24 Geschichten statt Schokolade im Online-Afghanistan-Adventskalender

 

1.12.2016, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche): Die Arbeitsstelle Ökumene – Menschenrechte – Flucht – Friedensbildung hat eine besondere Gestalt für die Grüße in der Adventszeit, für die Zeit der Besinnung und der Umkehr gewählt: Sie kommen in Form eines Online-Adventskalenders www.afghanistan-adventskalender.de.

Es ist die Einladung, jeden Tag ab dem 1. Dezember ein Türchen zu  öffnen und damit Tag für Tag reale Geschichten von Menschen aus Afghanistan lesen zu können. Sie leben als Nachbarinnen und Nachbarn in Deutschland. Zum Beispiel Soheila, Familie Rahimi, Yasin und alle, die Sie auf den Seite des Adventskalenders kennenlernen können. Sie erzählen ihre Geschichten: "Vom Leben in Afghanistan, warum sie aus ihrer Heimat geflohen sind, wie sie nach Deutschland gekommen sind und auch, was sie befürchten, sollten sie nach Afghanistan zurück geschickt werden. Es sind eindrückliche Zeugnisse von Hoffnung auf Sicherheit, Erfahrungen von Gewalt, Angst, Liebe, von Verunsicherung und Lebenswillen.

Die aktuellen politischen Pläne, die Vorbereitungen von mehr Abschiebungen in das Land am Hindukusch machen ihnen Angst. Das Bild, das sie von Afghanistan zeichnen, ist eindeutig: Eine Rückkehr nach Afghanistan würde Lebensgefahr bedeuten. Die Zahl der zivilen Opfer im Land ist so hoch wie nie zuvor. Die Einflussgebiete radikaler Gruppen und Terroristen weiten sich aus. Es gibt immer mehr Binnenvertriebene. Die Verslummung der großen Städte nimmt zu und die Perspektiven auf ein Leben in Sicherheit nehmen ab.

Auf dem Reißbrett angeblich sichere Gegenden in Afghanistan zu konstruieren, in die man Menschen abschieben kann, ist menschenverachtend. Diese politische Weichenstellung widerspricht unseren christlich-humanitären Grundsätzen."

Quelle: www.afghanistan-adventskalender.de