Ansprechpartner für die Zivilgesellschaft: Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt

 

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) unterstützt das zivilgesellschaftliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, die sich für ein demokratisches und tolerantes Deutschland einsetzen. Es ist zentraler Ansprechpartner und Impulsgeber auf staatlicher Ebene.

Gegründet wurde das BfDT am 23. Mai 2000, dem Tag des Grundgesetzes, von den Bundesministerien des Innern und der Justiz. Die Motivation dazu bestand darin, zivilgesellschaftlich aktiven Initiativen von Vereinen und Verbänden sowie Einzelpersonen einen staatlichen Ansprechpartner und Unterstützer an die Seite zu stellen. Das BfDT sammelt, koordiniert und vernetzt zivilgesellschaftliche Projekte und Initiativen. Dabei arbeitet es stets dezentral mit großen und kleinen Kooperationspartnern zusammen. Des Weiteren besteht seine Aufgabe darin, zivilgesellschaftliches Engagement bekannt zu machen und die Vernetzung untereinander zu fördern. Dies erreicht es durch Publikationen und öffentliche Veranstaltungen wie Preisverleihungen und Tagungen.

Mit der Veröffentlichung erfolgreicher Projekte verfolgt es den Best-Practice-Gedanken: Was einmal Erfolg hatte, kann auch ein weiteres Mal Erfolg haben, und das vielleicht auch an anderen Orten. Gute Projekte und Initiativen sollen zum Nachmachen und Abgucken animieren. Es liegt im Interesse des BfDT, dass innovative Ideen und Erfahrungen weitergegeben werden und sich somit ihre positive Wirkung vergrößern kann.

Ebenso entscheidend für die erfolgreiche Arbeit ist, dass das Bündnis versucht, Menschen verschiedener Herkunft, aus verschiedenen Fachbereichen mit unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen zusammen zubringen. Diese Bündelung von Wissen und Ideen ermöglicht es, eine große Bandbreite an Veranstaltungen, Begegnungen und Lösungen anzubieten. Dieses Konzept spiegelt sich auch bei der Zusammensetzung des BfDT-Beirats wider. Dieser setzt sich momentan aus 19 Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft sowie aus Mitgliedern aller Bundestagsfraktionen und der Gründungsministerien zusammen. Er ist für das Festlegen der inhaltlichen Schwerpunkte des Bündnisses zuständig und tritt mindestens viermal im Jahr zusammen. Zu Beginn des Jahres 2011 wurde die Geschäftsstelle des BfDT organisatorisch an die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) angebunden.

Der Hauptsitz des BfDT ist in Berlin. Hier finden Planung und Koordination der täglichen Arbeit statt. Dabei sind die Themen in sechs Bereiche aufgeteilt: Demokratie, Toleranz, Extremismus, Gewaltprävention, Antisemitismus und Integration. In diesen können alle, die sich aktiv für die Zivilgesellschaft einsetzen, mit Unterstützung rechnen.

Im Folgenden werden fünf Projekte vorgestellt, die sich durch ihren Einsatz und ihren Erfolg besonders für Demokratie und Toleranz auszeichnen. Sie wurden im Rahmen des vom BfDT ins Leben gerufenen Wettbewerbs »Aktiv für Demokratie und Toleranz« ausgezeichnet. Dieser Wettbewerb wird seit dem Jahr 2001 jährlich durchgeführt. Er ehrt zivilgesellschaftliche Projekte aus ganz Deutschland und verschafft diesen bei öffentlichen Preisverleihungen eine breite Resonanz. Die hier vorgestellten Projekte sollen Mut und Lust zum Nachahmen machen: