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Aktuelles

Mit der Landung des letzten Flugs mit Geflüchteten aus Griechenland am 22. April 2021 wurden die offiziellen Auf-nahmeprogramme der Bundesre-gierung beendet. Rund 2.700 Men-schen wurden innerhalb eines Jahres aus Flüchtlingslagern in Griechenland nach Deutschland gebracht. Für Grie-chenland bedeuten die Aufnahmen eine Entlastung. Für alle aufgenom-menen Menschen bedeutet die Ankunft in Deutschland die Aussicht auf Sicherheit und eine Zukunft.

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Menschenrechte erläutert die Unvereinbarkeit von Rassismus und Rechtsextremismus mit dem Grundgesetz und ordnet die AfD als rassistische und rechtsextreme Partei ein: Rassistische und rechtsextreme Positionen sind fester Bestandteil des AfD-Programms, der AfD-Strategie, der Positionierungen von AfD-Mandatsträger_innen und richten sich gegen Artikel 1 Absatz 1 Grundgesetz.

Die Diakonie Deutschland, Brot für die Welt und die Diakonie Hessen fordern einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan. Einer am Freitag veröffentlichten Studie der Sozialwissenschaftlerin und Afghanistan- Expertin Friederike Stahlmann zufolge drohen abgeschobenen Afghanen Gefahr für Leib und Leben, Verelendung und Verfolgung. Unter anderem wird ihnen wegen der Flucht Verrat und Verwestlichung vorgeworfen.

Am 26. Mai 2021 erschien der neue Grundrechte-Report unter dem Titel "Ungleiche Freiheiten und Rechte in der Krise". Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Grundrechtseingriffen während der Covid-19-Pandemie. Wie der Bericht zeigt, treffen solche Einschränkungen besonders die schwächsten und vulnerabelsten Gruppen in der Gesellschaft. Der Bericht wird von zehn Bürgerrechtsorganisationen herausgegeben.

Mit Empörung hat der Zentralrat auf die massiven rassistischen Diskriminierungen auch von Sinti und Roma durch die Bremer Baugesellschaft Brebau reagiert: "Die von den Medien geschilderten Vorgänge bei der Bremer Wohnungsbaugesellschaft Brebau stellen eine massive Diskriminierung der betroffenen Menschen dar. Besonders schwer wiegt, dass es sich hier um eine städtische Einrichtung handelt (...)"

Das von Sea-Eye betriebene Rettungsschiff SEA-EYE 4 hat innerhalb von 4 Einsatztagen mehr als 400 Menschenleben gerettet. Alle Rettungen haben in den internationalen Gewässern der libyschen und der maltesischen Rettungszone stattgefunden. Der UNHCR berichtete zeitgleich, dass die sogenannte libysche Küstenwache insgesamt 650 Menschen davon abgehalten hat, das Bürgerkriegsland Libyen zu verlassen.

Die Interkulturelle Woche 2020 findet statt

Hefteinträge

Black Lives Matter-Demo im Juni 2020 in Berlin. Foto: Shutterstock/Hernan J. Martin
Rassismus / Diskriminierung

Jeff Kwasi Klein ist Leiter des Antidiskriminierungsprojekts EACH ONE von Each One Teach One e. V. (EOTO). Dort koordiniert er Projekte, die die menschenrechtliche Situation von Schwarzen, afro-diasporischen und Menschen afrikanischer Herkunft sichtbar machen. Im Interview spricht er über Anti-Schwarzen Rassismus, die "Dekolonialisierung des Verstandes", die Black Lives-Matter-Bewegung und die Privilegien weißer Menschen

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf das Leben fast aller Menschen. Besonders betroffen sind Geflüchtete, auch in Deutschland. Foto: Bayr. Flüchtlingsrat
Ankommen und bleiben

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf das Leben fast aller Menschen. Besonders betroffen sind Geflüchtete, auch in Deutschland. Denn Corona macht die schon vorher herrschenden Missstände in den Bereichen Unterbringung, Bildung und Integration in den Arbeitsmarkt besonders deutlich. Auch die ehrenamtliche Arbeit in diesen Feldern muss in Zeiten der Pandemie neu gedacht werden.

Ein Beispiel stellvertretend für Viele: Der Verein IFNIS aus Schönebeck in Sachsen-Anhalt. Foto: IFNIS
Vielfalt gestalten

Seit den 1970er-Jahren gibt es Migrant*innenselbstorganisationen in Deutschland. Bis ihre wichtige Rolle für das friedliche Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft anerkannt wurde, hat es lange gedauert - und am Ziel ist die Prozess noch lange nicht. Auch die Organisationen verändern sich und sind zunehmend auch in anderen Arbeitsgebieten abseits von Integration tätig.

