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Aktuelles

Anfang Mai gab die Bundesregierung den Startschuss für das Pilotprojekt "Neustart im Team" (NesT), ein Aufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge. Dahinter verbirgt sich ein "Community Sponsorship Program": Individuen, Gruppen oder Vereine bzw. NGOs übernehmen dabei für einen begrenzten Zeitraum die finanzielle und soziale Verantwortung für eine Familie oder einen Flüchtling.

Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften hat gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen - darunter die Diakonie Deutschland und PRO ASYL - die Bundeskanzlerin und den Bundesinnenminister gebeten, sich für die Aufnahme  geflüchteter Kinder und Jugendlicher aus Griechenland und für die Familienzusammenführung mit Angehörigen in Deutschland einzusetzen.

Rund 1000 muslimische Gotteshäuser in Deutschland öffnen am diesjährigen "Tag der offenen Moschee" (TOM) am 3. Oktober  wieder ihre Türen. Motto ist in diesem Jahr "Menschen machen Heimat/en". Dabei möchten Muslime mit Bürgerinnen und Bürgerinnen aus ihrer Nachbarschaft ins Gespräch kommen, vor allem zur Frage "Was ist Heimat?" Denn genau das wird aktuell sehr leidenschaftlich, vielseitig und ambivalent diskutiert. 

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Moritzkirche in Halle an der Saale ist am 22. September 2019 die 44. Interkulturelle Woche eröffnet worden. Am Montag, 23. September, steht ein großes Fest auf dem Hallenser Marktplatz auf dem Programm, bei dem das friedliche Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft in Deutschland im Mittelpunkt steht.

"Wir brauchen einen Plan" - das ist der Titel einer neuen Kampagne der Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL. Dabei sollen möglichst viele Protestpostkarten an die designierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geschickt werden mit der Aufforderung, das Sterben im Mittelmeer zu stoppen. Die Aktion kann gut im Rahmen der Interkulturellen Woche aufgegriffen werden, zum Beispiel am "Tag des Flüchtlings" am 27. September. 

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will ein eigenes Schiff zur Seenotrettung ins Mittelmeer schicken. Das gab der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, am 12. September in der Bundespressekonferenz zusammen mit Vertrern und Vertreterinnen von Rettungs- und Hilfsorganisationen, Kommunen sowie der SEEBRÜCKE-Bewegung bekannt.

Die Interkulturelle Woche vor Ort

Good Practice

Im Gottesdienst entstand eine Wand aus Fürbitten.

In Fulda wurde zur Eröffnung der Interkulturellen Woche ein Ökumenischer Gottesdienst zum diesjährigen Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen.“ gefeiert. Zum Fürbitten-Gebet haben sich die Organisierenden eine tolle Aktion einfallen lassen: Die Fürbitten wurden von den Gottesdienst-Besuchern als Puzzle gestaltet.

Die Teilnehmer*innen lernten verschiedene Einrichtungen kennen - auch durch kleine Rollenspiele.

Im Rahmen der Interkulturellen Woche wurde in Göttingen eine ungewöhnliche Fortbildung organisiert. Bei einer „Rallye“ durch verschiedene Beratungsstellen sollten Menschen, die Berührungspunkte mit zugewanderten Frauen und Mädchen haben, einen Einblick in die Arbeit verschiedener Einrichtungen bekommen.

Angenehme Atmosphäre: Der "Clash of Cultures" fand in einem Café statt.

Beim "Clash of Cultures" an der Hochschule Stralsund stellten sechs Studierende unter dem Motto „5 Speakers – 5 Countries – 5 Cultures“ ihre fünf Heimatländer vor und ließen die Gäste für einen Moment in ihre Kulturen und Sprachen eintauchen. Dabei präsentierten sie auch interessante Fakten und gingen auf Stereotypen ein.

Die Beteiligten am Gottesdienst in 17 Sprachen in Neu-Isenburg.

17 Sprachen waren zu hören, als in der Neu-Isenburger Buchenbuschkirche mit zahlreichen Besuchern zum 13. Mal die interkulturellen Wochen mit einem außergewöhnlichen Gottesdienst eröffnet wurden. Christen unterschiedlicher Nationalität, Herkunft und Hautfarbe, trugen biblische Texte oder Gebete vor.

Das interkulturelle Liederbuch „Gemeinsam vor Gott“ greift christliche Lieder aus dem persischen Sprachraum auf und enthält zusätzlich bei uns bekannte Stücke mit einer  singbaren Übersetzung in Farsi. Es eignet sich damit ideal für die interkulturelle Arbeit in Gemeinden und ist ein Brückenschlag für die Arbeit mit Geflüchteten.

Auf dem Dortmunder Opernvorplatz wurden während des Kirchentages die Namen von verstorbenen Geflüchteten auf große Banner geschrieben.

Eine tolle Aktion auch für die Interkulturelle Woche: Beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund wurden die Namen von Geflüchteten, die auf dem Weg nach Europa verstorben sind, auf ein Banner geschrieben, das an einem Kirchturm aufgehängt wurde. Die Aktion kann für einen kleineren Rahmen adaptiert werden.