Gottesdienst zum Tag des Flüchtlings

 
Karlsruhe: 28.9.2012; 17 Uhr, Lutherkirche

Pfarrerin Ulrike Krumm veranstaltete mit Vertretern von Flüchtlings-Hilfsorganisationen den folgenden Gottesdienst.

Ablauf des Gottesdienstes:

Flötenimprovisation

Begrüßung

Ich freue mich sehr, dass wir diesen Gottesdienst heute Abend miteinander feiern können.Wir feiern ihn heute am Tag des Flüchtlings innerhalb der interkulturellen Woche, die in jedem Jahr Wege zueinander, miteinander und füreinander öffnen will.

Vorbereitung und Mitdenken: Amnesty, Freunde für Fremde, Freundeskreis Asyl

Flüchtlinge, die aus Ettlingen gekommen sind ... und aus KA

Sie alle, denen es ein Anliegen ist, ihr Mitgefühl für die Situation der Flüchtlinge hier und in anderen Ländern miteinander zu teilen (share) und im Gebet vor Gott zu bringen im Vertrauen darauf, dass wir nicht nur klagen, sondern auch hoffen dürfen.

Lied: How many roads  

Eingangsvotum

Wir glauben an einen Gott, der Leben für alle will.

Wir halten uns an Jesus, der für die da war, die ihn brauchten.

Wir bitten um den Geist, der unsere Bereitschaft stärkt, füreinander da zu sein

Wunden zu heilen, aber auch den Finger auf Wunden zu legen – so feiern wir unseren Gottesdienst in seinem Namen – im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

 

Ps 23, EG 710 aufschlagen – kann ein Flüchtling lesen?

 

The LORD is my shepherd. I shall not be in want.

He makes me lie down in green pastures, he leads me beside quiet waters.

He restores my soul.

He guides me in paths of righteousness for his name’s sake.

Even though I walk through the valley of the shadow of death,
I will fear no evil for you are with me; your rod and staff they comfort me.

Thou preparest a table before me in the presence of mine enemies;
thou annointest my head with oil; my cup runneth over

Surely goodness and mercy shall follow me all the days of my life

and I will dwell in the house of the LORD forever.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Gebet

Gott, wir sind alle auf der Wanderschaft ... (wer liest?)

Lied : „Amazing Grace“

Nachrichtenmeldungen:

„Guten Abend meine Damen und Herren. Sie hören die Nachrichten.

Lampedusa: Auf dem Weg nach Europa ist heute im Mittelmeer erneut ein Flüchtlingsboot gekentert. 56 Menschen wurden vor der italienischen Insel Lampedusa gerettet. Auf dem Schiff sollen sich nach Angaben von Überlebenden etwa 100 Menschen befunden haben.

Erst gestern war vor der Türkei ein überladenes Boot mit Insassen aus Syrien, dem Irak und Palästina verunglückt. Dabei sind vermutlich rund 60 Menschen ertrunken.

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unten links : Karlsruhe, September 2012. Er herrscht wieder reger Betrieb auf dem Hinterhof einer Gewerbeimmobilie im Rheinhafen. Längere Zeit standen die Werkstätten in der Hansastraße nach einer Geschäftsaufgabe leer, doch nun wohnen dort mehrere Familien. Weil die Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge (LAST) in der Durlacher Allee derzeit aus al1en Nähten platzt, werden die Asylbewerber seit einigen Wochen in sieben Notunterkünften im Stadtgebiet untergebracht. Eine davon ist im Rheinhafen. Wo dort vor einiger Zeit noch mit Schrott gehandelt wurde, toben nun kleine Kinder.

