Filme

2016

Frau Katharina Oguntoye, M.A.

Wie das Leben der schwarzen Menschen in Deutschland während der Nazi-Diktatur aussah, was sie erduldet und erlitten haben, davon wissen die meisten Deutschen nichts. 24.000 Afrikaner und Afro-Deutsche Männer, Frauen und Kinder verloren im Holocaust ihr Leben. Im Gegensatz zu den jüdischen Opfern wurde ihr Schicksal nicht von den nachfolgenden Regierungen in Deutschland anerkannt, deshalb gab es für sie auch keine Entschädigung.

Plakat "Nadeshda - der Film"

Sie wollen raus aus Nadeshda, raus aus dem Roma-Ghetto, dabei gibt es für die drei Kinder Misho, Zorka und Tsveti kaum Chancen den Teufelskreis aus Vorurteilen und Perspektivlosigkeit zu durchbrechen. Doch ihre Familien wehren sich vehement gegen gesellschaftliche Ausgrenzung und das schlechte Image der Zigeuner bei der Bulgarischen Bevölkerung. Eine klassische Violinenausbildung soll den Kindern helfen die sozialen Grenzen zu überwinden.

Plakat "Das Mädchen aus Gori"

Nach Ende des Kaukasus-Konflikts kommt das Flüchtlingskind Tamari neu in eine georgische Schule. Von ihrer Mutter hat sie eine Packung Filzstifte bekommen, auf die sie gut aufpassen soll und die sie stolz in der Klasse auspackt. Doch ihrem Sitznachbar, dem russischen Jungen Datho, passt das gar nicht.

Plakat "Lauf Junge Lauf"

Srulik (Andrzej und Kamil Tkacz) ist knapp neun Jahre alt, als ihm gerade noch rechtzeitig die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelingt. Um den deutschen Soldaten zu entkommen, flieht er in das riesige, unwegsame Waldgebiet Kampinoski und muss dort lernen, wie es ist, ganz auf sich allein gestellt in der Wildnis zu überleben. Wie man auf Bäumen schläft, Kleintiere jagt und sich von Beeren ernährt.

Filmszene aus "Leben in Deutschland"

SchülerInnen einer VABO-Klasse (Vorqualifizierung Ausbildung Beruf ohne Deutschkenntnisse) in Kirchheim Teck, die selbst noch nicht lange in Deutschland sind (zwischen zwei Monaten und eineinhalb Jahren), teilweise mit Eltern, aber auch unbegleitet, interviewen andere Flüchtlinge zu ihrem Leben in Deutschland.

Filmszene aus "Fremd", 2011

Fremd beschreibt den von der Not diktierten Aufbruch eines jungen Maliers nach Europa. Seit zweieinhalb Jahren ist er unterwegs in eine Welt, in der er nie leben wollte. Der Film sucht die Beweggründe für diese Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migranten auf ihrem Weg vom subsaharischen Afrika über Algerien und Marokko nach Europa.