Gottesdienst „Vielfalt statt Einfalt“ zum Start der IKW in einer diakonischen Einrichtung: „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern…Gottes Hausgenossen“

 
Mosbach, Johanneskirche, 25.9.2016,
Singkreis- und Orffgruppe mit ihrem Leiter, Peter Bechtold

Bei dem ökumenischen Gottesdienst in der Einrichtung der Behindertenhilfe der Johannes-Diakonie Mosbach ging es um die täglich erlebte  Vielfalt in der Gemeinschaft der dort lebenden Menschen und derer in ihrer Umgebung. In der Einrichtung leben Menschen vielfältigster Herkunft, z.B. aus der Türkei, Pakistan, afrikanischen Ländern usw. Tag für Tag werden kulturelle Grenzen erlebt und überschritten. So sind auch die Gottesdienste grundsätzlich ökumenisch, da alle BewohnerInnen eingeladen sind, ohne „Taufscheinkontrolle“. Eine breite kulturelle Vielfalt im Glauben wird gelebt, die über die Ökumene zwischen Protestanten, Katholiken und Orthodoxen weit hinausgeht. Seit vielen Jahren wird z.B. das Vater-unser, auch, aber nicht nur, für Sprachunfähige, mit Bewegungen gebetet.
Seit ca 15 Jahren gibt es eine intensive Partnerschaft mit einer Organisation in Indien, Child Guidance Center, wo Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen menschenwürdig gefördert werden. Der Kontakt ist lebendig. So gab es statt eines üblichen „Dialogs“ zwischen „denen in Deutschland und denen, die gekommen sind“ mindestens einen „Trialog.
In der Einrichtung leben auch 40 Jugendliche und ca. 40 ewachsene Männer. Die meisten sind aus Pakistan, Syrien und Eritrea geflohen.
Beim Gottesdienst zur IKW wurden die Lesungen in Arabisch, Französisch und in Englisch zu Gehör vorgetragen. Ein christlicher Musiker aus Nigeria, der in der Stadt Mosbach lebt, hat den Gottesdienst sehr bereichert.
Im Gottesdienst hat Nancy Gelb, Kirchenbezirksbeauftragte im Kirchenbezirk Mosbach und anteilig Adelsheim-Boxberg, zuständig für die Fachberatung für Flüchtlinge und Ehrenamtliche, ihre Arbeitsgebiete vorgestellt.

 

Am Samstag, den 01.10.2016 wurde zudem noch zu einem Filmabend in der Stiftskirche Mosbach eingeladen. Gezeigt wurde der Film die Karawane der Hoffnung. Ein Film von und mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Ein Potpourri aus Dokumentarszenen, Interviews, „Making Of“s und kleinen Spielfilmsequenzen. Anderthalb Jahre lang haben 30 junge Flüchtlinge mit professioneller Unterstützung an ihrem Film gearbeitet. Sie erzählen von Heimat, Flucht und Hoffnungen.
Das Film- und Kunstprojekt wurde von Black Dog Jugendbildung e.V. in Zusammenarbeit mit dem Christophorus Jugendwerk und der Erich- Kiehn-Schule (Oberrimsingen) realisiert. Der Eintritt beim Filmabend in der Stiftskirche am 01.10.2016 um 19.30 Uhr war frei.

 

 

 
Jahr:
2016
Weitere Informationen:

Mitwirkende:

  • Nancy Gelb, Diakonisches Werk Neckar-Odenwald-Kreis (auch Lesungen in Englisch) und
  • Pfrn Birgit Lallathin (auch Lesungen in Leichter Sprache, deutsch)
  • Singkreis und Orffgruppe unter Leitung von Peter Bechtold,
  • Christian Ilengi Igibenije (Nigeria) Keyboard
  • Mohammed Afifi (Ägypten) Lesungen in Arabisch
  • Gertrud Ockert - Lesungen in Französisch
  • Pfrn Ulrike Paeper – Bilder aus der Partnerarbeit (Child Guidance Center) in Hyderabad, Indien
Kontakt:

Pfarrerin Birgit Lallathin
Evangelisches Pfarramt bei der Johannes-Diakonie Mosbach
Neckarburkener Straße 40, 74821 Mosbach
Telefon: 06261 88-245, Birgit.Lallathin@johannes-diakonie.de
www.johannes-diakonie.de