Bündnis gegen Rechts mit Auftakt-Aktion in Berlin

Bündnis gegen Rechts mit Auftakt-Aktion in Berlin

Quelle: PRO ASYL / Diakonie Deutschland

Gemeinsame Abstimmungen demokratischer Parteien mit der AfD, asylpolitische Verschärfungen und die aktuelle Correctiv-Recherche zu rechtsextremistischen Deportationsplänen machen deutlich: Die Brandmauer von demokratischen Parteien gegen Rechts bröckelt enorm.

Als Reaktion auf diese Entwicklungen und mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen in Deutschland und Europa, haben in kürzester Zeit bereits über 160 Organisationen den Aufruf "Hand in Hand: Jetzt solidarisch aktiv werden" unterschrieben. Dieses neu gegründete Bündnis appelliert an die Zivilgesellschaft, ihre Stimme für Demokratie und Menschenrechte und gegen Ausgrenzung und Hass zu erheben.

Großdemonstration in Berlin am 3. Februar

Den Auftakt bildet eine Großdemonstration am Samstag, 3. Februar, vor dem Bundestag. Mit der Aktion will das Bündnis die Zivilgesellschaft dazu aufrufen, was politische Parteien derzeit nicht schaffen: Demokratie und Menschenrechte gegen rechte Ideologien und Populismus zu verteidigen. Bereits in den vergangenen Tagen sind Zehntausende Menschen in Berlin und deutschlandweit gegen Rechts auf die Straße gegangen.

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Wer? Bündnis "Hand in Hand", bestehend aus vielen unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen
Was? Kundgebung und Menschenkette als „menschliche Brandmauer“ um den Bundestag
Wo?   Wiese vor dem Bundestag
Wann? Samstag, 3. Februar, 13 Uhr (Beginn der Kundgebung)

Auch die Die Diakonie Deutschland ruft dazu auf, sich an den zahlreichen Demonstrationen in Deutschland gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Ausgrenzung zu beteiligen. "Diese Ideologie darf sich nicht durchsetzen", unterstreicht Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch: "Wir müssen in einem breiten Bündnis von Demokratinnen und Demokraten dagegenhalten." Die Recherchen von Correctiv hätten offensichtlich gemacht, dass rassistische Ideologien endgültig in der AfD angekommen seien: "Dieser menschenverachtende Hass bedroht den Kern unserer Demokratie - die faire Teilhabe aller Menschen, unabhängig von Herkunft, Einkommens, Weltanschauung, Geschlecht oder Alter."

"Klare Kante gegen rechts: Dafür stehen wir mit vielen anderen in unserem Land." Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch

"Als sozialer Dienst der evangelischen Kirchen tritt die Diakonie entschieden ein für die unteilbare Menschenwürde aller und eine offene und solidarische Gesellschaft", sagt Schuch. "Dafür stehen wir mit unseren vielen Einrichtungen und Diensten im gesamten Land mit ihren Hunderttausenden Mitarbeitenden. Sie setzen sich mit ihrer Arbeit täglich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein."  Er unterstreicht: "Klare Kante gegen rechts: Dafür stehen wir mit vielen anderen in unserem Land."

"Sprechen Sie miteinander, verabreden Sie sich – in Betrieben, sozialen Einrichtungen, Schulen, überall. Und gehen sie gemeinsam auf die Straße", sagt Schuch.

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Diakonie Deutschland
Kathrin Klinkusch, Pressesprecherin
Telefon: 030 / 652111780
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