Aktuelle Meldungen 2025

Wohnen ist ein existenzielles Grundbedürfnis und bietet Schutz, Stabilität, Würde und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig ist Wohnraum in Deutschland knapp und ungleich verteilt. Eine neue Studie des Nationa-len Diskriminierungs- und Rassismus-monitors (NaDiRa) zeigt nun ein klares Muster: Rassistisch markierte Perso-nen geben an, in allen Dimensionen des Wohnens – von der Wohnungssu-che bis zum Leben in der Nachbar-schaft – Diskriminierung zu erfahren. 

Islamfeindlichkeit in Westeuropa hat weit weniger mit religiösem Glauben zu tun, als oft angenommen wird. Stattdessen wird sie wesentlich stärker durch fremdenfeindliche und autoritäre Einstellungen befeuert. Das zeigt eine neue Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die in der politikwissenschaftlichen Fachzeitschrift Research & Politics erschienen ist. Dafür wurden Daten von knapp 75.000 befragten Personen aus vier Ländern ausgewertet.

Aktuelle Daten der Robert Bosch Stiftung zeigen: Menschen mit Migrationshintergrund akzeptieren ethnische und religiöse Vielfalt stärker, Vielfalt in der sexuellen Orientierung weniger als Menschen ohne Migrationshintergrund. Gut 40 Prozent der Befragten fühlen sich zudem als Bürger:innen zweiter Klasse – unabhängig vom Migrationshintergrund. Das belegt eine aktuelle Sonderauswertung des Vielfaltsbarometers 2025

Rechtsstaat und Zivilgesellschaft stehen in Deutschland aktuell unter zunehmendem Druck – und damit auch die Menschenrechte und die Demokratie. Das ist das Fazit des zehnten Berichts über die Entwicklung der Menschenrechtssituation, den das Deutsche Institut für Menschenrechte in Berlin vorgestellt hat. Neben der Gefährdung von Rechtsstaat und Zivilgesellschaft enthält der Bericht Empfehlungen zu vier weiteren menschenrechtspolitischen Themen.

 "Als evangelische Kirche fordern wir die Bundesregierung dazu auf, die verbliebenen rund 2000 afghanischen Menschen mit Aufnahmezusage in Sicherheit zu bringen. Deutschlands Verantwortung endet nicht mit dem Truppenabzug, sondern umfasst aus friedensethischer Sicht auch das gerechte Handeln im Nachhinein." Das erklärte Bischof Christian Stäblein, Flüchtlingsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Rechtsextremismus hat 2025 nahezu täglich für Schlagzeilen gesorgt. Doch was ist darüber hinaus passiert? Wie hat sich die extreme Rechte entwickelt? Und was haben demokratisch Engagierte dagegen unternommen? Der Jahresrückblick des Bundesverbands Mobile Beratung zeigt: Die Normalisierung des Rechtsextremismus ist in kürzester Zeit weit vorangeschritten. Menschen, die sich dagegenstellen, brauchen mehr denn je Unterstützung.

Der Schutz der Wohnung gilt auch in Unterkünften für Geflüchtete. Wenn die Polizei für eine Abschiebung ohne Durchsuchungsbeschluss in die Wohnung eines Geflüchteten eindringt, ist das verfassungswidrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in einem am 20. November bekannt gegebenen Beschluss zur Verfassungsbeschwerde der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) und PRO ASYL klargestellt.

Millionen Menschen sind in einem sich verschärfenden Teufelskreis aus Konflikten und Klimaextremen gefangen. Das schreibt das UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen in einem kürzlich veröffentlichten Bericht. Das UNHCR warnt, dass Klimakatastrophen es für viele Menschen wesentlich erschweren, sich von Krisen zu erholen, den Bedarf an humanitärer Hilfe erhöhen und das Risiko neuer Vertreibungen steigern.

In Sachsen wurden zahlreiche Projektanträge zur Richtlinie Integrative Maßnahmen für 2026 abgelehnt. Damit verlieren viele Projekte, die sich seit Jahren für Teilhabe, Empowerment und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen, ihre finanzielle Grundlage. Von 91 Anträgen sind lediglich 21 zur Förderung vorgesehen. Statt der erwarteten über sechs Millionen Euro stehen für die Fördersäule B lediglich drei Millionen zur Verfügung.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist demokratisch eingestellt und äußert Sorgen wegen des zunehmenden Rechtsextremismus. Das zeigt die Mitte-Studie 2024/25 – "Die angespannte Mitte" – der Friedrich-Ebert-Stiftung. Gleichzeitig ist jedoch in der Mitte der Gesellschaft eine Normalisierung bezüglich antidemokratischer und menschenfeindlicher Aussagen zu beobachten.

