Das Planspiel Asylopoly

 
www.alabiso.de

Asylopoly ist ein Planspiel, anhand dessen man in die Haut eines Flüchtlings schlüpfen kann. So erfährt man, welche Stationen ein Flüchtling in Deutschland durchläuft. Es hat sieben Stationen. Alle Spieler beginnen an der Station „Einreise“. Jedoch trennen sich bereits hier ihre Wege, wie im echten Leben. Nicht alle Spieler durchlaufen alle Stationen. Trotzdem gibt es für alle Spieler die Möglichkeit, die Laufbahn jedes anderen Spielers mitzuverfolgen. Es gibt also keine parallelen Schauplätze. Dadurch haben alle Spieler die Möglichkeit, die verschiedenen Stationen eines Asylbewerbers in Deutschland – von der Ankunft bis zur Anerkennung oder Abschiebung – nachzuvollziehen.

Das Spiel wird einerseits von Gruppen gebucht, die hauptamtlich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen zusammen arbeiten und die rechtlichen Vorgaben und Zusammenhänge spielerisch erlernen möchten. Es können auch Multiplikatoren und Multiplikator/Innen sein, die selbst dieses Spiel durchführen möchten. Andererseits spielen dieses Spiel interessierte Gruppen, meistens Schulgruppen, z.B. im Rahmen einer Projektwoche oder Jugendliche im Freiwillien Sozialen Jahr oder als Teilnehmer/Innen des Bundesfreiwilligendienstes.

Die erwachsenen Teilnehmer/Innen beschäftigen sich intensiv mit den rechtlichen Gegebenheiten von der (meist illegalen) Einreise eines Flüchtlings bis zum Erhalt des Bescheides des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Jugendliche Teilnehmer/Innen interessieren sich eher für die Gefühlswelt der Geflüchteten, für die sozialen Lebenslagen. In einem Nachgespräch möchten sie Ideen entwickeln, wie sie vor Ort im Rahmen eines Projektes oder der Erstellung einer theamtischen Schüler-Zeitung aktiv werden können.

Aktuell:
2014 und noch einmal 2016 wurde das Spiel komplett neu konzipiert, dem Zuwanderungsgesetz, den zahlreichen neuen europäischen Richtlinien und den neuerlichen eiligen Gesetzesänderungen von 2015 und 2016 aufgrund der Ankunft neuer Geflüchteter in Deutschland angepasst.
Das Spiel wurde nun so konzipiert, dass es auch ohne die Referentin oder eine geschulte Person gespielt werden kann.
Es kann voraussichtlich im Jahr 2017 beim Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe bezogen werden.

Zur Historie:
2001 wurde das interaktive Spiel „Asylopoly“ von Zaeri-Esfahani im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit des Diakonischen Werkes Lörrach erdacht und entwickelt. Es wurde im Rahmen des Projektes „Schüler für Flüchtlinge“ in Kooperation mit der Sozialpädagogin Esther Reimann vom Sozialen Arbeitskreis Lörrach als mehrräumige Ausstellung erlebbar gemacht und erfolgreich durchgeführt.
Das damalige Interesse der Schulen konnte aufgrund mangelnder Zeitkapazitäten der Sozialarbeiterinnen jedoch bei Weitem nicht bedient werden.
Das Spiel erhielt eine Auszeichung der Lörracher Oberbürgermeisterin und das Projekt „Schüler für Flüchtlinge“ mit dem interaktiven Spiel Asylopoly als Hauptbestandteil den „Demokratiepreis“ (2001) des Deutschen Bundestages.
Ab 2005 wurde das Spiel nur noch intern gespielt, da es aufgrund der Einführung des neuen Zuwanderungsgesetzes und vieler neuer Richtlinien auf EU-Ebene nicht mehr aktuell war. 
Es wurde 2015 wieder im Rahmen von Trainings für erwachsene ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiter im badischen Raum eingeführt und konnte bislang nur mithilfe der Autorin oder der geschulten Mitarbeiter/Innen des Diakonisches Werkes gespielt werden.

 
Jahr:
2017
Weitere Informationen:

Das Spiel ist u.a. bei der IKW 2016 in Rastatt durchgeführt worden.

Rahmenbedingungen:
Teilnehmerzahl: Maximal 30 Personen
Altersgruppe: ab 14 Jahren
Dauer: 3 Stunden
Ankunft der Referentin: 1 Stunde vor Beginn

  • Großer Raum
  • 10 Tische und 30 Stühle
  • Kalte und heiße Getränke
  • Kleiner Imbiss und Obst

Kontakt:
Mehrnousch Zaeri-Esfahani
info@zaeri-autorin.de
Autorin, Diplomsozialpädagogin (FH)
Leiterin Runder Tische für Beteiligungsverfahren