„Deine Seele auf der Stele“ - eine Malaktion für Geflüchtete und deren Begleiter*innen

 

Zunächst waren es schlichte zwei Meter Holzbretter - nach der Aktion individuell gestaltete, bunte Stelen, die individuelle (Flucht-)Erlebnisse sowie Wünsche wiederspiegelten. Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Erfahrungen sowie Weltanschauungen haben - gemeinschaftlich oder einzeln – im Rahmen eines Workshops die Holzstelen gestaltet.

Die Stelen sollen Wegbegleiter für die Betrachtenden sein. Sie sollen anregen zum Innehalten und Sinnieren, die Jetztzeit und die Vergangenheit der uns alle innewohnenden Seelenbilder zu vergegenwärtigen. Der künstlerische Ausdruck und die Ressourcen, die mit dem gemeinsamen Tuns sichtbar werden, zeigen heilende Wirkung. Die Erfahrung der Aktion ist, dass durch das nicht-sprachliche Element des Bildes, dessen Kraft und den Akt des Malen auch schlimme (Flucht)-Erfahrungen in der Seele besser integriert werden können. Wichtig ist: Die Aktion ist kein Therapieangebot oder ersetzt keine Therapie!

Die Malaktionen wurden als Gemeinschaftsprojekt öffentlich und über Soziale Netzwerke beworben sowie durch Mundpropaganda und Zusammenarbeit mit den regionalen Flüchtlingsberatern bzw. ehrenamtlich Engagierten an die Flüchtlinge und Migranten weitergegeben. Die Teilnehmenden stammten aus Pakistan, Nigeria, Iran, Syrien, Japan, USA, Deutschland, Türkei, Marokko, Algerien, Eritrea, Kosovo.

Die stadtzentralen Örtlichkeiten wurden im Rahmen der „Quartierskunst Aschaffenburg- Stadtfunkeln“ im November 2015 (1 Workshop)  und auch zum „Kunst im Quartier“ Wettbewerb (12./13.3 (2 Workshops) vom Quartiersmanager vermittelt und kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Materialien, Bewirtung etc. wurden über den Verein „Sterben in der Fremde“ gestellt. Die insgesamt 3 Workshops wurden ehrenamtlich von Vereinsseite assistiert. Der Verein gibt gerne auf telefonische und schriftliche Anfragen über weitere Details Auskünfte.

P.S. Der Verein „Sterben in der Fremde“ plant am 13.Mai 16 (Nacht der offenen Kirchen) in Aschaffenburg das Thema: „Trauer braucht einen Ort“ (Wie Migrant*innen in Deutschland mit Tod und Trauer umgehen) der Öffentlichkeit vorzustellen.

 

 

 
Jahr:
2016
Kontakt:

Sterben in der Fremde e.V. - Interkulturelle Kompetenzen in der Hospizarbeit

H. Bardischewski
Aschaffenburg
Tel.: 060215819781
info@sterben-in-der-fremde.de