Musikworkshop und Auftritt - die Jugendgruppe „OH!tave“ in Ohorn spielt auf Bongo-Cajons

 
26.9.2015 Jugendprojekt OH!ktave© Christoph Semper

So mancher Abendspaziergänger in Ohorn dürfte sich am Samstag, dem 26. September 2015, wie in der Karibik gefühlt haben. Aus dem Ohorner Jugendclub erklangen lateinamerikanische Rhythmen aus vielen selbstgebauten Bongo-Cajons. Im Rahmen des Jugendprojektes OH!ktave wurde auch in diesem Jahr ein musikalischer Workshop organisiert, der seinen Höhepunkt in einem gemeinsamen Auftritt mit der Band "Anda que no" fand.

Bereits am Abend zuvor erhielt der Jugendclub Ohorn regen Zulauf. Dank des fleißigen Einsatzes einer hilfsbereiten Mutter wurden die im vorigen Jahr selbst gebauten Percussion-Cajons bemalt. Hierbei entstanden durchaus kreative Unikate, die ihren stolzen Besitzern natürlich auch sehr viel Lob einbrachten.

Der diesjährige Workshop begann bereits am Vormittag. Die angemeldeten Kinder und Jugendlichen fanden sich in der Grundschule Ohorn zusammen, um ihre ersten Bongo-Erfahrungen zu sammeln. Dazu wurde der Werkraum der Grundschule zur Instrumentenschmiede umfunktioniert. Mit reichlich Spaß und Freude an der Arbeit begannen die zukünftigen Bongospieler, die kostenlos bereitgestellten Teile zusammenzusetzen. Der Workshopleiter Juan Saul Villao Crespo, selbst begnadeter Schlagzeugspieler, unterstützte die Kids mit viel Geduld und Fachwissen dabei. Ebenso halfen Anna, Christopher und Lisa Marlen, ihres Zeichens Gründer und „Erfinder“ dieses Jugendprojektes. Zwischendurch wurde für Verpflegung gesorgt, sodass auch wirklich alle Teilnehmer frisch gestärkt ans Werk gehen konnten.

Nachdem die Bongo-Cajons fertig waren, durften die Kids unter Anleitung des Workshopleiters ihre ersten Rhythmusübungen durchführen. Hierbei zeigte sich, dass Musik und vor allem rhythmische Musik über soziale Grenzen hinaus Kinder verbinden kann. Dies wurde besonders deutlich, als der arbeitsreiche und sicher auch anstrengende Tag zu Ende ging. Als die kleinen Bongospieler ihre neu erworbenen Kenntnisse ihren Eltern und Gästen vortragen durften, waren alle kleinen Querelen des Tages schnell vergessen.

An diesem Abend stand die lateinamerikanische Musik im Vordergrund. Eingedenk der kubanischen Herkunft des Instrumentes spielten die Mitglieder von „Anda que no“ unter anderem das Lied „Guantanamera“. Während die Gäste begeistert mitklatschten und teilweise mitsangen, spielten die stolzen Bongobesitzer auf ihren Instrumenten mit.

Auch in diesem Jahr durften die Kids natürlich ihre Bongo-Cajons mit nach Hause nehmen. Inzwischen plant die Projektgruppe zusammen mit Juan Saul Villao Crespo und Christoph Semper bereits den nächsten Workshop. Welches Instrument dann gebaut wird, muss noch eingehend diskutiert werden. Da die Anmeldungen wie erwartet wesentlich höher als die zu vergebenden Plätze ausfielen, kann man davon ausgehen, dass hier ein großer Bedarf besteht.

Alles in allem bot sich sowohl den Mitwirkenden als auch später den Gästen eine sehr stimmungsvolle Abwechslung, die sicher allen in positiver Erinnerung bleiben wird. Ein großer Dank gilt den Verantwortlichen des Jugendclubs, die ihre Location dem Nachwuchs zu Verfügung stellen. Ebenso ist die Grundschule Ohorn zu benennen, deren Räumlichkeiten für das Projekt unverzichtbar sind.

 
Jahr:
2015
Autor:
Christoph Semper
Weitere Informationen:

Christoph Semper
Diplom Sozialpädagoge (BA)
Regionalteam Westlausitz
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