Die Nachrichtenplattform „Amal, Berlin!“ geht am 2. März 2017 online. Die Redaktion informiert auf www.amalberlin.de auf Arabisch und Farsi über Nachrichten aus Berlin und dem Umland.

 

2.3.2017, Berlin, Evangelische Journalistenschule: Amal, Berlin! informiert Montag bis Freitag auf Arabisch und Farsi darüber, was in Berlin los ist. Das Wichtigste vom Tage wird ergänzt durch Reportagen, Interviews und Kommentare. Journalisten und Journalistinnen aus Syrien, Afghanistan, Iran und Ägypten betreiben diese mobile Nachrichtenplattform als eine lokale Tageszeitung für das Smartphone.  Weitere Informationen erhalten Sie unter Amal, Berlin!

Die Idee: Amal, Berlin! sind zehn geflüchtete Journalistinnen und Journalisten aus Syrien, Afghanistan, Iran und Ägypten. Sie haben die Internetplattform mit Nachrichten aus Berlin auf Arabisch und Farsi/Dari aufgebaut und berichten über das, was in Berlin und in Deutschland stattfindet – über Politik, Kultur und Gesellschaft. Diese Nachrichtenplattform soll den vielen Neuankömmlingen beim Einleben in der Stadt helfen, so dass sie teilhaben und sich beteiligen können. Dabei geht es um Berichte zu typischen Flüchtlingsthemen, aber klassischer Nachrichtenjournalismus steht im Vordergrund.

Amal, Berlin! ist ein sprachliches Experiment: Neben der arabischen Redaktion gibt es auch eine Redaktion, in der Journalisten aus Afghanistan und Iran zusammenarbeiten. Im Prinzip sind die Unterschiede zwischen ihren Sprachen, zwischen Farsi und Dari, minimal: In der Praxis allerdings zeigen sich doch Unterschiede und es spielen auch politische Gründe in den Herkunftsländern hinein. Kurz gesagt: Amal, Berlin! bemüht sich um einen sprachlichen Kompromiss, so dass die Berichte sowohl für die afghanischen als auch für die iranischen Berliner und Berlinerinnen verständlich sind.

Der Workshop: Das Projekt begann im September 2016 mit einer zweimonatigen Workshop- und Fortbildungsphase. Die Journalistinnen und Journalisten wurden mit den Besonderheiten der Berliner Gesellschaft und mit dem journalistischen Arbeiten in der Hauptstadt vertraut gemacht. Sie bekamen zudem ein intensives Training in Online-Journalismus und Mobile Reporting. Hierbei kamen die Trainer der Evangelischen Journalistenschule zum Einsatz. In dieser Phase lieferte das Team von Amal, Berlin! Texte für die Zeitschrift Chrismon und produzierte das zweisprachige Chrismon-Spezial für Geflüchtete und Ehrenamtliche. In dieser Zeit gelang es den Teilnehmern und Teilnehmerinnen über alle nationalen, politischen und persönlichen Unterschiede hinweg zu einem funktionierenden Team zusammenzuwachsen.

Der Träger: Amal, Berlin! ist ein Projekt der Evangelischen Journalistenschule (EJS). Die Evangelische Journalistenschule in Berlin ist eine Abteilung des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Das GEP ist das zentrale Mediendienstleistungsunternehmen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ihrer Gliedkirchen, Werke und Einrichtungen. Finanziert wird Amal, Berlin! mit Mitteln der EKD.