Predigt "Wer offen ist, kann mehr erleben" - Predigttext: Mt. 25, 21-28

 
Ökumenischer Gottesdienst zur Interkulturellen Woche 2013 /Solingen, Lutherkirche, 29.9. 2013

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Solingen und der Fachausschuss Zuwanderung, Integration und Flüchtlingsfragen im Solinger Kirchenkreis haben gemeinsam am 29.9.2013 einen Gottesdienst zur Interkulturellen Woche 2013 durchgeführt. Die Predigt sowie den Ablauf und die Gottesdienstbroschüre können Sie unter "Dateianhänge" dem abrufen.

Der Beginn der Predigt zum Thema: Wer offen ist, kann mehr erleben, Predigttext: Mt. 25, 21-28

"Liebe Gemeinde!

`'Wer offen ist, kann mehr erleben' – so heißt das Thema unseres Gottesdienstes zu Beginn der Interkulturellen Woche.

Wer offen ist, der macht Grenzerfahrungen; wer offen ist, der wird an diesen Grenzen Neues erleben; wer offen ist, der macht Grenzerfahrungen, die ihn wie auch immer verändern werden

Solche Grenzen werden unterschiedlich erlebt und wahrgenommen,  je nach Persönlichkeit, Erziehung und Kultur. Grenzerfahrungen sind nicht für alle gleich und so wird man mit Grenzen auch unterschiedlich umgehen.

„Jesus ging weg …", so heißt es zu Beginn des 25. Kapitels des Matthäusevangeliums. Liest man dieses Kapitel von vorne, bekommt man den Eindruck, Jesus kommt an die Grenze seiner Geduld. Die ständige Auseinandersetzung mit den Pharisäern geht an die Substanz.

Außerdem ist er ständig von Menschen umgeben. Die einen wollen ihr Recht, die anderen Hilfe. Verständlich, wenn man da an seine Grenze kommt. Menschen machen müde. Emotionaler Stress oder „burn out" würde man es heute vielleicht nennen. Abtauchen und eintauchen in eine Welt, in der einen hoffentlich keiner kennt, man keinem Rechenschaft zu geben braucht und man endlich seine Ruhe hat. Alles hinter sich lassen - das wär's! Wer kennt sie nicht, solche Situationen?

Jesus verlässt das vertraute Umfeld und geht ins Ausland - in die Anonymität.

Die Grenze, die Jesus hier überschritt, ist eine der vielen Grenzen, die diesen Planeten wie ein feines Netz überziehen und die meistens Menschen voneinander trennen. Jesus ging in die Gegend von Tyrus und Sidon. Das liegt im Norden und gehörte nicht mehr zum Land der Juden, nicht mehr zum Heiligen Land. Heute gehört sie zum Libanon, heute würde Jesus also von Israel in den Libanon gehen.

Und nun wird berichtet, was seine Grenzüberschreitung für Folgen hatte..."

 

 
Jahr:
2013
Autor:
Axel Stein, Pfarrer in der Ev. Gemeinde Solingen-Gräfrath
Weitere Informationen:

Kontakt:
Doris Schulz
Synodalbeauftragte f.d. christlich-muslimische Begegnung im Ev. KK Solingen
Vorsitzende des FA Zuwanderung, Integration und Flüchtlingsfragen im Ev. KK SG'
Wilhelmshöhe 13
42655 Solingen