Interkulturelle Woche 2026 in Zell (Mosel)

In meiner Region

Interkulturelle Woche 2026 in Zell (Mosel)

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25.09.26, 19:30 Uhr, Kulturkino Kaimt

Kurtrierer Str. 40, 56856 Zell Mosel

 

Eine Parabel über die Menschlichkeit

Ein einfacher Unfall - so scheint es. Die Ereigniskette, die er auslöst, kann man sich noch gar nicht ausmalen. Das Auto fährt nicht mehr weiter, der Mann schafft es aber noch zur nächsten Werkstatt. Was als konzentrierter, schnörkellos inszenierter Thriller beginnt, weitet sich bald zu einer raffinierten Parabel über Menschlichkeit aus. Denn es ist seine Menschlichkeit, seine Fähigkeit zu zweifeln und sich einzufühlen, die den Hauptdarsteller erst so richtig reinreißt - und mit ihm weitere Personen.

Mit einer so schlichten wie zwingenden Geschichte voller abstruser Verwicklungen entfaltet der Regisseur Jafar Panahi ein gesellschaftliches Panorama im Kleinen, nämlich im Van. Es ist ein Kammerspiel auf Rädern.

Panahi zeigt eine Gesellschaft, die gelähmt ist durch gegenseitiges Misstrauen. Dabei rückt die Frage ins Zentrum, wie Gerechtigkeit und Heilung möglich sind. Jafar Panahi stellt diese Frage in einem Moment, in dem das Regime im Iran noch immer fest im Sattel sitzt. Und er geht dafür ein hohes persönliches Risiko ein.

 

Die Mucker

So, 27.09.2026, 17:00 Uhr, Kulturkino Kaimt

Kurtrierer Str. 40, 56856 Zell Mosel

 

Drama, Historie

Mit dem brasilianischen Spielfilm "Die Mucker" zeigen wir eine Rarität aus der Schatzkammer der Filmgeschichte. Die Geschichte taucht ein in eine bevorstehende Katastrophe. Sie verfolgt die letzte Lebensphase einer in den Süden Brasiliens

ausgewanderten Gruppe armer Bauern und Bäuerinnen, die sich Anfang der 1870er-Jahre um die strenggläubige Josefina Mentz Maurer scharen und in ihr, einer Frau, ihren Messias sehen. Die Gruppe dieser "Mucker" setzt ein an der Bibel und sozialistischen Ideen ausgerichteten Modell kollektiver Landwirtschaft um. Das ruft erst Misstrauen, bald aber schon den tödlichen Hass von Siedler*innen hervor, die einem an Privateigentum und persönlichem Reichtum orientierten Dorfleben anhängen. Der Konflikt eskaliert.

 

Vor der Vorstellung werden Gaby Küppers und Gert Eisenbürger kurz eine Einordnung des Films in die Auswanderung aus deutschen Regionen nach Brasilien im 19. Jahrhundert geben.

 

Nach dem Film stellen sie ihr im Mai 2026 erschienenes Buch "MoselbrasilianerInnen. Migration: Weggehen, Ankommen, Gestalten" vor. Darin wird das Elend an der Mosel beschrieben, die Menschen - Männer und Frauen - dazu brachte, den schwierigen Weg nach Brasilien auf sich zu nehmen. Warum sie in Brasilien gerne aufgenommen wurden, was sie in ihren Briefen nach Hause verschwiegen und was aus den folgenden Generationen wurde, ist ebenfalls ein Thema. So viel sei verraten: Einige Moselaner und Moselanerinnen wurden für die Geschichte Brasiliens sehr wichtig.

 

2.10

Der TreffPunkt in Zell Mosel lädt anlässlich der Interkulturellen Woche ein zum "Freitags-Café" zu Begegnung und Austausch in der Schlossstr. 22 in Zell Mosel.

Der TreffPunkt Zell Mosel wird getragen von Caritas Mosel - Eifel - Hunsrück und unterstützt von der Kath. Pfarrei Zeller Hamm, der Evang. Kirchengemeinde Mosel-Hunsrück sowie von der Verbandsgemeinde Zell Mosel.

Aktuelles Programm

Kontakt

 

Kino: karten@kulturkinokaimt.de

Treffpunkt: Silke Kruse, Leiterin des TreffPunktes Zell Mosel

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- Programm (PDF) Interkulturelle Woche 2026 in Zell (Mosel)