Wanderausstellung: Fluch(t)räume - Menschen auf der Flucht

 

Wie erleben Menschen eine Flucht? In acht „Räumen“ erzählt die neueste Ausstellung des Evangelisch-lutherisches Missionswerk in Niedersachsen (ELM) das widersprüchliche Erleben zwischen den Zäunen. Freiheitsräume, Heimaträume, Gefahrenräume, Warteräume, Ruheräume, Identitätsräume, Begegnungsräume, Zielräume sind die Stationen der Ausstellung.

Flucht und Migration sind globale Phänomene. Nicht nur in Europa suchen Menschen einen sicheren Ort und Perspektiven für ihr Leben. Auch in unseren Partnerkirchen spielt das Thema eine wichtige Rolle und prägt immer wieder kirchliche und gesellschaftliche Diskurse. So nimmt die Ausstellung "Fluchträume“ diese globale Dimension dieses Phänomens in den Mittelpunkt und lenkt den Blick auch über den deutschen Horizont hinaus.

Versperrte Wege, verwirrende Perspektiven, gefährliche Situationen. Bedrohliche Momente, versteinernde Ängste, atemberaubender Mut. – Weltweit sind Menschen auf der Flucht innerhalb von Afrika, Asien, Europa, Amerika – getrieben von Krieg, Verfolgung, Perspektivlosigkeit.

Acht Bauzäune symbolisieren nicht nur Abgrenzung sondern eröffnen auch neue Räume der Begegnung. Fotos, Grafiken, Zeugnisse von Flüchtlingen und Videoinstallationen werfen ein facettenreiches Bild auf eine der größten Herausforderungen weltweit.

Die Ausstellung bleibt aber nicht bei der Bestandsaufnahme stehen, sondern weist auch auf Wege hin, wo und wie konkretes Engagement möglich sein kann. Sie fordert die Besucher und Besucherinnen außerdem dazu heraus, sich selbst aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Durch die Titel der einzelnen Stationen werden Flucht- und Lebenswege miteinander verschränkt, damit sich die Besucherinnen und Besucher mit ihren eigenen Erfahrungen wiederfinden. So eröffnet die Ausstellung einen weiten Raum für die Arbeit mit Gruppen, bis hin zu interkulturellen Glaubenskursen. 

Die Ausstellung ist ab August 2016 als Wanderausstellung ausleihbar. Sie arbeitet mit großen Planen, auf denen kleinere Tafeln aufgebracht sind.

 
Jahr:
2016
Weitere Informationen:

Ein Materialangebot für Schulklassen-Führungen wird derzeit erarbeitet.

Die Ausstellung ist noch wochentags bis zum 31. Juli 2016 im Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus (www.ludwig-harms-haus.de) zwischen 9 und 18 Uhr zu besichtigen. Danach kann sie von Kirchengemeinden und interessierten Einrichtungen ausgeliehen werden. Ab dem 9. September bis Jahresende ist die Ausstellung bereits vorgemerkt. Im August steht sie für die Entleihe noch zur Verfügung und natürlich 2017, wann immer Bedarf ist.

Die Bedingungen für die Ausleihe können Sie dem Leihvertrag entnehmen. Z.B. dass für den Transport ein großer Transporter Typ Ford Transit mit Aufbau benötigt wird und eine Versicherung ist für die Dauer der Ausstellungszeit inkl. Transportversicherung nachzuweisen ist.

Das Team vom ELM kann - wenn gewünscht- beim Aufbau assistieren. Sehr wichtig ist ihm die inhaltliche Vorbereitung im Umgang mit der Ausstellung: Es ist daher Zeit einzuplanen, so dass das lokale Team, das mit der Ausstellung arbeiten wird, vorbereitet werden kann. Wie viel Zeit die Vorbereitung in Anspruch nimmt, hängt von den Zielen und Planungen der Veranstaltenden ab. Werden beispielsweise nur Führungen angeboten, reichen 2 – 3 Stunden für die Einweisung.

Kontakt:
Für Details zur Ausstellung wenden Sie sich bitte an Günther Oborski (g.oborski@elm-mission.net) oder Helene Pede (h.pede@elm-mission.net, Tel.: 05052/69-219).
Evangelisch-lutherisches Missionswerk in Niedersachsen
Hermannsburg
Georg-Haccius-Straße 9
29320 Südheide
www.elm-mission.net
mail@elm-mission.net