Theater: Asylant im Wunderland - Satire über den Umgang mit Flüchtlingen

 
©Angelika Osthues

Zwei Beamte des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge warten am Flughafen auf Asylbewerber. Doch sie werden nicht von Polizisten begleitet, um die Ankömmlinge ins Gefängnis zu bringen oder in eine gefängnisähnliche Unterkunft, sowie es in Deutschland üblich ist. Stattdessen bieten sie den Flüchtlingen Kaffee, Bier und Sekt an. Außerdem wartet eine Limosine darauf, die "Gäste" ins Vier-Sterne- Hotel zu bringen.

Nur eine Frau glaubt den Beamten nicht. Sie hat genau das Gegenteil in Deutschland erfahren: Jahrelang lebte sie in Flüchtlingsunterkünften, wurde von den Behörden gegängelt und hat von diesem Leben genug, das auch nicht viel besser ist, als das iranische Gefängis, das in ihrer Heimat auf sie wartet...

"Asylant im Wunderland" ist eine bitterböse Satire über das Verhalten der deutschen Bürokratie mit Flüchtlingen. Das Stück beruht auf den wahren Erfahrungen von Flüchtlingen aus Iran, Serbien, Kongo u.v.m., die nach ihrer Flucht nach Deutschland erkennen mussten, dass das Leben hier quasi auch ein Gefängnis ist...

Diese Satire zeigt mit viel schwarzem Humor was Deutschland nicht ist: ein weltoffenes, fremdenfreundliches Land.

Premiere: Januar 2015
Mit: Johanna Kollet und Jörg Schulze-Neuhoff
Autor: Heiko Ostendorf in Zusammenarbeit mit Shaghayegh Zafari
Regie: Heiko Ostendorf

 
Jahr:
2015
Weitere Informationen:

Theater odos bringt Jugendlichen und Erwachsenen wichtige Themen wie Nationalsozialismus, Flüchtlingspolitik, Kolonialismus, Emanzipation, Zwangsprostitution, Terrorismus, soziale Kürzungen nahe. Das Theater geht mit seinen Stücken auf Tournee und kann an jedem Ort - gerne auch außergewöhnlichen - spielen. Die entsprechende technische Ausstattung wird mitgebracht.
Odos bietet nach der Aufführung eine Diskussion an, an der die beiden Schauspieler und/oder der Autor und Regisseur teilnehmen.

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Fragen zu Aufführungen und Kosten: Heiko Ostendorf
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