20. und 21. Februar: Input für die bundesweite Interkulturelle Woche 2026 – Impulse, Ge-sprächsrunden und Arbeitsgruppen zu wichtigen gesellschaftlichen Themen
Frankfurt/Main. Während der Interkulturellen Woche (IKW) finden bundesweit jedes Jahr im Sep-tember rund 6.000 Veranstaltungen in über 760 Städten und Gemeinden statt. Um den Organisie-renden vor Ort Input und Impulse zu geben, lädt der Ökumenische Vorbereitungsausschuss (ÖVA) zur IKW bundesweit nach Frankfurt am Main zur Vorbereitungstagung ein, die in diesem Jahr am 20. und 21. Februar in der Evangelischen Akademie am Römerberg stattfindet. Die Stadt Frankfurt beteiligt sich seit vielen Jahren mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen an der IKW. Die Tagung steht unter dem Motto der IKW, das 2026 wie im Vorjahr "dafür!" lautet.
An der Tagung nehmen etwa 120 Haupt- und Ehrenamtliche aus dem ganzen Bundesgebiet teil, die sich in den Themenbereichen Migration, Partizipation, Flucht, Diskriminierung, Rassismus sowie Engagement gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus betätigen und die Interkulturelle Woche vor Ort vorbereiten. Auf dem Programm stehen Impulsvorträge, Podiumsdiskussionen und Arbeitsgruppen, in denen einzelne Themen vertieft behandelt werden. Zudem wird es viel Raum für Vernetzung und Austausch geben.
Als Impulsgebende und Podiumsteilnehmende konnte der ÖVA prominente Persönlichkeiten gewinnen. Grußworte sprechen Natalie Pawlik, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie für Antirassismus, der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Mike Josef, und Oberkirchenrätin Christina Schnepel, die Leiterin des "Zentrums Oekumene" der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau sowie von Kurhessen-Waldeck (Freitag, 13 Uhr).
Die hessische Staatsministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann wird an der Podiumsdiskussion mit dem Titel "Zusammenhalt vor Ort – Lokale Initiativen als Motor der Demokratie" teilnehmen. Sie spricht dabei mit Prof. Dr. Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, und Dr. Rubén Martin Cárdenas Carbajal, Co-Vorsitzender der Dachorganisation der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (Freitag,17.30 Uhr).
Nico Mokros vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld und Gesine Schmidt-Schmiedbauer von der Organisation "One step beyond" in Wien geben Impulse zum Thema "Dafür! Empowerment und Mut in herausfordernden Zeiten – Wie wir der ge-sellschaftlichen Spaltung begegnen", bei dem unter anderem das Konzept der "Hope-Based-Communications" vorgestellt wird, das den übergeordneten Rahmen der Tagung bildet (Freitag, 13.30 Uhr).
Arbeitsgruppen werden gestaltet unter anderem von Karl Kopp (Co-Geschäftsführer von PRO ASYL), Henning Flad (Projektleiter Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus), Onna Buchholt (Bundesverband Mobile Beratung), Dr. Yasemin El-Menouar (Bertelsmann Stiftung), Hanif Aroji (Bildungsstätte Anne Frank) und Dr. Armin v. Ungern-Sternberg (Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main).
Das Abendprogramm am Freitag bestreitet der Kabarettist und Cartoonist Muhsin Omurca, der als "Vater des Migranten-Kabaretts" in Deutschland gilt, zudem hat er den Begriff "biodeutsch" erfunden (19.30 Uhr).
Ein Abschlusspodium mit dem Titel "Vernetzung und Ausblick: Die IKW als starke Stimme für Demokratie und Vielfalt" fasst die Ergebnisse der Tagung zusammen, unter anderem mit der ÖVA-Vorsitzenden Dr. Beate Sträter, Dr. Isabel Schmidt von der Stiftung gegen Rassismus, Dr. Brigitta Sassin von Katholische Stadtkirche Frankfurt am Main sowie weiteren "Berichterstatter:innen" aus den Arbeitsgruppen (Samstag, 11.15 Uhr).
ÖVA-Vorsitzende Dr. Beate Sträter: "Diese Tagung dient dazu, die IKW-Organisierenden zu stärken und zu vernetzen. Wir möchten konkrete Impulse und Anregungen für die Gestaltung der Interkulturellen Woche vor Ort geben und in den Austausch kommen über kreative Formate und Kooperationsmöglichkeiten. Wir wollen gemeinsam lernen, wie wir die Narrative der Hoffnung stärken, uns von einer defensiven Haltung lösen und die positiven Visionen für unsere Gesellschaft offensiv in den Mittelpunkt rücken können."
Sozialministerin Heike Hofmann: "Die Interkulturelle Woche setzt jedes Jahr aufs Neue ein Zeichen für ein solidarisches Miteinander in unserer offenen und vielfältigen Gesellschaft. Ich freue mich, Teil des Vorbereitungstreffens zu sein, das als wichtige Plattform für alle beteiligten Akteurinnen und Akteure einen Rahmen schafft, um sich auszutauschen und untereinander zu vernetzen. Gemeinsamen können wir im Sinne des Mottos 'dafür!' ein Signal senden: Wir wollen nicht bloß destruktiv Probleme beschreiben, sondern konstruktiv daran arbeiten, Spaltung entgegenzuwirken!"
Oberkirchenrätin Christina Schnepel: "Als Zentrum Oekumene stehen wir in Zeiten wachsender Ausgrenzung und populistischer Vereinfachungen mit unseren Kirchen dafür ein, dass die universellen Menschenrechte unteilbar sind und die Würde jedes Menschen auch in der Migrationspolitik uneingeschränkt gilt. Wir engagieren uns für eine demokratische Gesellschaft, die Vielfalt schützt, Dialog ermöglicht und Solidarität statt Abschottung lebt."
Das komplette, ständig aktualisierte Tagungsprogramm mit allen Details zu den Arbeitsgruppen sowie Informationen zu organisatorischen Fragen ist unter https://www.interkulturellewoche.de/tagung2026 zu finden. Die Anmeldung ist noch möglich.
Die Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2026 in Frankfurt am Main findet in Kooperation mit diesen Partnern statt: Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, EKHN Stiftung, PRO ASYL, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Diakonie Hessen, Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus, Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland e. V. (DaMOst), Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Bertelsmann Stiftung, Stadt Frankfurt am Main – Amt für multikulturelle Angelegenheiten.
Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Die Initiative wird mitgetragen von Kommunen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Migrant*innenorganisationen und zivilgesellschaftlichen Institutionen.
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