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Aktuelles

Seit zehn Jahren geben Social-Media-Unternehmen an, Hassrede regulieren zu wollen und entsprechende Moderationsvorgaben umzusetzen. Beim Thema Antisemitismus führt das leider zu keiner Besserung der Situation: Jede Form von Antisemitismus findet sich ohne große Mühe auf allen Sozialen Netzwerken. Das zeigt eindrücklich ein neuer Report, der in Zusammenarbeit mit mehreren Organisationen entstand.

Dass die Demografie zunehmend zum Problem für Deutschland wird, ist längst bekannt. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt indes, wie schlecht es tatsächlich um den Arbeitsmarkt steht – und welche europäischen Nachbarn deutlich besser abschneiden. Im Jahr 2030 wird die Zahl der 20- bis 64-jährigen Bundesbürger rund elf Prozent niedriger sein als 2020, vorausgesetzt, es findet keine Migration statt. 

Eva M. Welskop-Deffaa (62) ist von der Delegiertenversammlung zur neuen Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes gewählt worden. Sie wird als erste Frau in der 125-jährigen Geschichte der verbandlichen Caritas dieses Amt innehaben. Mitte November wird sie es von Peter Neher übernehmen, der sich nach 18 Jahren als Caritas-Präsident nicht mehr zur Wahl stellte. Die Caritas ist auch bei vielen Interkulturellen Wochen engagiert.

In einem gemeinsamen flüchtlingspolitischen Wort zur Lage in Afghanistan appellieren die leitenden Geistlichen der drei nordrhein-westfälischen Landeskirchen an die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, "Afghanistan und seine Bewohnerinnen und Bewohner nicht zu vergessen und die Zusagen, die der Westen gemacht hat, einzulösen". "Mit dem Abzug aller Streitkräfte endet unsere Verantwortung als Europäer-innen und Europäer gerade nicht."

Am 26. September 2021 wurde ein neuer Bundestag gewählt, nun wird eine neue Bundesregierung gebildet. In den kommenden Jahren gilt es, die Prävention von Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu einem Schwerpunkt der Politik zu machen. Das Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention schlägt dazu in einem Policy Papier verschiedene Maßnahmen vor, die wir hier dokumentieren.

Die Interkulturelle Woche, einst als „Tag des ausländischen Mitbürgers“ in den 70ern entstanden, hat einen langen Weg mit Widersprüchen und Spannungen zurückgelegt. Wie vor mehr als 45 oder 30 Jahren so stehen auch heute unter dem dies- und nächstjährigen Leitmotto/Hashtag #offengeht (2021/2022) Begriffe wie Begegnung und Kontakt oder Themen wie Rassismus und Flucht im Zentrum der 5.000 Veranstaltungen in 500 Städten in Deutschland.

Die Interkulturelle Woche 2020 findet statt

Good Practice

Auf der Internetseite der Caritas Niedersachsen können die Solidaritätsfotos hochgeladen werden.

Mitarbeiter:innen der Caritas-Migrationsberatungen in Niedersachsen haben eine Aktion gestartet, um Solidarität mit den bedrohten Menschen in Afghanistan zu zeigen: "Ein Schild der Nächstenliebe". Eine Idee, die auch im Rahmen der Interkulturellen Woche aufgegriffen und gut umgesetzt werden kann.

Die Symbole von Islam, Judentum und Christentum. Foto: shutterstock/Vladimir Melnik

Vielerorts gehören ökumenische Gottesdienste zu den Interkulturellen Wochen dazu, teilweise unter Beteili-gung von Gläubigen nichtchristlicher Religionen. Das wirft Fragen auf, wie diese in angemessener Weise beteiligt werden können. Wichtig ist die Sensibilität für die Situation vor Ort, die Absprache mit den Beteiligten sowie eine exakte Vorbereitung.

Die Ausstellung lädt dazu ein, genauer hinzuschauen. Foto: Gerburgis Sommer

Die Wanderausstellung "Schau mich an – Gesicht einer Flucht" lädt dazu ein, genauer hinzuschauen. Wer sind die Flüchtlinge, die bei uns Schutz suchen? Was hat sie in die Flucht getrieben? Wie geht "Fliehen" überhaupt? Und wie erleben sie ihre Ankunft in Deutschland? Gegen eine Gebühr kann die Schau ausgeliehen werden.

