Enisas Tagebuch - eine szenische Lesung über Flucht und Asyl - insbesondere für Schulen

 

Das Stück „Enisas Tagebuch“ ist als szenische Lesung angelegt und erzählt in Tagebuchform aus der Sicht des 10jähriges Mädchens Enisa die authentische Geschichte einer Roma-Familie, die vor Krieg und Pogromen aus dem Kosovo nach Deutschland flüchtet und unter dramatischen Umständen wieder abgeschoben wird.

Zwischen den einzelnen Tagebuchsequenzen informiert ein Sprecher über die vielfältigen Aspekte der Asylproblematik, angefangen bei den verschiedenen Ursachen von Flucht bis hin zur aktuellen Situation. Per Beamer werden die einzelnen Szenen bebildert und politische wie soziale Fakten in leicht verständlicher Form eingeblendet.


Das ueTheater war mit seinem Forumtheaterstück "Asyl – Menschen wie Menschen behandeln" einige Jahre in Bayern unterwegs und war auch im Rahmen der Inerkulturellen Woche zu sehen. Immer wieder wurde das Team bei Auftritten von anwesenden Lehrerinnen und Lehrern gebeten, das Stück auch in Schulen aufzuführen. Leider war dies aus organisatorischen Gründen nie möglich. Mit dem Stück „Enisas Tagebuch“ soll nun diese Lücke gefüllt werden. Es entstand bereits vor einigen Jahren auf Anregung der Regensburger „Bürger_innen-Initiative Asyl“ (BI Asyl). Damals wurde es unter dem Namen „lieber sterben“ im Elly Maldaque Theater an der Uni Regensburg aufgeführt.

Das Stück wurde nun aktualisiert, da das Team feststelle, dass sich nicht allzuviel geändert hat. Nach wie vor ist der Hauptgrund für Flucht Krieg, nach wie vor sind die am meisten Betroffenen Kinder.

Das Team meint: "Die authentische Geschichte der kleinen Enisa zeigt deutlich, dass uns jede Flucht angeht und angehen muss. Ob es nun der Krieg in Syrien, Irak, Afghanistan, Jugoslawien, Somalia oder Libyen ist, immer ist der Westen maßgeblich involviert. Sei es als direkter Kriegsteilnehmer oder als Lieferant für Kriegsmittel jeder Art. Besonders Deutschland als drittgrößter Waffenexporteur der Welt hat hier eine besondere Verantwortung.
„Enisas Tagebuch“ will durch Aufklärung Verständnis und Mitmenschlichkeit wecken, damit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus keine Chance haben."

 
Jahr:
2016
Weitere Informationen:
Zielgruppe: Das Stück ist für Jugendliche ab der siebten/achten Jahrgangsstufe sinnvoll, also etwa ab 13/14 Jahren.
Es eignet sich prinzipiell für alle Schularten, von Förder- und Hauptschulen über berufliche Schulen bis hin zu Gymnasien und berufliche Oberschulen.
 
Die Aufführung selbst dauert knapp 60 Minuten.
Eine Diskussion schließt sich an, in der die Schülerinnen und Schüler ausgiebig Gelegenheit haben, mit den Akteuren das Gesehene zu reflektieren.

Alle Details zur Technik, dem Bühnenformat, den Kosten, zu freien Terminen etc. unter:
www.uetheater.de/index.php/mobiles-schultheater/enisas-tagebuch#umsetzung

Eine telefonische Buchung wird aufgrund der leichteren Terminabsprache empfohlen.

Kontakt:

kurt.raster@uetheater.de
Te.: 0941 - 700 299
Regensburg