Zum Tag des Flüchtlings 2014: Eine „Nacht der Lichter“ mit Texten, Liedern und einer Zeit der Stille in der Mainburger Stadtpfarrkirche

 
Die Stadtpfarrkirche im Kerzenschein

Zu einer „Nacht der Lichter zum Tag des Flüchtlings 2014“ luden die katholische und die evangelische Kirchengemeinde Mainburg am Donnerstag 2. Oktober in die Stadtpfarrkirche ein. Etwa 300 Kerzen erleuchteten das Gotteshaus von 20 Uhr bis 23 Uhr. Dazu waren einfühlsame Texte und Lieder zum Thema „Flucht und Fremdsein“ zu hören.

Der „Tag des Flüchtlings“ wird von der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde Mainburg  seit vielen Jahren mit verschiedenen Aktionen und Gottesdiensten begangen.
Aus aktuellem Anlass sollte heuer mit einer „Nacht der Lichter“ in besonderer Weise auf die vielen Flüchtlingstragödien in aller Welt und besonders im Mittelmeerraum aufmerksam gemacht werden.
Zu Beginn des Abends führten Pfarrer Josef Paulus und Pfarrer Frank Möwes in der noch hell er erleuchteten Kirche in die Thematik ein und warben um Unterstützung für Flüchtlinge auch vor Ort in Mainburg. An einer bronzenen Weltkugel entzündeten sie kleine Lichter an allen Brennpunkten der Erde und gaben das Kerzenlicht schließlich in den gesamten Kirchenraum weiter, während die elektrischen Leuchter nach und nach verlöschten. Kirchenmusiker Tobias Klein begleitete diese Lichtfeier mit sanfter Okarinamusik, so dass die ca. 300 Kerzen mit ihrem warmen Licht die Kirche zu einem Ort der Geborgenheit und zu einem „Asylort für gestresste Seelen“ werden ließen.
Das von Pastoralreferent Paul Weininger zusammengestellte Text- und Musikprogramm stellte dann eine Verbindung her zu Schicksalen von Flüchtlingen, denen ein solcher „Asylort“ verwehrt wird. Zu hören waren mehrere Berichte von PRO ASYL über Flüchtlingsschicksale, die Predigt von Papst Franziskus auf der Flüchtlingsinsel Lampedusa sowie Abschnitte aus seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ , Gebete von Dietrich Bonhoeffer und Betrachtungen über Flucht-Texte aus der Bibel, die von Pfarrerin Cornelia Egg-Möwes verfasst worden waren.
Alle Texte wurden von prominenten Mainburger Persönlichkeiten aufgenommen und anschließend mit Liedern von Pater Norbert Becker, Martin Göth und der Musikgruppe Jonatan zu einem etwa zweistündigen Klangbild zusammengestellt.
Im Anschluss an die Texte und Lieder konnten die Besucher die Gedanken und Melodien noch nachklingen lassen in einer etwa zwanzigminütigen „Zeit der Stille“. Für Interessierte hielten die Veranstalter am Kircheneingang verschiedene Informationsbroschüren von PRO ASYL und den Würzbürger „Heimfocus“ bereit.