Andjela bewältigt ihre dunklen Erinnerungen mit ihrer Geige im Jugendsymphonieorchester.

Sechs junge Flüchtlinge treffen in einem Deutschkurs zusammen. Dort sollen sie lernen, wie man im Deutschen Träume und Wünsche ausdrückt, sind jedoch nicht wirklich bei der Sache. Zu sehr sind sie abgelenkt von dem, was sie wirklich beschäftigt: Dunkle Erinnerungen, Angst vor Abschiebung - oder einfach Liebe.

Die Sea-Watch 4 auf See. Foto: Chris Grodotzk

Der Film porträtiert das Engagement der evangelischen Kirche und ihres Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm, ein zusätzliches ziviles Rettungsschiff zu schicken, um dem Sterben im Mittelmeer ein Ende zu setzen. Diese Initiative ist verknüpft mit der Forderung an die Europäische Union die staatliche Seenotrettung im Mittelmeer wiederaufzunehmen.

Angeführt wird das Festival von Little Amal, einer dreieinhalb Meter großen beweglichen Puppe. Foto: Nick Wall

Mit "The Walk" kommt  ein interkulturelles Event nach Deutschland, das in die Interkulturelle Woche integriert werden kann: ein reisendes Festival, das von Gaziantep nahe der türkisch-syrischen Grenze bis nach Manchester in Großbritannien führen wird. Vom 30. September bis zum 5. Oktober wird es durch Deutschland ziehen.

Videos

Video-Übersicht

Heinrich Bedford-Strohm, der Rats-vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, zur IKW 2021: "Hinter #offengeht steht eine große Vision: eine Gesellschaft, eine Welt, die offen ist für die Freude und die Nöte anderer. In der miteinander geteilt wird, wo Menschen mit offenen Augen und offenen Herzen Anteil nehmen an dem, was Mitmenschen widerfährt, seien sie nah oder fern."

"Offenheit ist eine Entscheidung, ein Wille, eine Haltung. Deswegen ermutige ich Sie, aufzustehen und der Vielfalt des Lebens, der Kulturen und Religionen mit offenen Augen und Herzen zu begegnen." Das sagt Christoph Sitba, der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen, zur Interkulturellen Woche und zum diesjährigen Motto #offengeht.

"Um den Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft zu sichern, brauchen wir Orte, an denen Begegnung stattfindet und Vertrauen wachsen kann. Der Interkulturellen Woche gelingt es seit Jahrzehnten, genau solche Orte zu schaffen." Das sagt Metropolit Augoustinos von Deutschland, Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz, in seinem Statement zur IKW.

Hefteinträge

Das Mahnmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas im Großen Tiergarten in Berlin.
Antiziganismus

Sinti und Roma sind eine stark abgelehnte Minderheit in Deutschland. Dabei gehören sie zu jenen Volksgruppen, welche die europäische Kulturlandschaft maßgeblich mitgeprägt haben. Trotzdem herrscht in der Gesellschaft häufig allenfalls Halbwissen vor - und gerade deshalb sind Sinti und Roma ein Thema für die Interkulturelle Woche.

Rassismus / Diskriminierung

Warum tun sich Menschen in vielen Kirchengemeinden noch so schwer, in Situationen rassistischer Übergriffe Solidarität zu leben? Weiße Menschen genießen das Privileg, Rassismus nur aus Anschauung zu kennen. Alle Erzählungen weißer Menschen davon, wie auch sie einmal in der Minderheit waren und sich ausgegrenzt fühlten, greifen hier nicht. Denn Rassismus ist kein individuelles Erleben alleine, sondern eingebettet in eine gesellschaftliche Systematik.

Ein Beispiel stellvertretend für Viele: Der Verein IFNIS aus Schönebeck in Sachsen-Anhalt. Foto: IFNIS
Vielfalt gestalten

Seit den 1970er-Jahren gibt es Migrant*innenselbstorganisationen in Deutschland. Bis ihre wichtige Rolle für das friedliche Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft anerkannt wurde, hat es lange gedauert - und am Ziel ist die Prozess noch lange nicht. Auch die Organisationen verändern sich und sind zunehmend auch in anderen Arbeitsgebieten abseits von Integration tätig.