Ehrenamtliches Netzwerk von Lehrkräften: »Mehr Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte«

 

Im Jahr 2006 durch die nordrhein-westfälische Landesregierung initiiert und in den landesweiten »Aktionsplan Integration« integriert, ging das Projekt »Mehr Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte« ein Jahr später an den Start. Hinter dem Projektnamen stehen weit über 400 Lehrerinnen und Lehrer, die selber eine Zuwanderungsgeschichte bzw. einen Migrationshintergrund haben. Sie werben für ihren Beruf, gehen in die Klassen und stehen ihren Schülerinnen, Schülern und deren Eltern beratend zur Seite, wenn sie Interesse an diesem Beruf haben. Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte tragen maßgeblich zur interkulturellen Öffnung von Kollegien an Schulen landesweit bei. Rund 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen haben eine Zuwanderungsgeschichte, aber nur geschätzte 2 % Prozent der Lehrerinnen und Lehrer teilen ihre spezifischen Erfahrungen. Lehrende mit einem vergleichbaren Hintergrund können Mittler zwischen Lehrern ohne Zuwanderungsgeschichte und Schülern sein. Ihre bilinguale wie bikulturelle Milieuerfahrung lassen sie zu authentischen Vorbildern gelungener Integration für alle Lehrerinnen und Lehrer werden. Sie sind auch ein Vorbild und Identifikationsfigur für die Jugendlichen und zeigen in persona, dass Bildung der Schlüssel zu dieser Gesellschaft und dem beruflichen Weiterkommen ist. »Mehr Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte« wurde auch in anderen Bundesländern erfolgreich umgesetzt.

 
Materialheft:
Gliederung 2011
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