Videos

Video-Übersicht

Der Animationsfilm erklärt, wo die Interkulturelle Woche herkommt, was ihre Ziele sind und was während der IKW eigentlich passiert. Er darf gerne weiterverbreitet werden. Gerade in Zeiten mit Kontakteinschränkungen kann der Film als Inspiration für Ihre Kinder- und Jugendarbeit hilfreich sein, etwa im Unterricht oder der Konfigruppe. Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen.

Was ist intersektionale Diskriminierung? Das erklärt Emilia Roig, Gründerin des Center for Intersectional Justice, in diesem Video. Frau Roig war auch Referentin bei unserer bundesweiten Vorbereitungstagung am 19. und 20. Februar 2021. Über ihr neues Buch "Why We Matter" spricht sie in Interviews im Deutschlandfunk und mit dem Magazin Edition F.

Bei der bundesweiten Vorbereitungstagung zur Inter-kulturellen Woche 2021 diskutierten am 20. Februar 2021 Marie von Manteuffel (Ärzte ohne Grenzen), Günter Burkhardt (PRO ASYL) und Gerald Knaus (Migrationsforscher) über "Asylpolitische Perspektiven für Deutschland und Europa". Moderation: Pitt von Bebenburg (Frankfurter Rundschau).

Good Practice

In 15 Aufstellern beantwortet die Ausstellung Fragen zu ANKER-Zentren. © Bayr. Flüchtlingsrat

Was hat es wirklich mit den ANKER-Zentren auf sich? Wer lebt dort und unter welchen Umständen? Mit welchen Problemen haben Geflüchtete in ANKER-Zentren zu kämpfen und wie lange müssen sie dort bleiben? Diese und weitere Fragen werden in einer Wanderausstellung des Bayerischen Flüchtlingsrates beantwortet.

Das IKW-Motto #offengeht in vielen Sprachen. © ÖVA / Morgenstern & Kaes

"Wenige Erzählungen sind so völlig missverstanden worden wie diese", schreibt der jüdische Exeget Benno Jacob 1934 in seinem Kommentar zur Geschichte über den Turmbau zu Babel. Pfarrerin Kathrin Oxen hat für die Interkulturelle Woche eine Predigt über den Bibeltext geschrieben, in der sie Jacobs Gedanken aufnimmt und betont: Vielfalt ist keine Strafe Gottes!

Das Buch "Der weiße Fleck - Eine Anleitung zu antirassistischem Denken" bietet neue Ansätze für die antirassistische Debatte im deutschsprachigen Raum. © Piper

Mit seinem Buch "Der weiße Fleck" bietet Mohamed Amjahid neue Ansätze für die antirassistische Debatte im deutschsprachigen Raum. Es ist ein Buch für alle weißen Menschen, die einen Wandel herbeiführen möchten und für alle nichtweißen Menschen, die verstehen wollen, warum diese Welt so ist, wie sie ist.

Altar beim Fluchtgedenken 2017 in Berlin. © CCME/KEK

Immer am 20. Juni wird weltweit der von den Vereinten Nationen ausgerufene Weltflüchtlingstag begangen. Aus diesem Anlass haben die Churches' Commission for Migrants in Europe (CCME) und die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) liturgische Materialsammlung für Gottesdienste oder Andachten zum Thema Flucht veröffentlicht.

Der Film wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen Menschenrechtspreis und dem Filmfestival Max Ophüls Preis. © SWR/Filmakademie Baden-Württemberg

Ein Schulklo im Ruhrgebiet: Dimitri Lieberman bricht seinem Mitschüler die Nase, nachdem dieser ihn mit antisemitischen Sprüchen beleidigt hat. Dimitri ist Jude, und was er nach diesem vorfall erlebt, ist eine "Tour de force" aus Situationen, Klischees und Vorurteilen, denen Menschen jüdischen Glaubens immer noch in Deutschland ausgesetzt sind.

CIVIS – Europas Medienpreis für Migration, Integration und kulturelle Vielfalt zeichnet Programmleistungen aus, die das friedliche Zusammenleben in der europäischen Einwanderungsgesellschaft fördern.

CIVIS – Europas Medienpreis für Migration, Integration und kulturelle Vielfalt zeichnet Programmleistungen im Radio, Fernsehen, Internet aus, die das friedliche Zusammenleben in der europäischen Einwanderungsgesell-schaft fördern. Von den diesjährigen Preisträgern möchten wir drei Beiträge besonders für die IKW empfehlen.