Fest der Familie auch für Flüchtende? - PM des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V.

 

18.12.2015, Frankfurt/Main: Auch am Fest der Liebe und Familie werden viele Menschen auf der Flucht sein. Sie suchen – genau wie die heilige Familie vor über 2000 Jahren – Zuflucht, Sicherheit und menschliche Solidarität. Das Ringen um den Familiennachzug zeugt von fehlendem Verständnis von Menschenrecht und Nächstenliebe.

„Es ist völlig unverständlich, Familien das Recht auf Familienleben und gemeinsamer Sicherheit zu nehmen“, betont Hiltrud Stöcker-Zafari, Bundesgeschäftsführerin des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. „Gerade in einer Zeit, in der es vermehrt um Nächstenliebe und Solidarität gehen sollte, fallen familienfeindliche Regelungen noch stärker ins Auge.“

Hintergrund ist das seit einigen Wochen verhandelte Paket der Bundesregierung zur Bewältigung der aktuellen hohen Anzahl Schutzsuchender, das unter anderem vorsieht, dass der Nachzug zu subsidiär Geschützten für zwei Jahre ausgesetzt werden soll. Subsidiär geschützt sind Flüchtende, denen beispielsweise Folter oder die Todesstrafe in ihrem Herkunftsland droht. Neben dieser kontraproduktiven Regelung wird zusätzlich die mediale Debatte befeuert, dass die hohe Anzahl von Schutzsuchenden eine weitere hohe Anzahl von Familienangehörigen nach sich ziehen könnte. Dies ist jedoch nicht belegt. Familie bedeutet hier lediglich Kinder und Ehegatt/innen, keine Verwandten fünften Grades. Nicht wenige haben auch keine Familie (mehr).

Das Asylthema rund um die vielen Menschen, die auf der Flucht sind und sich genau wie die Menschen in Deutschland auch, einfach nur Frieden, Sicherheit und eine Zukunft für ihre Familien und Kinder wünschen, wird zum Spielball in der Koalition. Eine Stellungnahme des Verbandes fasst die Fakten zusammen.

Ihr Kontakt für Rückfragen und weitere Informationen:
Hiltrud Stöcker-Zafari, Bundesgeschäftsführerin,
Tel.: 069 / 713756 -12, Mail: stoecker-zafari@verband-binationaler.de