Abschlusspredigt von Superintendent Jürgen Knabe, Gummersbach, zur IKW 2015 zum Thema Geflüchtete, ihre Aufnahme und die Ursachen von Flucht

 
Pfarrerin Anja Karthäuser war sehr zufrieden mit der Interkulturellen Woche - und Superintendent Jürgen Knabe rüttelte mit seiner Predigt auf. Quelle: Ev. Kirchenkreis An der Agger.

Ein beeindruckender Abschlusstag für die Interkulturelle Woche: Am Samstag, 3.10., luden katholische, evangelische und orthodoxe Christen zum Festgottesdienst, anschließend fand rund um die Kirche Kirchenkreis An der Agger, im Zentrum von Gummersbach ein mehrstündiges und fröhliches Abschlussfest statt.

Höhepunkt war für viele die engagierte Predigt von Jürgen Knabe, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises An der Agger. Christenpflicht für ihn ist die Aufnahme der Flüchtlinge, aber eben auch die Pflicht, die Ursachen zu bekämpfen. Flucht folgt auf Krieg und Hunger - auch und gerade da sind die starken Nationen Europas in der Pflicht. Er forderte ebenso eine europäische Lösung ein wie auch den Dialog mit denen, die Angst haben vor der aktuellen Entwicklung. Ein komplexes Thema - die Predigt bieten wir komplett zum Download an.

Neben den nachdenklichen und aufrüttelnden Worten des Superintendenten war es ein durchweg fröhlicher Tag, getragen von viel Gemeinsamkeit. Der Gottesdienst wurde mit gestaltet von Sängerinnen und Sängern des Wiehler RJSE-Chorprojektes. Knabe: „Die herausragenden Chorbeiträge des RJSE-Projektchors haben in ihrer Stimmung zwischen triumphierenden und meditativen Passagen dem Gottesdienst zwischen jubelndem Gotteslob und der bedenklichen Situation hilfesuchender Menschen einen nachhaltigen Akzent verliehen.“. Dazu die rückblickenden Blitzlichter und Eindrücke der Woche - vorgetragen von der evangelischen Pfarrerin Anja Karthäuser - und die Fürbitten, an denen sich auch Dr. Christian Dickschen (Integrationsbeauftragter des Oberbergischen Kreises) und Gerd Wilden (Integrationsbeauftragter Stadt Gummersbach) beteiligten.

Gestemmt wurde die Woche wie auch der Abschlusstag von Gabriele Goldschmidt (Caritas) und Anja Karthäuser (ev. Kirchenkreis). Und Anja Karthäuser ist sich sicher: "In dieser Woche konnten Kontakte geknüpft und Impulse gesetzt werden." Zu den Höhepunkten zählte neben dem samstäglichen Abschluss sicher auch das Turnier der Kulturen am Anfang, aber auch die vielen dezentralen Veranstaltungen wie das Kennenlernen der "Neuen Nachbarinnen" in Wipperfürth oder die Präsentation der 20 Flüchtlingsinitiativen des gesamten Kreises. Und es gab gute neue Beispiele zu sehen wie das Engagement des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes, der jetzt Müll-Informationen auch in arabischen Sprachen präsentiert. All das macht Lust - Lust auf die Interkulturelle Woche 2016.

Quelle: https://www.ekagger.de