Der Bedarf ist derzeit so groß wie selten zuvor. Zwischen 2007 und 2011 hat sich die Zahl der Asylbewerber in Baden-Württemberg mehr als verdreifacht. Im Jahr 2007 wurden 1.600 Flüchtlinge in der Landesaufnahmestelle registriert, im Jahr 2011 waren es 5.260. Im ersten Halbjahr 2012 waren es bis jetzt schon 2.550, in Juli und August allein 1.380, Tendenz steigend. Sämtliche 980 Betten der LAST sind belegt, inzwischen wurden für 700 Asylbewerber zusätzliche Notunterkünfte vermittelt. Eine Lösung des Problems ist bis auf weiteres nicht in Sicht. Wegen der Raumnot müssten oft ganze Großfamilien in einem Zimmer untergebracht werden.  In den Notunterkünften kann den Flüchtlingen keine Beratung angeboten werden.

unten rechts Auch hier bei uns in der Oststadt, in der Seubertstraße, wurden Flüchtlinge in einer solchen Notunterkunft untergebracht. Dort wo früher 15 Studenten lebten, seien es nun 80 Asylbewerber, berichten Anwohner. Sie betonen, dass sie nichts gegen Ausländer hätten, sich aber von den Neuankömmlingen gestört fühlen. Menschen waschen im Hof von Hand ihre Wäsche und halten sich nachts draußen auf dem Gehweg auf. Es sei so laut, dass sein Sohn abends nicht einschlafen könnte, berichtet einer. Das Regierungspräsidium hält die Wohnsituation dagegen für „sozial adäquat“. Die Anwohner vorher über die Unterbringung von Flüchtlingen zu informieren, erachte man nicht als notwendig.

Stadträte in Karlsruhe halten die aktuelle Unterbringung von Asylbewerbern in der Fächerstadt für menschenunwürdig. Das Gebäude in der Rheinhafenstraße und seine Ausstattung seien völlig menschenunwürdig. Toiletten und andere sanitäre Einrichtungen seien viel zu wenig vorhanden. Eine ausreichende Heizungsanlage fehlt – im Blick auf den bevorstehenden Winter ein unhaltbarer Zustand. Insbesondere für die Kinder sei solch eine Unterbringung ein erhebliches Gesundheitsrisiko.

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Nachrichtensprecher Athen: Griechenland ist mit seinem Flüchtlingsproblem überfordert. In dem Land leben etwa eine Million Flüchtlinge, die einen Antrag auf Asyl praktisch nicht stellen können, weil weder Geld noch Personal vorhanden ist. Außerdem fehlt es an Unterkünften. Tausende Flüchtlinge irren ohne Arbeit und ohne Obdach durch Athen, wo sie Schlägertrupps ausgesetzt sind, die Jagd auf Ausländer machen. Kurz vor der Wahl will die Regierung bis zu 50 Internierungslager für die Flüchtlinge einrichten, die meterhoch mit Stacheldraht umzäunt werden sollen.

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unten links: Eine Mitarbeiterin des Diakonischen Werks, die im Menschenrechtszentrum arbeitet, schreibt mir:

Wir haben in diesem Jahr extrem viele Familien, die auf der Flucht auseinander gerissen wurden. Ihre Fluchthelfer haben zwar das  Geld kassiert, aber ihre Arbeit nicht richtig gemacht. Manche stellen keine Pässe aus, manche sagen der Frau, dass sie schon einmal vor reisen soll und die Kinder nachkommen würden. Aber sie kommen nicht nach ...

Eine Frau aus Afghanistan hat den Rest der Familie in Athen verloren.
Eine andere Frau hat Kind in Rom, noch eine andere Frau hat ihr Kind in den Niederlanden. Und eine Frau, auch aus Afghanistan, hat das kleine Kind auf dem Mittelmeer verloren, ertrunken.

Es sind die Geschichten, die man aus der Zeitung kennt. Die bei uns Leib und Gestalt annehmen. Menschen sitzen vor einem und erzählen diese Dinge, und man weiß gar nicht mehr, wie man das auffangen soll.
Wir sind ja in erster Linie eine Beratungsstelle, die aktiv helfen will. Das heißt, wir versuchen sofort Lösungen zu finden. Nachrecherchieren in Athen  oder in Rom zum Beispiel. Dazu kommt, dass die Flüchtlinge von Karlsruhe aus verlegt werden und der Kontakt zur dortigen Sozialberatung hergestellt werden muss. Das alles gestaltet sich als sehr sehr zeitintensiv und schwierig.

