Bundesweiter Auftakt der IKW 2020 in München

In der Münchner Frauenkirche findet zum bundesweiten Auftakt der Interkulturellen Woche ein ökumenischer Gottesdienst statt.
2020
Bundesweiter Auftakt der IKW 2020 in München
Ökumenischer Gottesdienst in der Frauenkirche am 27. September - Anschließend Empfang im Rathaus

Der bundesweite Auftakt der Interkulturellen Woche wird am 27. September 2020 in München gefeiert. Es wird an diesem Tag zwei Veranstaltungen geben:

Um 16 Uhr findet im Dom Zu Unserer Lieben Frau (Frauenkirche) ein ökumenischer Gottesdienst statt. Die Liturgie wird gestaltet von

•    Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising sowie ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

•    Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschlands, der die Predigt hält,

•    Metropolit Augoustinos von Deutschland, Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz.

Ebenso beteiligt sind ökumenische Initiativen; jüdische und muslimische Vertreter werden Grußbotschaften verlesen. Die musikalische Gestaltung übernimmt der ökumenische "Domettenchor" unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz.

Im Rahmen des Gottesdienstes wird ein Kunstwerk präsentiert, das sich mit dem Oktoberfest-Attentat von 1980 auseinandersetzt und als Mahnmal konzipiert ist. Zukünftig soll das Kunstwerk für Aktionen zum Gedenken an Opfer von rechtem Terror bundesweit ausgeliehen werden können. Die Künstlerin und der Künstler sowie ein Opfer des Oktoberfest-Attentats werden anwesend sein.

Da aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nur eine sehr begrenzte Anzahl von Plätzen in der Frauenkirche zur Verfügung stehen, können nur geladene Gäste am Gottesdienst teilnehmen. Es wird aber eine Live-Übertragung im Internet geben: https://erzbistum-muenchen.de/stream.

 

Ab 18 Uhr laden der Ökumenische Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche und das Bayerische Bündnis für Toleranz zu einem Empfang mit anschließender Gesprächsrunde ein. Der Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben. Dabei wird der 40. Jahrestag des Oktoberfest-Attentats am 26. September im Mittelpunkt stehen. In einer Podiumsrunde wird über das Thema "Bedrohte Demokratie?! – 40 Jahre nach dem Oktoberfestattentat" diskutiert. Die Teilnehmenden sind:

Seda Başay-Yıldız – Die Frankfurter Rechtsanwältin bekam Drohbotschaften, die mit „NSU 2.0“ unterschrieben waren – obwohl ihre Adresse nicht öffentlich bekannt ist. Die daraus folgenden Ermittlungen deckten mutmaßlich eine rechtsextreme Zelle innerhalb der Frankfurter Polizei auf. Von einem Computer des 1. Frankfurter Reviers waren nicht-dienstliche Melderegistereinträge zu Başay-Yıldız abgefragt worden. Die Ermittlungen dauern an.

Mehmet Daimagüler – Der Rechtsanwalt vertrat Nebenkläger im NSU-Prozess und schrieb darüber das Buch „Empörung reicht nicht! Unser Staat hat versagt. Jetzt sind wir dran. Mein Plädoyer im NSU-Prozess.“

Eine Vertreterin der DGB-Jugend – Die DGB-Jugend setzt sich schon lange für das Gedenken an die Opfer des Oktoberfest-Attentats in München ein.

Die Moderation übernimmt Martin Becher, der Leiter der Projektstelle gegen Rechtsextremismus beim Bayerischen Bündnis für Toleranz.

Auch beim Empfang sind wegen der Corona-Einschränkungen nur geladene Gäste zugelassen. Eine Live-Übertragung der Veranstaltung ist geplant. Weitere Informationen gibt es in Kürze.

Infos
Kontakt

Ökumenischer Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche
Postfach 16 06 46
60069 Frankfurt am Main
Ruf: 069 / 24 23 14 -60
Fax: 069 / 24 23 14 -71

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