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Aktuelles

Das zivilgesellschaftliche Bündnis AGG-Reform Jetzt! fordert in einem Offenen Brief an die Bundesregierung, die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) unverzüglich anzugehen. Für den Schutz der Demokratie brauche es einen effektiven Diskriminierungs-schutz. Ohne die Rechte und Perspektiven der Betroffenen laufe die aktuelle Empörung in der Politik in Bezug auf Rassismus und Rechtsextremismus ins Leere.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat gemeinsam mit den Präsidenten des Bundesamts für Verfassungs-schutz und des Bundeskriminalamts ein neues Maßnahmenpaket zum Schutz der Demokratie und zur Bekämpfung des Rechtsextremismus vorgestellt. Die neuen repressiven wie präventiven Maßnahmen bauen auf dem Aktionsplan gegen Rechtsextremismus des Bundesinnenministeriums aus dem Jahr 2022 auf.

Mehr als die Hälfte der Internetnutzer*innen bekennt sich aus Angst vor Hass im Netz seltener zur eigenen politischen Meinung und beteiligt sich weniger an Diskussionen, das zeigt eine neue Studie. Besonders für junge Frauen sind sexualisierte Übergriffe in den sozialen Netzwerken Alltag. Auch Personen mit sichtbarem Migrationshintergrund und queere Menschen sind dort vermehrt Gewaltandrohungen und Beleidigungen ausgesetzt.

Die Generation der 18- bis 30-Jährigen in der Bundesrepublik bringt der Demokratie und der EU mehr Vertrauen entgegen als im Durch-schnitt anderer europäischer Länder. Bundesregierung und Bundestag stehen sie kritischer gegenüber. Um den Klimawandel machen sie sich nicht mehr Sorgen als ihre älteren Mitmenschen, dafür sehen viele ihre mentale Gesundheit in Gefahr. Das sind Ergebnisse einer Umfrage in zehn europäischen Ländern.

Der Bundesverband Soziokultur e.V. und die Robert Bosch Stiftung unterstützen mit dem neuen Programm "Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen" Formate der Demokratiearbeit an Alltags- und Freizeitorten mit jeweils bis zu 50.000 Euro. Soziokulturelle Zentren, politische Bildner*innen und Betreiber*innen von Alltags- oder Freizeitorten können sich mit gemeinsamen Projektideen bewerben bis zum 10. März 2024 bewerben

In den vergangenen Wochen demonstrierten nicht nur Millionen Menschen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, auch die Kirchen beziehen eindeutig Position: Das Team des Deutschen Evangelischen Kirchentages beteiligte sich an Demonstrationen, sechs katholische Bischöfe veröffentlichten ein "Gemeinsames Wort", und schon im Dezember 2023 hatte sich die EKD-Synode in einem Beschluss klar von AfD-Positionen abgegrenzt.

Die Interkulturelle Woche 2020 findet statt

Good Practice

"Exit Racism" ist als Wanderausstellung konzipiert und kann gegen Übernahme der Speditionskosten ausgeliehen werden. Foto: aej

"Exit Racism" ist eine Wanderausstellung, die junge Menschen auf sensible Weise an das Thema Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus heranführt, strukturellen und alltäglichen Rassismus verdeutlicht und Besucher*innen zu solidarischem Handeln motiviert.

"Vertrau auf Gott, aber binde Dein Kamel an" - so lautet der Untertitel des Erzählabends. Foto: Wortkino Theater

Das "Wortkino Theater" präsentiert mit "Licht aus dem Orient" einen Erzählabend, bei dem die historischen Hintergründe des Nahen und Mittleren Ostens, orientalische Dichtung und Erzählweisen sowie die Rezeption und Konstruktion von Orientbildern in Europa zu Gehör gebracht werden.

Ein zerstörtes Schlauchboot im Mittelmeer. Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye

Volker M. Heins und Frank Wolff zeigen in ihrem Buch "Hinter Mauern: Geschlossene Grenzen als Gefahr für die offene Gesellschaft", was die Abwehr von Migration "nach innen" bewirkt: Das Drängen der EU auf "sichere Außengrenzen" untergräbt das europäische Versprechen auf Frieden und Rechtsstaatlichkeit.

