Bischof Dröge ruft zu Engagement für die Menschenrechte auf - 70. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

 

10.12.2018, Berlin, EKD/epd: Zum 70. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat der evangelische Bischof Markus Dröge zum Engagement für die Menschenwürde und gleiche Rechte für alle aufgerufen. Obwohl sie in vielen Verträgen als verbindlich anerkannt worden seien, würden die Menschenrechte bis heute „weltweit vielfach mit Füßen getreten“, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am 9. Dezember laut Manuskript in seiner Predigt in der Berliner Marienkirche.

Aus Anlass des 70. Jahrestages der Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 veröffentlicht die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ein „Wort des Rates zum Tag der Menschenrechte 2018“.

Mit der Erklärung der Menschenrechte hätten die Vereinten Nationen ein Dokument erschaffen, das ähnlich wie die prophetischen Visionen der Bibel zur Gerechtigkeit ein Hoffnungsbild zeichne, das auch zum Handeln auffordere, betonte Dröge: „Es war eine große Tat, im Jahr 1948 die Menschenrechte zu formulieren, in einer von grausamen Kriegen zerstörten Welt, in der vielen der Glaube an das Gute verloren gegangen war.“
 
Heute erfordere es wieder neuen Mut, die Menschenrechte stark zu machen, betonte Dröge. Der Glaube an eine gute Zukunft der Welt drohe verloren zu gehen, viele Menschen flüchteten sich in persönliche und nationale Egoismen. Deshalb seien Ermutigungen wichtig, sich dafür einzusetzen und daran mitzuwirken, dass die Menschenrechte respektiert werden und Menschen das ihnen zustehende Recht bekommen.
 
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 von den Vereinten Nationen verkündet. Zu dem Datum wird jährlich der Tag der Menschenrechte begangen.