Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) hat auf seiner Jahrespressekonferenz die hohe Aufnahmebereitschaft gelobt, aber die Asylrechtsverschärfungen des vergangenen Jahres scharf kritisiert.

 

14.11.2016, Berlin, JRS: Bundespolitische Überlegungen, eine der jüngeren Asylrechtsverschärfungen wieder aufzuheben und den Familiennachzug für minderjährige Kinder und Ehegatten von subsidiär Geschützten zuzulassen, begrüßte JRS-Direktor Pater Frido Pflüger SJ. Angesichts flüchtlingsfeindlicher Strömungen hierzulande kommentiert Pflüger die Wahl in den USA: „Das Ergebnis ist ein Weckruf für alle, die sich nicht von Hass und Angst leiten lassen wollen. Dagegen hilft nur persönliches Engagement und eine Politik, die die Menschenrechte aller Menschen im Blick hat." Das beste Mittel gegen Ressentiments sei die persönliche Begegnung. Darauf setzen auch Rabee Khuzam und Issa Kardouh, die dem 2014 in Homs erschossenen Jesuiten Frans van der Lugt SJ eng verbunden waren. Sie organisieren nach seinem Vorbild Wanderungen, die offen für alle sind. Rabee Khuzam, der lange mit „Vater Frans“ zusammengearbeitet hat: „Er war davon überzeugt: Das, was uns als Menschen miteinander verbindet, ist stärker als alles, was wir uns an Trennendem ausdenken. Durch das gemeinsame Wandern können wir einander als Menschen begegnen – gleichgültig, woher wir kommen, wen wir wählen oder was wir glauben.“ In Berlin und Dresden waren sie mit rund 300 Teilnehmenden in diesem Jahr unterwegs.

Quelle: www.jesuiten-fluechtlingsdienst.de