ROMADAY am 7. April 2017: Ein breites gesamtgesellschaftliches Bündnis ruft zur Solidarität mit den Sinti und Roma Europas auf!

 

31.3.2017, Berlin: Das Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas will die öffentliche Aufmerksamkeit auf die europaweite Diskriminierung von Sinti und Roma lenken und ein sichtbares Zeichen gegen diesen Antiziganismus setzen. Mehr als zwanzig Organisationen aus Politik, Zivilgesellschaft und Kultur sind Mitglieder des Bündnisses. Gemeinsam haben sie einen Aufruf mit fünf zentralen Forderungen formuliert. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, die Forderungen zu unterzeichnen und sich gegen die Ausgrenzung von Sinti und Roma auszusprechen.

Sinti und Roma – Europas größte Minderheit – erleben in ganz Europa Vorurteile, Ausgrenzung und Benachteiligung. Dieser Rassismus hat in den vergangenen Jahren europaweit eine neue Dimension erreicht. Auch in Deutschland sind die seit vielen Generationen hier beheimateten Sinti, die in den letzten Jahrzehnten zugewanderten und die derzeit asylsuchenden Roma Antiziganismus in allen Lebensbereichen ausgesetzt. In der Mehrheitsgesellschaft gibt es bisher praktisch keine Fürsprecher. Es sind vor allem Angehörige der Minderheit selbst, die auf den Antiziganismus und dessen schwerwiegende Folgen hinweisen. Es ist die Aufgabe aller roma- und sintifeindliches Denken und Handeln zu benennen, zu verurteilen, und den Betroffenen unsere Solidarität auszusprechen.

Aus Anlass des Roma Day 2017 finden in Berlin Veranstaltungen statt: romaday.org/Events
Das Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas rief bereits 2016 dazu auf, die Solidarität mit den Sinti und Roma in Europa mit einer Unterschrift zu unterstützen und sich für die Erfüllung der Forderungen des Bündnisses einzusetzen. Die Petition läuft noch.

 
Datum:
31.03.2017
Jahr: