„Nicht mein Antirassismus“ – Eine Spurensuche

„Nicht mein Antirassismus“ – Eine Spurensuche
Canan Topçu erklärt in ihrem Buch, warum wir einander zuhören sollten, statt uns gegenseitig den Mund zu verbieten

Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Debatte um Identitätspolitik und Rassismus keinen neuen Aufschlag bekommt. Waren es gestern noch "alte, weiße Männer", die unter Beschuss gerieten, so wird heute darüber gestritten, wer Amanda Gorman übersetzen oder wer für diverse Charaktere in Film und Theater gecastet werden darf. Der Ton: wütend, aggressiv, spaltend. Längst geht es nicht mehr um Gleichbehandlung, sondern Deutungshoheit: Wer hat hier das Sagen und darf mitreden?

Canan Topçu beim taz-Talk.

Die türkischstämmige Journalistin und Autorin Canan Topçu sagt: "Das ist nicht mein Antirassismus." Sie begibt sich in ihrem 2021 erschienenen Buch auf Spurensuche ihrer ganz persönlichen Identitätsentwicklung und wehrt sich gegen Denkverbote und Tabus. Stattdessen streitet sie für den Dialog, für das Besonnen-Miteinander-Umgehen und dafür, die eigene Meinung nicht zum alleinigen Maß der Dinge zu machen.

ExLibris-Gespräch der Schader-Stiftung.

Canan Topçu ist freie Journalistin, Autorin und Referentin. Außerdem ist sie Dozentin an der Hochschule für Polizei und Verwaltung in Mühlheim am Main. Sie publiziert vor allem zu den Themen Integration, Migration und Islam und ist Mitglied im Ökumenischen Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche. Sie kann für Lesungen, Gespräche und Diskussionsrunden im Rahmen der Interkulturellen Woche angefragt werden.

Kontakt: c.topcu@schreibenundsprechen.de

Weitere Informationen

Canan Topcu
Foto: privat

Canan Topçu
Nicht mein Antirassismus - Warum wir einander zuhören sollten, statt uns gegenseitig den Mund zu verbieten. Eine Ermutigung.
Quadriga Verlag
Hardcover
224 Seiten
ISBN: 978-3-86995-115-7