 15. Juni findet zum dritten Mal der "Tag der Offenen Gesellschaft" statt. Die Diakonie Deutschland ruft als Veranstaltungspartner ihre Einrichtungen und Träger zum Mitmachen auf, um damit ein Zeichen zu setzen für Freiheit, Vielfalt und Toleranz. Denn: Eine offene Gesellschaft verlangt Diskussion und Haltung!

Neue Homepage zum Welttag des Migranten und Flüchtlings

Die katholische Kirche ruft seit 1914 jährlich zum "Welttag des Migranten und Flüchtlings" auf. Papst Franziskus hat den Tag von Januar auf den letzten Sonntag im September verlegt (29.) - damit findet er im Zeitraum der Interkulturellen Woche statt. Für 2019 hat Papst Franziskus das Motto "Es geht nicht nur um Migranten" ausgesucht.

Offener Brief kritisiert das "Geordnete-Rückkehr-Gesetz"

Ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen - darunter PRO ASYL, die Diakonie und der Verband binationaler Familien und Partnerschaften - fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestages in einem offenen Brief auf, dem "Geordnete-Rückkehr-Gesetz" ihre Zustimmung zu verweigern.

Palermo Appell: Eine gemeinsame Erklärung und ein Video

"2019 darf nicht zu einem verlorenen Jahr für die Seenotrettung im Mittelmeer werden ... Wir brauchen noch in diesem Sommer eine politische Notlösung“, erklären der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, und Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando in einer gemeinsamen Erklärung.

EKD-Vorsitzender informiert sich vor Ort über Seenotrettung

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, ist derzeit in Sizilien, um sich vor Ort über den Stand von zivilen Seenotrettungs- und Hilfs-Projekten für Geflüchtete zu informieren. Er spricht sich für verstärkte internationale Anstrengungen bei der Rettung und Aufnahme von Geflüchteten aus.

Botschaft von Papst Franziskus zum 105. Welttag des Migranten und des Flüchtlings 2019

Der Umgang mit Migranten und Flüchtlingen ist nach Meinung von Papst Franziskus eine Schlüsselfrage für die Zukunft der Menschheit. So seien auch die globalen Ziele einer nachhaltigen Entwicklung ohne Aufnahme und Integration von Migranten nicht zu erreichen.
 

Diakonie: Gute Nachbarschaft fördert Zusammenhalt

Heute feiern bundesweit Nachbarn miteinander. Mehr als 2.500 Nachbarschaftsfeste finden in Deutschland statt. Der Tag der Nachbarn ist eine Initiative der Stiftung nebenan.de, die unter anderem von der Diakonie Deutschland unterstützt wird.

Aufruf der "Allianz für Weltoffenheit" zur Europawahl

Die „Allianz für Weltoffenheit“ ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Europawahl am 26. Mai zu beteiligen und mit ihrer Stimme die demokratischen und proeuropäischen Parteien im Europäischen Parlament zu stärken.

Pressemitteilung: Gemeinsames Wort der Kirchen zur IKW 2019

In einem Gemeinsamen Wort der Kirchen laden die Vorsitzenden der drei großen Kirchen in Deutschland zur Teilnahme an der 44. Interkulturellen Woche ein. Sie findet vom 22. bis 29. September 2019 statt und steht unter dem Leitthema: „Zusammen leben, zusammen wachsen“.

70 Jahre Grundgesetz - Ein Grund zum Feiern und Fordern

Das Grundgesetz wird 70 Jahre alt. Für den Verband binationaler Familien und Partnerschaften ist das ein Grund zum Feiern – und zum Fordern.  Besonders Artikel 6 des Grundgesetzes, der sich mit der Familie beschäftigt, treibt die Organisation um.

EKD: Scharfe Kritik an Sea-Watch-Beschlagnahmung

„Die Kriminalisierung der Seenot-Rettung muss ein Ende haben“ – EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm kritisiert Beschlagnahmung der Sea-Watch und geplante Gesetzes-Verschärfungen für zivile Seenot-Rettungskräfte in Italien.

Diakonie startet Sozial-O-Mat zur Europawahl am 26. Mai

Beim Sozial-O-Mat zur Europawahl können die Nutzer ihre Ansichten mit den Positionen von sechs Parteien abgleichen. Die Themen sind: Faire Lebensbedingungen, Lernen und Arbeiten, Wirtschaft sowie Flucht und Migration.

Deine Stimme gegen Nationalismus! Am 19. Mai: Großdemos in Europa

Ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus mehr als 60 Organisationen und Initiativen plant für den 19. Mai Großdemonstrationen in sieben Städten Deutschlands. Das Motto lautet „Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus!“

Dieses Engagement ist vorbildlich und preiswürdig

Das Projekt „Global Village: Weltort Lennep“ der Katholischen Pfarrgemeinde St. Bonaventura und Hl. Kreuz in Remscheid-Lennep erhält am 4. Juli in Essen den den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Kirchen wünschen Muslimen friedlichen Ramadan

Zum Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan haben die beiden großen Kirchen den Muslimen in Deutschland eine ungestörte und friedliche Zeit gewünscht. Der Fastenmonat beginnt am 6. Mai und endet am 3. Juni.

Mittelmeer gefährlicher denn je: Schon 257 Tote dieses Jahr

Die zentrale Fluchtroute über das Mittelmeer ist gefährlicher denn je, seit Jahresbeginn kamen 257 Menschen ums Leben. Menschenrechtler fordern, die libysche Seenotrettungszone Malta zu übertragen.

Warum die Europawahl für Christ*innen wichtig ist

Das erklärt die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus (BAG K+R) in einem Aufruf. Der Text kann für kirchliche Publikationen (z.B. im Gemeindebrief) verwendet werden.

Bedford-Strohm: Einstellung von "Sophia" ist "eine moralische Bankrotterklärung"

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hält die Einstellung der Rettungsmission "Sophia" auf dem Mittelmeer für eine moralische Bankrotterklärung der Europäischen Union.

Diakonie kritisiert "Geordnete-Rückkehr-Gesetz"

Die Diakonie Deutschland kritisiert das "Geordnete-Rückkehr-Gesetz", das heute im Kabinett beschlossen werden soll. "So unbestritten die Notwendigkeit einer Mitwirkung der Betroffenen bei Identitätsklärung ist, so befremdlich ist die Art, wie jetzt im Hauruck-Verfahren und ohne Auswertung bereits bestehender Maßnahmen gehandelt werden soll", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lille.

"Osterappell" von Abgeordneten: Im "inneren Kreis der Hölle"

In einem "Osterappell" haben Abgeordnete von CDU, SPD, Grünen, Linken und FDP die Bundesregierung aufgefordert, sich für den Aufbau eines europäischen Seenotrettungsdienstes im Mittelmeer einzusetzen.

Aktuelle Fragen des Kirchansyls

Die Deutsche Bischofskonferenz hat die zweite Auflage ihrer Handreichung zu aktuellen Fragen des Kirchenasyls veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die aktualisierte Fassung eines Dokuments, das vor vier Jahren auf Initiative der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz erschienen ist.

Gemeinsames Wort „Vertrauen in die Demokratie stärken“

Die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche Deutschlands haben das Gemeinsame Wort „Vertrauen in die Demokratie stärken“ veröffentlicht. Es steht auf der Grundlage und in der Nachfolge des Gemeinsamen Wortes „Demokratie braucht Tugenden“ aus dem Jahr 2006.