Eingeschlossen: Ausgeschlossen - Perspektiven geflüchteter Menschen auf die Warteschleife Asyl

 

Diese Fotodokumentation zeigt Menschen in Dresden und Umgebung, die in Asylsuchendenheimen leben müssen. Sie lädt ein, die eigene Sicht zu wechseln, geflüchteten Menschen zu begegnen und ihre Perspektive kennenzulernen: Wie gestalten Menschen ihr Leben, die aus ihrem Land fliehen mussten und erwarteten, in Deutschland als Mensch behandelt zu werden, die schließlich jedoch ausgegrenzt und unter oftmals demütigenden Bedingungen leben müssen?

Die Ausstellung soll Einblick in die Lebenssituation Asylsuchender geben. Die Texte zu den Fotografien/Portraits entstanden aus leitfadengestützten Interviews mit 14 Asylsuchenden, die in Zusammenarbeit mit dolmetschenden Personen geführt worden sind. Die darin erzählte Lebensgeschichte wurden - möglichst nah an der Sprache der Befragten - in Texte umgewandelt, um die Menschen in diesen unmittelbar sprechen zu lassen. Dabei wurden alle persönlichen Daten anonymisiert. Die Fotografien repräsentieren den Raum des Wartens durch die Darstellung der Personen in ihren Unterkünften. In Zusammenarbeit mit Schauspielerinnen und Schauspielern des Theater La Lune wurden die Texte vertont, sodass ein möglichst barrierefreier Zugang zu der Ausstellung möglich ist.

Die Ausstellung „Eingeschlossen:Ausgeschlossen“ besteht aus den zwei ModulenFotografien und Texte sowie Hörtexte, die als Einheit, jedoch auch unabhängig voneinander gebucht werden können.

Die Ausstellung wandert und kann gebucht werden.

 
Jahr:
2015
Weitere Informationen:

Foto und Text sind auf Alu-Verbund-Platten im Hoch- bzw. Querformat (60x90cm bzw. 40x60cm) gedruckt. Ein Einführungstext beschreibt den Hintergrund und die Ziele der Ausstellung. Die Platten sind mit Aufhängern versehen und können mit Hilfe eines Hängesystems, mit Stellwänden o.ä. aufgehängt werden.

Die Hängung der Fotografien und Texte kann an jede Räumlichkeit angepasst werden. Sofern die Räumlichkeit es zulässt, können alle Fotografien und Texte ausgestellt werden. Ist dies nicht möglich, können wir eine Auswahl treffen.

Hören - Die Lebensgeschichten der Protagonist*innen sind von Schauspieler*innen aus Dresden in Zusammenarbeit mit dem Theater La Lune eingesprochen und in einem Tonstudio aufgenommen worden. So kann die Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten nicht nur auf visuelle, sondern auch auf auditive Weise stattfinden. Die Schauspieler*innen leihen den Asylsuchenden ihre Stimme, so dass diese gehört werden können.
Ebenso als Hörtext gibt es eine Collage aus Ausschnitten der Lebensgeschichten sowie den Informationstext zum deutschen Asylsystem.
Die Hörtexte sind mit Hilfe von Kopfhörern zu hören und werden neben den Bild- und Texttafeln befestigt.

Broschüre - Die Broschüre begleitet die Ausstellung und kann erworben werden. Sie umfasst 84 Seiten und beinhaltet eine große Anzahl der Portraits der Protagonist*innen in Foto und Text. Außerdem gibt sie Auskunft über das deutsche Asylsystem.

Fotoalbum - Ein kleiner, aber nicht unwesentlicher Teil der Ausstellung ist das Fotoalbum mit Fotos, die in Gemeinschaftsunterkünften entstanden sind. Die Unterkünfte befinden sich in Dresden und in angrenzenden kleinen Städten und zeigen die Menschenunwürdigkeit des Wohnens.

Kontakt:

Hannah Zimmermann & Katrin Holinski
eingeschlossen.ausgeschlossen@riseup.net.