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Aktuelles

Im Koalitionsvertrag hat sich die Ampel-Regierung zu einem beschleunigten Verfahren zum Familiennachzug bekannt. Doch bisher sind den Worten keine Taten gefolgt, die Bilanz nach knapp 100 Tagen Regierungszeit ist ernüchternd. Noch immer sind tausende Flüchtlingsfamilien voneinander getrennt. Zum Tag der Familie am 15. Mai fordert PRO ASYL: Die Bundesregierung muss ihr Versprechen einlösen. Auch die Diakonie Deutschland sendet einen ähnlichen Appell an die Politik.

Wahrgenommene Benachteiligung hat besonders bei der Arbeitssuche und in Bildungseinrichtungen zugenommen – Integrationsmaßnahmen, die durch Pandemie unterbrochen oder eingestellt wurden, sollten schnellstmöglich wieder aufgenommen werden. Geflüchtete, die in den Jahren 2013 bis 2016 nach Deutschland gekommen sind, fühlten sich im ersten Jahr der Corona-Pandemie diskriminierter als zuvor. Das traf insbesondere auf die Arbeitssuche und in Bildungseinrichtungen zu (...).

Eine neue Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung zeigt: Rassismus ist in Deutschland kein Randphänomen. Der Mehrheit der Bevölkerung ist das bewusst, viele stimmen aber trotzdem rassistischen Aussagen zu. Im Interview mit dem MEDIENDIENST INTEGRATION spricht der Leiter der Studie, Cihan Sinanoğlu, über die wichtigsten Ergebnisse, über Widersprüche, Ambivalenzen und klassische Abwehrreaktionen beim Thema Rassismus.

Seit 20 Jahren unterstützt die Mobile Beratung Menschen und Organisationen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren. Gestartet in den ostdeutschen Bundesländern, sind heute 50 Mobile Beratungsteams bundesweit im Einsatz. Sie beraten alle, die Haltung zeigen wollen gegen Rechts - sei es auf dem Land, in der Stadt, an der Schule oder am Arbeitsplatz. "Unsere Arbeit ist heute wichtiger denn je", sagt Grit Hanneforth, die Geschäftsführerin des Bundesverbands Mobile Beratung, zum Jubiläum.

Europa zeigt dieser Tage eindrucksvoll, dass es in der Lage ist, große Fluchtbewegungen zu bewältigen. Geflüchtete aus der Ukraine kommen vielfach die ersten Tage privat unter, erhalten nach der Registrierung direkt einen Status, dürfen sich frei bewegen und arbeiten. Es stellt sich die Frage: Warum nicht immer so? Über sieben Millionen Menschen sind laut UNHCR innerhalb der Ukraine auf der Flucht vor dem Krieg, mehr als 4,5 Millionen sind bereits in Nachbarstaaten geflohen und (...).

Oft werden Empfehlungen für die weiterführende Schule als unfair empfunden – von Schülerinnen und Schülern mit Roma-Hintergrund möglicherweise zu Recht. Forschende der Universität Duisburg-Essen haben in einer Studie herausgefunden, dass angehende Lehrkräfte Rom*nja tatsächlich bei den Bildungsempfehl-ungen benachteiligen. Die Autor*innen fordern nun Ergänzungen bei den Ausbildungsinhalten von angehenden Lehrkräften.

Die Interkulturelle Woche 2020 findet statt

Good Practice

Die Video-Interviews des Projektes stehen online zur Verfügung. Foto: Gerburgis Sommer

Im Rahmen des Projekts "Angekommen in Recklinghau-sen/Gelsenkirchen/Bottrop –
Migrationsgeschichten aus vier Generationen" sind Video-Interviews entstanden, in denen Menschen über ihr Ankommen im Ruhrgebiet berich-ten. Die Clips sind online verfügbar und können bei Veranstaltungen der IKW eingesetzt werden.

Ein Bild, das den Schrecken greifbar macht: Eine Schwangere wird nach einem Angriff auf einer Bahre abtransportiert.

Schon seit über einem Monat ist Krieg in der Ukraine. Das menschliche Leid, das dadurch verursacht wird, ist unermesslich. Ein Bild, das den Schrecken greifbar macht, ist die Aufnahme von Pietà aus Mariupol: eine Schwangere, die nach einem Angriff auf einer Bahre abtranspor-tiert wird. Für Sie hat Oberkirchenrä-tin Sabine Dreßler ein Gebet verfasst.