Migrant*innen in Europa stehen zu den Grundwerten der Demokratie. Das zeigt die neue Studie eines Forschungsteams des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung (MZES) um den Soziologen Prof. Marc Helbling. Die Forscher:innen werteten dazu Daten des European Social Survey (ESS) und des deutschen Integrationsbarometers des Sachverständigenrats für Integration und Migration aus.

Ausländer sind im Fernsehen und in Print-Medien überrepräsentiert, wenn es um Kriminalität geht. Das zeigten Langzeitanalysen des Journalismusprofessors Thomas Hestermann aus den vergangenen Jahren. In einer Expertise für den Mediendienst Integration hat er nun aktuelle Daten aus 2025 ausgewertet. Sie zeigen: Die Überrepräsentation von ausländischen Tatverdächtigen in deutschen Leitmedien ist stärker denn je zuvor.

Migration wird in Deutschland kontrovers diskutiert. Viele Menschen empfinden es als schwierig, gelassen über das Thema zu sprechen. Ein neues Impulspapier von More in Common, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung, zeigt: Eine konstruktive Debatte ist möglich – wenn zentrale Anliegen wie staatliche Steuerung und Handlungsfähigkeit sowie Beiträge von Zugewanderten zum Gemeinwesen ernst genommen werden.

Mehr als 81 Prozent der Deutschen nehmen die Gesellschaft als gespalten wahr. Dabei wird dem Thema Zuwanderung das größte Spaltungspotenzial zugeschrieben. Das stärkste Maß an ideologischer Polarisierung kommt den Themen Klimaschutzmaßnahmen und Unterstützung der Ukraine zu. Das zeigt das Polarisierungsbarometer des Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) an der TU Dresden.

Eine von der Antidiskriminierungs-stelle des Bundes geförderte Studie anlässlich des zweiten Jahrestages belegt: Seit dem 7. Oktober 2023 erleben Jüdinnen und Juden in Deutschland vermehrt Anfeindungen und Diskriminierung. Viele ziehen sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Die Unabhängige Bundesbe-auftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, sagt dazu: "Wir müssen Jüdinnen und Juden in Deutschland besser vor Diskriminierung schützen."

Ukrainische Geflüchtete, die in Deutschland privat aufgenommen wurden, waren ein Jahr nach ihrer Ankunft insgesamt besser integriert als ihre Landsleute, die in staatlichen Unterkünften oder selbst angemieteten Wohnungen lebten. Das ist ein Ergebnis einer Studie von Forscher*innen des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) in Zusammenarbeit mit weiteren Wissenschaftler*innen.

Aktuelle Daten der Robert Bosch Stiftung zeigen: Bürger:innen in Deutschland stehen gesellschaftlicher Vielfalt weniger offen gegenüber als 2019 – insbesondere ethnische und religiöse Diversität wird zunehmend abgelehnt. Eine weitere Erkenntnis der Forschenden: Wenn sich gesellschaftliche Spaltung vertieft, bleiben Dialog und Begegnung zwischen Menschen zentrale Hebel für den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Die Stif­tung PRO ASYL hat in Frank­furt am Main mit ihrem dies­jäh­ri­gen Men­schen­rechts­preis drei Per­sön­lich­kei­ten gewür­digt, die sich seit vie­len Jah­ren für ein gutes Ankom­men von Geflüch­te­ten in Deutsch­land und für deren Rech­te ein­set­zen. Die Laudator*innen hoben die Beharr­lich­keit, Mensch­lich­keit und Soli­da­ri­tät der Aus­ge­zeich­ne­ten her­vor – gera­de in Zei­ten, in denen Schutz­su­chen­de oft nicht als Chan­ce, son­dern als Pro­blem gese­hen werden.

Die Beschäftigungsquote der 2015 zugezogenen Geflüchteten belief sich im Jahr 2024 auf 64 Prozent und hat sich damit an das durchschnittliche Niveau in der Gesamtbevölkerung von 70 Prozent deutlich angenähert. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) auf Basis der mit Sozialversicherungsdaten verknüpften IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten.