Das Friedensgebet fand im Foyer des Rathauses statt. Ganz bewusst wurde darauf verzichtet, einen Gottesdienstraum einer der beteiligten Religionen zu wählen. Foto: Stadt Sinsheim

Wie können unterschiedliche Religionen miteinander feiern? Diese Frage bewegt nicht nur den Sinsheimer Rat der Religionen, dies ist eine grundsätzliche Frage. Zur Interkulturellen Woche veranstaltete der Rat ein interreligiöses Gebet – und nahm sich für die Vorbereitung viel Zeit zum Kennenlernen.

"Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe." Dieser Satz aus dem 1. Korintherbrief ist die Jahreslosung der Evangelischen Kirche für 2024. Die Pastorin und Autorin Birgit Mattausch hat dazu für die Seenotrettungsorganisation United4Rescue eine Fürbitte formuliert, die auch im Rahmen der IKW verwendet werden kann.

Die Tagung fand im Sitzungssaal des Rathauses statt. Foto: Stadt Sinsheim

Die Stadt Sinsheim im Rhein-Neckar-Kreis (Baden-Württemberg) beteiligte sich 2023 zum ersten Mal an der Interkulturellen Woche. Zum Motto "Neue Räume" hatten die Organisierenden eine ganz besondere Idee: Sie veranstalteten im Rathaus der Stadt eine ganze Tagung zu diesem Thema.

Videos

Video-Übersicht

Mit einem ökumenischen Gottesdienst, einem Markt der Vielfalt und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm unter freiem Himmel wurde in Bottrop bundesweit die Interkulturelle Woche 2023 eröffnet. Mit diesem Video blicken wir zurück auf einen großartigen Tag. Vielen Dank an alle Engagierten, die diese tolle Veranstaltung möglich gemacht haben.

Der Animationsfilm erklärt, wo die Interkulturelle Woche herkommt, was ihre Ziele sind und was während der IKW eigentlich passiert. Und er will motivieren, sich zu beteiligen. Er darf gerne weiterverbreitet werden. Zeigt ihn bei Euch vor Ort, auf Euren Homepages und in Euren Social Media-Kanälen. Und gebt uns gerne eine Rückmeldung zur Aufmachung und zum Inhalt.

Im Rahmen eines Crossover-Musikprojektes in Zwickau haben Rebecca Klukas, Dyaa Kassoma (Dyaa4) und die Band "Colorful Strings" einen Song umgesetzt, der an das aktuelle Motto der Interkulturellen Woche 2023 "Neue Räume" anknüpft. Der Song mit dem gleichnamigen Titel wirbt für bunte Vielfalt und setzt sich für interkulturelle Öffnung ein.

Hefteinträge

"Es gilt, gerade jetzt, vielfältigen Stimmen Gehör zu verschaffen", schreibt Thembi Wolf in ihrem Gastbeitrag.
Vielfalt gestalten

Wenn die plurale Gesellschaft gelingt, ist sie ein Gewinn für alle. Darum ist es jetzt Zeit für Offenheit in Differenz und es gilt, vielfältigen Stimmen Gehör zu verschaffen. Sie nicht an einem Extratisch, in einer Sondersendung und nur zum Thema ihrer Identität erzählen zu lassen, sondern immer und überall. Das schreibt die Journalistin Thembi Wolf in einem Gastbeitrag.

Seit den Terrorangriffen der Hamas auf Israel ist das Thema Antisemitismus in Deutschland wieder mehr in den Vordergrund getreten. Foto: Adobe Stock
Antisemitismus

Klaus Holz, Jahrgang 1960, ist Soziologe und Antisemitismusforscher und hat sich intensiv mit der Geschichte des Antisemitismus in Deutschland befasst. Im Interview spricht er über die Reaktionen in Deutschland auf den Angriff der Hamas auf Israel und über den Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft.

Viele Gastarbeiter der ersten Generation lebten in beengten Verhältnissen, wie hier 1968 in Düsseldorf.
Ankommen und bleiben

Kurz vor dem Anwerbestopp 1973 kam der Vater von Çiçek Bacık als Gastarbeiter nach Deutschland. Hier erzählt sie seine (und ihre) Geschichte und erklärt, warum ihre Perspektive und die ihrer Eltern ein wichtiger Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur ist – die aber bisher nicht vorkommt oder kaum ausreichend Raum einnimmt.