Unsere kleine Beratungsstelle kann den großen Ansturm kaum noch bewältigen. Unser Personalschlüssel reicht einfach nicht aus. Das Büro wird förmlich  überschwemmt mit Menschen, die eine Ablehnung erhalten (im Moment viele Roma). Wir schreiben dann eine Klage, aber man weiß , dass es sehr aussichtslos ist. Für diese Menschen müsste vor Ort, in Mazedonien oder Serbien z.B. eine Lösung gefunden werden. Sie werden im Asylverfahren sofort abgelehnt.
Die Politik müsste endlich neue Stellen schaffen: in der Verwaltung, beim Bundesamt, das auch nicht mehr hinterher kommt, in der Sozialberatung.
Meiner Meinung fallen wir momentan wieder in die 90 er Jahre zurück, als es so viele Bürgerkriegsflüchtlinge aus Bosnien gab. Es müsste viel schneller von Seiten der Politik reagiert werden.

Unten rechts:Seit einiger Zeit besuchen immer wieder Flüchtlinge, die in der Landesaufnahmestelle untergebracht sind, unsere Sonntagsgottesdienste in der Lutherkirche. Sie sind in ihrer Heimat mit dem christlichen Glauben in Kontakt gekommen und wollen noch mehr darüber erfahren. Oder sie sind bereits Christen und suchen hier nun hier Anschluss an eine Gemeinde. Einige wollten auch schon getauft werden.

Um unseren Gästen zu ermöglichen, den Gottesdienst zu verfolgen, auch wenn sie die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrschen, haben wir für sie einen Gottesdienst-Ablauf sowie das Vaterunser und das Glaubensbekenntnis in verschiedenen Sprachen zusammengestellt. Als Gemeinde versuchen wir den Flüchtlingen das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind. Aber wir stoßen dabei immer wieder auch schnell an unsere Grenzen.

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Nachrichtensprecher Istanbul: Immer mehr Menschen wollen aus Syrien in die Türkei fliehen. "Wenn die Zahl der Flüchtlinge über 100.000 steigt, können wir sie nicht mehr unterbringen", sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu vor Kurzem. Die Notlage könnte sich in den kommenden Wochen weiter verschärfen, denn in der Hauptstadt Damaskus eskalieren die Kämpfe.

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Abier Bushnaq:
- Fadis Fall, hochbegabter Palästinenser in Dritter Generation Flüchtlingslager-Diaspora, der Zeit seiner Geburt ohne Registrierung außerhalb des UNWRA-Schutzes lebt und unschicklicherweise zwischen den Stühlen der Weltpolitik geriet, weil er das Gastland Syrien verließ, um Musik studieren zu können, und dessen befristete Pass ablief und nicht verlängert wurde. 9 Monate zu Fuß/Landweg unterwegs von Iran bis Deutschland. 3 Abschiebetermine (Rumänien) kurzfirstig abgewendet... dank der Hilfe vieler Helfer, unter anderem der Kirche. Er hat ein halbes Jahr gebraucht, sich zu erholen, hat sich dann aber blitzschnell integriert, viele Freunde gewonnen, Sprache gelernt, Musikunterricht genommen, Gaststudium im SS und Studium ab WS, Praktikum an Bad. Staatstheater ist ihm zugesprochen (macht er in den Semesterferien).

- Fall eines vom Krieg in Algerien traumatisierten, verschlossenen, menschenscheuen, wortkargen Ex-Soldaten aus einer Anti-Terror-Spezialeinheit. Er hat bisher nur aufgrund der psych. Erkrankung Bleiberecht. Abschiebung konnte abgewendet werden.

- Fall eines Syrers, dessen Frau, weil er sie liebte, getötet wurde und der seit 11 Jahren in der EU wie ein Geist umherirrt, so lange schon befindet er sich im Asylverfahren und findet keine Ruhe. Deutschland zweifelt nun an seine Zuständigkeit an und will ihn nach Belgien zurückzuschicken, die Reise geht für ihn also vermutlich weiter.

Unten rechts: Geschichte des Flüchtlings aus Ungarn.

Eine Kerze anzünden – Osterkerze?

Stille – Flötenimprovisation

Kyrie-Gebet Gnädiger Gott.