Zehn Jahre nach Angela Merkels "Wir schaffen das" fühlen sich viele Geflüchtete in Deutschland weniger willkommen als bei ihrer Ankunft. Gleichzeitig wächst die Sorge vor Fremdenfeindlichkeit. Geflüchtete fühlen sich etwa auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt teils diskriminiert. Das zeigen drei aktuelle Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zu Geflüchte-ten, die zwischen 2013 und 2019 nach Deutschland gekommen sind. 

Junge Geflüchtete verbessern ihre Sprachkenntnisse in Deutschland am ehesten, wenn sie möglichst schnell in reguläre Schulklassen kommen. Das zeigt eine neue Studie von Forschenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), für die sie Daten von mehr als 1.000 Jugendlichen auswerteten. Die Analyse zeigt auch: Willkommensklas-sen scheinen unzureichende Deutschkenntnisse nicht wie erhofft ausgleichen zu können. 

Mit großem Entsetzen und tiefem Bedauern nimmt die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus – MIA e.V. – die Entscheidung der Thüringer Landesregierung zur Kenntnis, die Stelle des*der Antiziganismus-Beauftragten nicht neu zu besetzen. Diese Entscheidung sende ein fatales Signal – an die Sinti und Roma in Thüringen und darüber hinaus, schreibt MIA e. V. in einer Pressemitteilung und fordert, sie zu revidieren.

Wenn sich ein "Lukas Becker" bei einem mittelständischen Betrieb um einen Ausbildungsplatz bewirbt, erhält er in zwei von drei Fällen eine Antwort. Bei einem "Yusuf Kaya" oder einer "Habiba Mahmoud" hingegen bleibt das Postfach eher leer, weil Betriebe Mehraufwand bei Personen mit Migrationsgeschichte befürchten. Das haben Forschende des Zentrums für ökonomische Bildung der Universität Siegen in einem Feldexperiment herausgefunden.

32 Organisationen fordern die sofortige Beendigung der systematischen Behinderung ziviler Seenotrettung durch die italienische Regierung. Das bewusste Fernhalten von nichtstaatlichen Such- und Rettungsorganisationen aus dem zentralen Mittelmeer führe zu weiteren Todesfällen auf einer der tödlichsten Fluchtrouten weltweit, schreiben sie in ihrem Appell, den unter anderem die Organisation SOS Humanity veröffentlichte.

Die vom Bundeskriminalamt veröffentlichte Statistik zur politisch motivierten Kriminalität 2024 zeigt eine alarmierende Entwicklung: Die Zahl politisch motivierter Straftaten, insbesondere im Internet ist massiv angestiegen. Eine deutliche Mehrheit ist dabei dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen. Insgesamt haben vor allem Angriffe auf Politiker*innen stark zugenommen. Darauf weist die Organisation HateAid hin.

2024 sind insgesamt 11.405 Beratungsanfragen bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eingegangen – verglichen mit 2019 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt. 43 Prozent der Fälle betrafen rassistische Diskriminierungen, dazu kommt eine steigende Tendenz bei Anfragen zu Diskriminierungen von Frauen, wie sexuelle Belästigung. Das sind einige der Kernpunkte des Jahresberichts der Antidiskriminierungsstelle.

Ausländische Arbeitskräfte spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Abfederung des Arbeitskräftemangels in Deutschland: Ihre Anzahl ist seit 2015 über alle Anforderungsniveaus hinweg kräftig gestiegen. Vor allem bei den Helfer- und Fachkrafttätigkeiten füllen ausländische Beschäftigte die Lücken. Ohne ausländische Beschäftigte wäre der demografische Druck deutlich höher. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Lediglich ein Bruchteil des psychosozialen Versorgungsbedarfs von Menschen, die vor Folter und schwerer Gewalt nach Deutschland geflüchtet sind, kann gedeckt werden: Nur 3,3 Prozent erhalten die dringend benötigte Unterstützung. Das zeigt der Bericht "Flucht und Gewalt. Psychosozialer Versorgungsbericht 2025" der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF).

Immer mehr Menschen hierzulande setzen sich öffentlich gegen Rassismus ein. Das zeigt eine Erhebung des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa) am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung. Von 2023 bis 2024 hat sich die Quote der Protestteilnahmen demnach vervierfacht. Die Zahlen basieren auf Erhebungen des NaDiRa.panels aus 2023 und 2024 mit über 3.400 Teilnehmenden.

Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) veröffentlicht mit dem Lagebild Antidiskriminierung 2024 eine aktuelle Analyse der Diskriminierungsfälle, die von den Beratungsstellen im Verband dokumentiert wurden. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Diskriminierung bleibt Alltag für viele Menschen in Deutschland – und die Zahl der Diskriminierungsfälle steigt. Rassistische Diskriminierungen erreichten einen neuen Höchststand.

Fast jede*r fünfte Befragte berichtet einer aktuellen Umfrage zufolge von Ungleichbehandlungen bei Ämtern und Behörden. 19 Prozent der Befragten bejahten demnach die Aussage, von staatlichen Stellen schlecht behandelt worden zu sein. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 2.000 Personen im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus MIA hat ihren dritten Jahresbericht über antiziganistische Vorfälle in Deutschland veröffentlicht. Für das Jahr 2024 wurden bundesweit 1.678 antiziganistische Vorfälle dokumentiert – ein besorgniserregender Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (1.233 Vorfälle). Die Zahlen stammen aus der bundesweiten Arbeit der MIA-Bundesgeschäftsstelle sowie der sechs regionalen Meldestellen.

Eine neue Studie des wissenschaftlichen Stabs des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) hat die politischen Teilhabechancen junger Menschen mit Zuwanderungsge-schichte zwischen 15 und 35 Jahren untersucht. Hürden vor allem für migrantisch wahrgenommene Personen sind fehlende Zugänge zur Politik, Diskriminierungserfahrungen und die geringe Repräsentation der eigenen Gruppe.

Die vielbeschworene Brandmauer, also die Ablehnung von Kooperationen mit der AfD, erweist sich in ostdeutschen Kreisen als ähnlich stabil wie in westdeutschen. Dieser Befund überrascht – lagen die Wahlergebnisse der AfD bei der Bundestagswahl im Osten doch fast doppelt so hoch wie im Westen. Dies zeigt die erste flächendeckende Analyse zum Zustand der Brandmauer auf kommunaler Ebene, die Forschende des WZB vorgelegt haben.

Im Landratsamt Pirna (Sachsen) sollte im September 2024 im Rahmen der IKW eine Ausstellung über Geflüchtete gezeigt werden. Als sie noch vor der Eröffnung nach vermeintlich kritischen Kommentaren wieder abgebaut wurde, stellte Pfarrer Vinzenz Brendler aus der Pfarrei St. Heinrich und Kunigunde seine Kirche als Ausstellungsort zur Verfügung. Dafür erhielt er jetzt den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. 

13 Bundesdachverbände mit Migrationsgeschichte mit über 3000 Mitgliedsvereinen und Partnern haben sich in einem offenen Brief an die Parteispitzen von CDU, SPD und CSU gewandt, die gerade über eine Regier-ungskoalition verhandeln. Ihre Bot-schaft: Nach einem Wahlkampf voller Ausgrenzung braucht es konkrete politische Konsequenzen – für Repräsentanz, Schutz und Zusammen-arbeit auf Augenhöhe, etwa bei der Besetzung der Posten im Kabinett.

Das Vertrauen in die Bundesregierung und in die Politiker:innen ist in den vergangenen Jahren spürbar gesunken. Ein neues Data.insight zeigt nun, dass dies besonders bei muslimischen Menschen der Fall ist – fast zwei Drittel vertrauen Politiker:innen nicht mehr. Das belegt das aktuelle Data.insight des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung.

Verschwörungserzählungen wirken sich negativ auf das soziale Miteinander aus. Menschen, die konspirativen Darstellungen ausgesetzt sind, entwickeln nachweisbar negativere Einstellungen gegenüber bestimmten Minderheitengruppen wie zum Beispiel Muslimen, Chinesen oder Russen. Das zeigt eine neue Studie von Eylem Kanol und Rebecca Endtricht. Hierfür wurde ein Umfrageexperiment durchgeführt.

Migration nach Deutschland führt nicht zu einer höheren Kriminalitätsrate an den Zuzugsorten. Dies zeigen Auswertungen des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung der Polizeilichen Kriminalstatistik nach Landkreisen für die Jahre 2018 bis 2023. Die Ergebnisse decken sich mit Befunden der internationalen Forschung, wonach Migration und Flucht keinen systematischen Einfluss auf die Kriminalität im Aufnahmeland haben.

