IKW goes international – Ein Beispiel aus Bottrop

Sogar aus Australien wurde ein Banner-Entwurf nach Bottrop geschickt. Foto: Integrationsagentur Bottrop
2020
IKW goes international – Ein Beispiel aus Bottrop
Wer es schafft, die Interkulturelle Woche auch in andere Länder zu tragen, macht sich interessanter für die Medien

Wie kann der Interkulturellen Woche vor Ort mehr Aufmerksamkeit verschafft werden? Wie gelingt wir es, dass die Medien im Vorfeld mehr als den üblichen „Pflichtbericht“ bringen? Eine Möglichkeit könnte sein, die IKW in andere Länder zu tragen. Ein Beispiel aus Bottrop zeigt, wie das funktionieren kann.

"Flagge zeigen", heißt eine Aktion, die dort zur Interkulturellen Woche 2020 organisiert wird. Dabei gestalten viele Beteiligte jeweils ein Teil eines großen Banners zum IKW-Motto "Zusammen leben, zusammen wachsen." Das große Ganze wird dann unter anderem am Rathaus der Stadt Bottrop aufgehängt. Die Aktion läuft erfolgreich – so erfolgreich, dass nun sogar Banner aus anderen Ländern eintreffen.

Treibende Kraft dahinter ist Daniela von Bremen von der Integrationsagentur der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop. Sie hat nicht nur die Banner-Aktion mitkonzipiert, sie hat auch jede Menge Kontakte ins Ausland. Und diese Freunde und Bekannten schrieb sie kurzerhand an und fragte, ob sie nicht auch ein Banner gestalten wollen – mit Erfolg. Kürzlich traf ein gestaltetes Stück Stoff aus Istanbul in Bottrop ein, aus Australien schickte ein Junge seinen Entwurf als Foto per E-Mail. Aus Kapstadt wird ebenfalls ein Banner erwartet.

Dieser Entwurf stammt aus Istanbul.

"Interkulturelle Woche auch in Australien!" – mit Schlagzeilen wie dieser lassen sich Medien "locken", mal ein bisschen ausführlicher über die Vorbereitungen zu berichten. Daniela von Bremen hat das jedoch gar nicht nötig. Sie ist so gut vernetzt, dass die Integrationsagentur und die Kirchengemeinde ohnehin ständig in den lokalen und regionalen Zeitungen stehen, sei es mit dem Integrationseis oder einem Gottesdienst im Autokino. Auch über die Banner-Aktion wurde bereits berichtet.

Eine Möglichkeit für Veranstaltende kann auch sein, über persönliche Kontakte hinaus auch die Partnerstädte einzubeziehen. Hier bestehen in der Regel bereits enge Kontakte zwischen engagierten Menschen, die eine kreative Aktion weitertragen und für Rücklauf sorgen können. Inhaltlich ist vieles denkbar, es müssen nicht immer Banner sein: Es können auch Bilder gestaltet werden, Fotos gemacht oder Kurzvideos produziert werden – am besten immer mit Bezug zum IKW-Motto.