Hilflos stehen wir vor dem Hass,  der sich unter Menschen ausbreiten kann.

Kriege und Bürgerkriege, Terror und Repression machen Menschen zu Flüchtlingen.

Hier bei uns wird viel von den Problemen gesprochen, die wir damit haben

anstatt Mitgefühl zu empfinden mit den Problemen, vor die die Flüchtlingen gestellt sind.

Wir können uns einfach nicht vorstellen, was sie erlebt haben und wie sie es erlebt haben – unsere Seelen sind weit voneinander entfernt

und doch sind wir so nah. Wir möchten helfen, uns einsetzen für Unterstützung und Hilfe, für Gerechtigkeit und ein gelingendes Mitteinander

und wissen doch oft keinen Rat. Darum rufen wir zu dir: Kyrie eleison.

Lied: Lasst uns den Weg der Gerechtigkeit gehen

PREDIGT

Psalm 68 gemeinsam sprechen

„... der die Einsamen nachhause bringt ...“

  • einfache Worte, von denen sich jeder angesprochen fühlt
  • strahlen unglaublich Wärme aus : einsam = mitfühlend, nachhause = Vertrauen, Menschen (ich gehe nachhause = auskennen, sicher sein)
  • weil jeder die Erfahrung schon einmal gemacht hat
  • einsam: keinen Menschen haben, dem man sich anvertrauen kann
  • Flüchtlinge können nicht mehr nachhause und leiden darunter
  • ihre innere Einsamkeit kann niemand beschreiben
  • sie wünschen sich, dass sie sich  hier wenigstens ein bisschen zuhause fühlen können.
  • Der die Einsamen nachhause bringt – aber Gott greift nicht ein!
  • Damals auch nur: veränderte Außenpolitik des persischen Großkönigs
  • Hoffnung dass die Anstrengung richtig ist und nicht verloren ist – das wäre schon viel!
  • Sich wärmen lassen von den Worten und die Erfahrung machen: Es sind doch mehr als Worte – eine unaussprechliche Kraft.

 

Fürbitten – Kerzen anzünden!

Herr unser Gott,

Wir haben uns für diesen Tag das Motto gewählt: „Flucht ist kein Verbrechen“.

Trotzdem erleben viele Flüchtlinge an den Außengrenzen der EU, dass sie wie Verbrecher behandelt werden.

Über  Internierung,  Inhaftierung,  gefängnisgleiche Unterbringung oder

das Leben in der Obdachlosigkeit  in einigen Ländern sind wir informiert,

aber tun dagegen zu wenig. Wir berufen uns auf Dublin II und  machen uns so mitschuldig an den körperlichen und seelischen Verletzungen, 

die die Schutzsuchenden  erleiden müssen. Wir machen uns mitschuldig

an den vielen Toten im Mittelmeer, (2011 waren es über 2000 Menschen),

die die Überfahrten nicht überlebten.

Hilf uns mit dieser Schuld zu leben, Hilf den Flüchtlingen den Glauben an die Zukunft und an Dich nicht zu verlieren. Herr unser Gott: 

Wir bitten Dich erhöre uns!

Lebendiger Gott,

du kennst unsere Fehler und Schwächen und hast uns doch angenommen.

Wir bitten Dich um Hilfe, weil auch wir oft versagen.

Wir bitten Dich auch für die politisch Verantwortlichen

in Europa, Bund, Land und Kommune. Lass sie Lösungen finden,

die mitmenschlich und weitsichtig sind. Lass sie die Not der Flüchtlinge erkennen und ihnen Bleibe zugestehen. Wie viel mehr Flüchtlinge könnte  Europa  aufnehmen, wenn weniger  Eigeninteressen im Fokus stünden.

Wir bitten dich  für uns, wenn uns der Mut verloren geht,

weil wir machtlos Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung

auch in unserem Land gegenüber stehen. Hilf uns, wenn wir es nicht vermögen, mehr zu bewegen, mehr zu erreichen.  Gib uns  frischen Mut  und neue  Kraft  beherzt für unsere Mitmenschen einzustehen, sie als Schwestern und Brüder,  als deine Kinder, anzunehmen.

Wir rufen zu dir: lebendiger Gott:             

wir bitten dich erhöre uns!

Gerechter Gott

Du willst, dass die Menschen miteinander fair umgehen und fair zusammenleben. Du erwartest, dass die kulturellen und religiösen

Unterschiede friedlich gelebt werden können.

Schenke uns die Fähigkeit einander anzunehmen.

Wir bitten Dich für alle, die statt Zusammenhalt und Gemeinschaft 

Hass predigen und zu Gewalt gegeneinander im Alltag aufrufen.

Hilf ihnen mit positiven Gegenerfahrungen zu neuen Ansichten zu gelangen.

Sei bei den Opfern der Gewalt, um sie aufzufangen

und in deiner Kraft zu bergen. Wir rufen zu Dir:  Gerechter Gott:   

Wir bitten Dich erhöre uns! 

Beschützender Gott

Viele Schutzsuchende kommen zurzeit tagtäglich in der Zentralen Aufnahmestelle in Karlsruhe an. Manchmal sind es mehr als 100 Flüchtlinge

an einem Tag. Unsere Einrichtungen sind völlig überbelegt

und die Ausweichquartiere entsprechen oft nicht einer menschenwürdigen,

auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichteten Unterbringung.

Hilf den Ankömmlingen diese Situation zu ertragen, erhalte ihren Mut,

dass sie nicht aufgeben an eine bessere Zukunft zu glauben.

Gib den Mitarbeitern und Betreuern der Aufnahmestelle, Kraft, Stärke, Ausdauer  bei  ihrer Überbelastung   freundlich zu bleiben,

gerechte Entscheidungen zu treffen und nicht aufzugeben

nach der Suche geeigneter Unterbringungsmöglichkeiten.

Wir rufen zu Dir: Gott, Du Beschützer:       

 wir bitten dich erhöre uns!

Herr unser Gott

Unsere Fürbitten dürfen nicht zu Ende gehen, ohne an die syrischen Flüchtlinge zu denken.

An die  Flüchtlingslager,  die in der Wüste den Menschen

keinen Schutz bieten können,  an die Flüchtlinge, die an der Grenze in Angst ausharren und nicht in die überfüllten Lager aufgenommen werden,

an  die Lagerbedingungen - ohne ausreichend  Nahrung, frischem Wasser

oder sanitären Anlagen, an die Verletzen ohne angemessene Versorgung,

an die Traumatisierten von Krieg, Gewalt, Terror. Von all dem wissen wir, hören wir und sind doch ohnmächtig. Herr unser Gott, nur du kannst diesem Leiden und Sterben ein Ende bereiten. Wir bitten dich inständig, für die Kinder, die Frauen und Männer- hilf ihnen, auch sie sind Schwestern und Brüder.

Wir rufen zu Dir:  Herr unser Gott:                          

wir bitten Dich erhöre uns!

Vaterunser

Lied: We shall overcome

Wo Hoffnung vertrocknet, wo Gerechtigkeit erstickt wird, wo Leben verblüht

sei du unsere Vision von einer anderen Zukunft.

Wo Hoffnung gesät wird, wo Gerechtigkeit aufblüht, wo Leben erwacht,

geh mit uns in eine andere Zukunft.

Wo Menschen fair handeln, wo Gerechtigkeit regiert, wo die Fülle des Lebens aufscheint – bricht eine andere Zukunft für alle schon an.

Segen (eed)

Der Gott der Schöpfung bestärke dich in seinem Geist,

dass du dich für Gerechtigkeit und Güte einsetzt

und dem Verachten und Zerstören widerstehst.

So sollst du ein Segen sein.

Es segne und behüte dich der liebende und alles umfangende Gott,

Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen.

Einladung zum Film in der Kinemathek und zum Zusammensitzen

Flötenimprovisation

 

 

 
Jahr:
2012
Autorin:
Ulrike Krumm, Pfarrerin
Weitere Informationen:

Kontakt
Pfarrerin Ulrike Krumm
Durlacher Allee 23
76131 Karlsruhe
Telefon: (0721) 698345
Telefax: (0721) 694034
E-mail: lutherkirche-ka@versanet.de