In ganz Deutschland werden seit dieser Woche an vielen Orten an Gebäuden Banner und Plakate aufgehängt. Mit der Kampagne #DuEntscheidest wirbt ein breites gesellschaftliches Bündnis mit vier klaren Botschaften für demokratische Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zudem haben die Vorsitzenden der christlichen Kirchen einen gemeinsamen Aufruf zur Bundestagswahl am 23. Februar veröffentlicht.

"Das Aushebeln des Rechtsstaats per Federstrich, wie jetzt von manchen gefordert, ist mit uns nicht zu machen." Das schreibt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einem Aufruf, mit dem er auf die Migrationsdebatte reagiert. Der DGB stelle das Recht auf Asyl und den Schutz von Geflüchteten "auch dann nicht zur Disposition, wenn sie von Einzelnen in schrecklicher Art und Weise missbraucht werden", heißt es weiter.

Rund 13 Prozent der Wahlberechtigten haben einen Migrationshintergrund, Tendenz steigend. Welche Themen sind ihnen wichtig, worum sorgen sie sich - und für welche Parteien würden sie bei einer Wahl potenziell stimmen? Das haben Forscher*innen des DeZIM-Instituts jetzt mit einer repräsentativen Befragung untersucht. Ein Ergebnis: Die Wahlpräferenzen verteilen sich über das gesamte Parteienspektrum.

Wie effektiv sind Integrationskurse für die Eingliederung Geflüchteter in den Arbeitsmarkt? Integrationskurse haben einen deutlichen Einfluss auf die Beschäftigungsquote Geflüchteter. Unterschiede zwischen Teilnehmenden und Nicht-Teilnehmenden zeigten sich bereits wenige Monate nach Kursbeginn und waren nach 18 Monaten besonders deutlich. Das fand ein internationales Forschungsteam mit DeZIM-Beteiligung heraus.

Rund 80.000 syrische Fachkräfte arbeiten in Berufen, in denen es nicht genügend Bewerber gibt, etwa in der Krankenpflege, Kraftfahrzeugtechnik oder Bauelektrik, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Diese in Deutschland lebenden Syrer:innen tragen dazu bei, die Fachkräftelücke auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu verringern und den demografisch bedingten Fachkräftemangel in Deutschland abzufedern.

Die Pill Mayer Stiftung startet mit drei Förderpreisen ins Neue Jahr. Sie würdigt damit Kulturprojekte, die sich für den interkulturellen Dialog einsetzen. Die mit je 1000 € dotierten Ehrungen gehen nach Schwarzenberg (:alpenarte), Frankfurt am Main ("Weißt du, wer ich bin?") und Ravensburg (Stage!). Die Stiftung unterstützt die Freude am Entdecken kultureller Verschiedenartigkeit und setzt sich für interkulturelles Lernen ein. 

"Wir wollen der Endzeitstimmung etwas entgegensetzen“, sagt der Geschäftsführer der Stiftung gegen Rassismus, Jürgen Micksch, in Darmstadt, "und ein Zeichen setzen für Menschenwürde, gegen Hass und Hetze. Das ist gerade jetzt wichtiger denn je." Deshalb hat die Stiftung gegen Rassismus mit Pro Asyl und der Unterstützung durch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) einen gemeinsamen Arbeitskreis eingerichtet und eine Kampagne gestartet.

 

PRO ASYL begrüßt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) im Fall einer türkischen Asylsuchenden, die von Griechenland über die Landgrenze in die Türkei illegal zurückgewiesen wurde. Das Urteil zeigt unmissverständlich, dass der brutalen Pushback-Praxis Griechenlands ein Ende gesetzt werden muss. Hier steht auch die Europäische Union in der Pflicht, insbesondere die EU-Kommission.

Der vom Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) im Rahmen einer repräsentativen Befragung ermittelte Integrationskli-ma-Index 2024 hat sich leicht abgeschwächt. Ausschlaggebend dafür ist, dass Menschen ohne Migrationshintergrund das Klima in den Bereichen Bildung und Nachbarschaft etwas negativer bewerten. Positiver wahrgenommen wird es auf dem Arbeitsmarkt und in den sozialen Beziehungen.