Die türkischstämmige Journalistin und Autorin Canan Topçu begibt sich in ihrem Buch "Nicht mein Antirassismus" von 2021 auf Spurensuche ihrer ganz persönlichen Identitätsentwicklung und wehrt sich gegen Denkverbote und Tabus in der Debatte um Identitätspolitik und Rassismus. Stattdessen streitet sie für den Dialog.

In Konstanz wurde aus über 300 Rettungswesten das Wort "Würde" gebaut.

In Konstanz wurde mit einer spektakulären Kunstaktion im Rahmen der Interkulturellen Woche 2021 auf das Schicksal von geflüchte-ten Menschen auf dem Mittelmeer und die zivile Seenotrettung aufmerksam gemacht. Dazu wurde am Ufer des Bodensees aus über 300 Rettungswesten das Wort „Würde“ gebaut und im Wasser verankert.

Film Monobloc, Foto: PIER 53 Filmproduktion

Der Monobloc ist das meistverkaufte Möbelstück aller Zeiten. Weltweit soll es eine Milliarde Exemplare des stapelbaren, in Deutschland oft weißen Plastikstuhls geben. Für die einen bedroht er den guten Geschmack und ist eine enorme Gefahr für die Umwelt, für die anderen ist er der einzig erschwingliche Stuhl überhaupt.

In Aachen wurde zum "Tag des Flüchtlings" ein Gottesdienst gestaltet.

Die Kooperation von Kirche für die Stadt e.V., Amnesty International, dem Büro der Regionen und dem Katholikenrat Aachen-Stadt hatte am Nationalen Tag des Flüchtlings, am Freitag, 1. Oktober 2021, zu einem Gottesdienst “Wie grenzen auf - Rassismus“ eingeladen. Rassismus betrifft uns alle und hat mit jeder und jedem von uns zu tun.

Videos

Video-Übersicht

Bei der bundesweiten Online-Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2022 referierte Markus Lewe, Oberbürgermeister von Münster und Präsident des Deutschen Städtetages, "Zur Bedeutung von Kommunen beim Eintreten für Menschenrechte und Teilhabe". Den Nachbericht und die Materialsammlung zur Tagung finden sie hier

Daniel Poensgen ist wissenschaftlicher Referent beim Bundesverband Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Berlin. Bei der bundesweiten Online-Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2022 im Februar gab er einen Impuls zum Thema "Zur Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Engagement gegen Antisemitismus".

Einer der Höhepunkte der bundesweiten Online-Vorbereitungstagung zur IKW: Reem Alabali-Radovan, die neue Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, stellte im Gespräch mit Pitt von Bebenburg (Frankfurter Rundschau) die Ziele und Schwerpunkte ihrer Arbeit vor. Den Nachbericht und die Materialsam-mlung zur Tagung finden Sie hier.

Hefteinträge

Die Malerin und Fotografin Faieqa Sultani (vorne rechts) musste aus Afghanistan fliehen. Mit ihrem Ehemann und dessen Eltern kam in Landsberg am Lech in einer Gastfamilie unter. Jetzt sind die beiden in ihre erste eigene Wohnung umgezogen.
Flucht und Migration

Ronja und Niklas von Wurmb-Seibel lebten 2014 für ein Jahr in Kabul. Sie drehten Filme über junge Friedensaktivist:innen und Versäumnisse der NATO-Truppen beim Abzug, schrieben Reportagen und ein Buch, knüpften viele Kontakte. Nach der Machtübernahme der Taliban starteten sie in Deutschland ein privates Gastfamilien-Programm.

Der Kampf gegen Antisemitismus ist wichtiger denn je. Foto: Adobe Stock
Antisemitismus

Antisemitismus ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Kein Tag vergeht ohne antisemitischen Vorfall – und es werden immer mehr. Zur Bekämpfung dieses Phänomens braucht es Bündnisse mit Durchsetzungskraft – und einen Staat, der Verantwortung übernimmt, schreibt Nikolas Lelle von der Amadeu Antonio Stiftung.

Jagoda Marinić leitet das Interkulturelle Zentrum in Heidelberg. Foto: Dorothee Piroelle
Vielfalt gestalten

Jagoda Mariniç ist kroatisch-deutsche Schriftstellerin, Autorin, Kolumnistin, Feministin. Sie leitet das Interkulturelle Zentrum (IZ) in Heidelberg und ist eine wichtige intellektuelle Stimme in Deutschland. Im Interview mit der Interkulöturellen Woche spricht sie darüber, wie sie die Spaltung der Gesellschaft wahrnimmt, und was Politik und Zivilgesellschaft dagegen tun können.