Die Ausstellung Typisch “Zigeuner” – Mythos und Wirklichkeit - Ein anderer Blick auf Vorurteile

 

Was wissen Sie über Sinti und Roma? Was über Antiziganismus? Welche Bilder, welche Gedanken entstehen in Ihrem Kopf, wenn diese Wörter fallen? Kennen Sie die Menschen? Kennen Sie Ihre Geschichte?

In der angebotenen Ausstellung erhalten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Geschichte der Sinti und Roma und ihre aktuelle Lebenssituation.

2013 jährte sich zum 70. Mal die Deportation der Sinti und Roma aus Württemberg und Baden in das sogenannte Zigeunerlager im KZ Auschwitz-Birkenau. Nur etwa 10 Prozent der in Mitteleuropa ansässigen Sinti und Roma überlebten die rassistische Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten. Auch nach dem Untergang des NS-Regimes wurden die Sinti und Roma oft weiterhin diskriminiert und verfolgt. Mit der Ausstellung soll diesen oftmals vergessenen Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden.

Details zur zweiteiligen Ausstellung:
Der 1. Teil
lädt ein, sich mit Vorurteilen, Antiziganismus, Stereotypen, Klischees und den Zigeunerbildern auseinanderzusetzen.
Er umfasst die Bereiche: Antiziganismus in der Politik, im Film, in den Medien, in der Wissenschaft und der Geschichte der Sinti und Roma in Europa.
Die Anfangstafel zeigt, dass 1407 Sinti das erste Mal in einer „deutschen“ Stadt, Hildesheim, erwähnt wurden. Die Besucher/innen können Aussagen von Politikern wie Johannes Rau, Helmut Schmidt und Roman Herzog lesen. Sie erfahren vieles zu Ausschluss-Abschiebung-Völkermord, zu Miss- und Nichtachtung und wie die Kirche zum Antiziganismus stand; auch wie in der Kunst, im Film, in der Literatur in der Musik und im Alltag mit diesen Themen umgegangen wurde und wird.

Im zweiten Teil geht es um Sinti und Roma, die Karriere gemacht haben. So zum Beispiel Django und Schnuckenack Reinhardt und einige, die sich erst spät dazu „bekannt“ haben, der nationalen Minderheit anzugehören, da sie sich vor Vorurteilen, Benachteiligungen und Mobbing schützen wollten. Heutzutage gibt es sehr viele Sinti und Roma, die „anonym“ bleiben, die sich nicht outen. Sie arbeiten in vielen Berufszweigen, ob als Kaufleute, Bürgermeister/in, Ingenieure, Studierende, Abgeordnete etc.
Hollywoodschauspieler wie Charles Chaplin, Pola Negri, Rita Hayworth oder Yul Brenner und der Schlagersängerin Marianne Rosenberg, diesich erst sehr spät „geoutet“ hat, werden vorgestellt. Ein weiteres Beispiel ist der Deutsche Johann „Rukeli“ Trollmann, dem es nicht erlaubt war eine Karriere zu machen, weil er ein Sinto war. Er wurde 1933 deutscher Boxmeister im Halbschwergewicht. Anschließend wurde ihm der Titel aberkannt, weil er „Zigeuner“ war. Johann Trollmann kam in das KZ Neuengamme und wurde dort 1943 ermordet. Sein Meistertitel wurde ihm posthum vor einigen Jahren wieder zuerkannt.

Die Ausstellung „ Typisch Zigeuner“? - Mythos und Wirklichkeiten wurde unter anderem vom Geschäftsführer des Kulturhauses RomnoKher, was übersetzt „Kultur Haus bedeutet“, Daniel Strauß, dem Historiker Dr. Udo Engbring-Romang und weiteren Wissenschaftlern im Jahre 2009 konzipiert.
Ziel ist es, die Kluft zwischen Wissenschaften und den Angehörigen der Minderheit zu überbrücken. Es gelang, dadurch die Selbstsicht und Selbstbeschreibung der empfundenen Lebenswirklichkeiten zu untersuchen und zu interpretieren.

 

 
Jahr:
2014
Kategorie: 
Weitere Informationen:

Technische Daten: 25 Rollup - Tafeln (in Taschen verpackt)
1 Tafel "Einleitung"; 12 Tafeln zur Geschichte und zu Zigeunerbildern (Antiziganismus); 12 Tafeln zu Sport, Bürgerschaft, Politik, Mehrheitsgesellschaft, Film, Musik, und Literatur.

Größe des einzelnen Rollups: 120*200 m, Bodenfläche ca. 125*30 cm,
Gewicht je Tafel ca. 3 kg, einzeltragbar.
Platzbedarf: Ca 30 lfd. Meter

Personalbedarf: eine Person (ab Größe 1,75m) kann die Ausstellung allein aufbauen.

Preis: 1 - Woche 300,- €; 2 - Woche 200,- €; 3 - Woche 100,- €; Jede weitere Woche 100.-

Die Ausstellung wird nicht verschickt. Wenn gewünscht, kann beim Transport geholfen werden. Dadurch entstehen jedoch Kosten für den Transport sowie den Auf- und Abbau.

Für die Ausstellung sind u.a. Termine im Oktober frei.

Kontakt:
Sabrina Guttenberger
-Büroleitung der Landesgeschäftsstelle-
Verband Deutscher Sinti und Roma,
Landesverband Baden-Württemberg e.V. 
im RomnoKher, Haus für Kultur, Bildung und Antiziganismusforschung
B7, 16 
D - 68159 Mannheim
fon: 0621/ 911091-00 (Durchwahl -40)
fax: 0621/911091-15
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