Erklärung der Konferenz Diakonie und Entwicklung anlässlich der Flüchtlingskatastrophen vor Lampedusa;: "Der Fremde soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer; und du sollst ihn lieben wie dich selbst."

 

18.10.2013: Unter dieses Zitat aus 3. Mose 19,34 stellt die Konferenz Diakonie und Entwicklung ihre Erklärung zu den Flüchtlingskatastrophen in Lampedusa.

Dort heißt es: Die Mitglieder der Konferenz Diakonie und Entwicklung nehmen Anteil an Leid und Not der Flüchtlinge. Sie fordern ein Umdenken in der Asyl- und Flüchtlingspolitik wie auch in der Migrationspolitik der Europäischen Union. Es ist Zeit, eine humane Einwanderungspolitik zu entwickeln.

Ihre Erwartungen an die Bundesregierung und die Europäische Union hat die Konferenz unter drei Gesichtspunkte zusammengefasst:

  • Bekämpfung der Fluchtursachen und Überwindung der Armut,
  • Schutz der Flüchtlinge und
  • Verbesserung der legalen Zuwanderungsmöglichkeiten nach Deutschland.

Erst die Abschottung der Grenzen hat das Geschäft für die Schleuser ermöglicht und treibt die Flüchtlinge in ihre Arme oder auf noch gefährlichere Wege. Dieses Vorgehen verschleiert aber die eigentlichen Ursachen und verschärft das Problem. Der Schutz von Flüchtlingen ist eine völkerrechtliche Verpflichtung; die Gestaltung von Zuwanderung hingegen eine politische Aufgabe. Dabei dürfen nicht allein wirtschaftliche Interessen ausschlaggebend sein. Vielmehr müssen die Menschenrechte der Betroffenen auf ihrem Weg nach Europa wie auch im Einwanderungsland berücksichtigt werden.

Flüchtlinge und Migranten brauchen in ihren Herkunftsländern eine nachhaltige Zukunftsperspektive, fordert die Konferenz. Es ist unangemessen, Forderungen nach einem veränderten Umgang mit dem Hinweis auf die Entwicklungspolitik abzuwehren.

--> Die gesamte Erklärung der Konferenz Diakonie und Entwicklung anlässlich der Flüchtlingskatastrophen vor Lampedusa einschießlich der Erwartungen an die Bundesregierung und die Europäische Union können Sie in dieser PDF nachlesen.